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Rosen gegen Tyrannei

Soziale Skulptur von Caroline Lauscher ist noch bis Weihnachten im Mechernicher Dietrich-Bonhoeffer-Haus zu sehen

Mechernich – „Er hat in Kerkern gelebt und in Konzentrationslagern gelitten. Aber er verlor nie sein Gottvertrauen, selbst auf dem Weg zur Hinrichtung nicht“, schreibt die Autorin Ulrike Schwieren-Höger über den evangelischen Pastor und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945), nach dem in Mechernich das Gemeindezentrum der Kirchengemeinde Roggendorf benannt ist.

Caroline Lauscher installiert ihre Rosen in einem früheren Westwallbunker bei Schmidt. Jetzt ist ihre „soziale Skulptur“ im Mechernicher Bonhoeffer-Haus ausgestellt. Foto: Anneliese Lauscher/pp/Agentur ProfiPress

Von ihm stammen die unsterblichen Verse „Von guten Mächten treu und still geborgen, behütet und getröstet wunderbar…“ Bonhoeffers Abschiedsbrief ist als Kirchenlied vertont worden und sowohl im Evangelischen Gesangbuch, als auch im katholischen „Gotteslob“ zu finden.

„Damit hat er Rosen in die Welt getragen, die bis heute erblühen“, konstatiert die Künstlerin Caroline Lauscher, deren soziale Rosen-Skulptur seit dem 10. November im Mechernicher Bonhoeffer-Haus ausgestellt ist. Viele Menschen haben für diese Installation von Rosenblüten aus Garn gehäkelt und gestrickt.

Wer will, macht mit…

Vor Mechernich war die Ausstellung in einem früheren Westwallbunker und in der Schmuggler-Pfarrkirche „St. Mokka“ in Schmidt ausgestellt (wir berichteten).  Von dort wurden Künstlerin und Ausstellung nach Mechernich eingeladen, um auch hier ein Zeichen zu setzen und der Frauen und Männer zu gedenken, die unter der Tyrannei des Nationalsozialismus ihr Leben gelassen haben.

Caroline Lauscher (v.l.) an ihrer sozialen Skulptur im Mechernicher Dietrich-Bonhoeffer-Haus mit den Musikerinnen Nicole Besse und Uta Horstmann, die das anrührende Bonhoeffer-Lied „Von guten Mächten treu und still geborgen“ sangen und spielten. Foto: Ulrike Schwieren-Höger/pp/Agentur ProfiPress

In Mechernich „erblühen“ die farbenfrohen Rosen zwischen Metallgestellen, die Bonhoeffers Kerker symbolisieren. Und sie setzen Zeichen in unserer Zeit, in der nichts mehr zu sein scheint, wie es war, so Ulrike Schwieren-Höger: „Wem können wir noch vertrauen? Aus welcher Quelle schöpfen wir? Wie sieht die Zukunft aus? Im Anblick der Rosen keimt Hoffnung auf, denn sie beweisen, dass trotz aller Unsicherheit Trost in der Gemeinschaft gesucht werden kann – und sei es beim Häkeln für ein großes gemeinsames Projekt.“

Wer sich angesprochen fühlt, ist eingeladen, mit gehäkelten Rosen Teil des Kunstwerks zu werden. Kontakt: Atelier carolinelauscher@web.de, Tel.: 0049-2474-99 82 320.

Die von der evangelischen Kirchengemeinde Roggendorf in Zusammenarbeit mit der Stiftung EvA in Gemünd organisierte Roseninstallation im Mechernicher Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Dietrich-Bonhoeffer-Straße, wurde in einer Feierstunde eindrucksvoll von den Musikerinnen Nicole Besse und Uta Horstmann musikalisch umrahmt.

Die Ausstellung ist in den nächsten Adventswochen noch zu sehen: Mo., Di., Mi., Fr. von 9-12 Uhr, Do. von 15-18 Uhr und nach Absprache: Tel.: 02443-2497.

pp/Agentur ProfiPress

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