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Später Schnitt für mehr Blütenvielfalt

Stadt Mechernich wird viele Grünstreifen neben Straßen, Acker und Wirtschaftswegen statt ab Anfang Mai frühestens im Juni mähen – Damit dort wieder mehr blühen kann – Davon profitieren auch Bienen und Insekten – Auch Landwirte und andere Flächeneigentümer will man mit ins Boot bekommen

Mechernich – Im Grünstreifen neben Straße, Acker und Wirtschaftsweg soll wieder mehr blühen. Dafür setzt sich die Stadt Mechernich ein und geht gemeinsam mit dem städtischen Bauhof mit gutem Beispiel voran. Aber auch an Landwirte und weitere Flächeneigentümer will man appellieren, berichtet Christof Marx, Diplom-Ingenieur für Landespflege der Stadt. Denn in den Bereichen schlummert enormes ökologisches Potential.  

Normalerweise wird das Grün bisher flächendeckend Anfang Mai beschnitten, um es kurz und gepflegt zu halten. „Wir haben jetzt festgelegt, dass die Schlegelmäharbeiten im Stadtgebiet später vorgenommen werden“, so Marx. Sie sollen nicht vor dem 15. Juni starten. Wo es möglich ist, sollen sie sogar bis zum 15. Juli hinausgezögert werden. Mit der Maßnahme will man das Blütenwachstum fördern und die Artenvielfalt steigern.

In Mechernich bleibt der Schlegelmäher länger in der Garage, wie Christof Marx (r.) und Reiner Metternich berichten. Die Stadt will sich für mehr Blütenreichtum am Straßen- und Wegesrand einsetzen und schneidet die dortigen Grünflächen deshalb nicht wie üblich im Mai, sondern erst im Juni oder sogar Juli. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Von dem späten Schnitt profitieren Flora und Fauna gleichermaßen. Samen von Wildpflanzen schlummern zum Teil mehrere Jahrzehnte im Boden und können wieder auskeimen, wenn die Bedingungen stimmen. Das ist nicht nur gut für Bienen und viele andere Insekten, sondern auch Vögel und Niederwild, wie Igel, finden dort geeignete Unterschlüpfe, Nahrung und Schutz.

Großes Potenzial

Obwohl der jeweilige Grünstreifen vielleicht auf den ersten Blick schmal erscheint, darf man das Potenzial, dass dahinter steckt nicht unterschätzen, wie der Landespfleger betont: „Sie ziehen sich als dichtes Netzwerk durch unsere Agrar- und Kulturlandschaft und verbinden viele Lebensräume miteinander.“

Gleichzeitig will man auch Eigentümer und Pächter landwirtschaftlicher Parzellen mit ins Boot der Aktion nehmen und an diese appellieren, die angrenzenden städtischen Wegraine genauso erst später zu schneiden. „Wir haben die Hoffnung, dass man einige Landwirte gewinnen kann, mit einzusteigen und damit gemeinsam etwas für den Umwelt- und Artenschutz in Mechernich zu tun“, so Marx. 

Allerdings gebe es einen Wermutstropfen. Denn wie Bauhofleiter Reiner Metternich erklärt, muss in Einmündungs- und Kurvenbereichen, entlang von Flutgräben und Gemeindeverbindungsstraßen, somit überall dort, wo eine erhöhte Verkehrssicherheit für die Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten ist, nach wie vor ab Anfang Mai der erste Schnitt erfolgen.

Bisher wird der Grünschnitt grundsätzlich aus Gründen der Wirtschaftlichkeit direkt vor Ort gemulcht. Also kleingehäckselt und auf der Fläche liegen gelassen, sodass ein Abtragen des Materials nicht nötig ist und damit ein weiterer Arbeitsgang erspart bleibt. Vor allem an Straßen ist das ein klarer Vorteil.

Das Schnittgut direkt abzutragen, kann aber auch positive Auswirkungen haben, erklärt Marx. Durch die „Abmagerung“ werde das Wachstum vorhandener Blühpflanzen nochmal zusätzlich gefördert und das weniger wertvolle Gras mit der Zeit noch besser zurückgedrängt. Gemeinsam mit dem Bauhof arbeite man daran auch dafür wirtschaftlich tragbare Lösungen zu realisieren.

pp/Agentur ProfiPress

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