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Kuppelbau für Leben auf dem Mars

„Westenergie“ und Stadt Mechernich würdigen und werben für den Klimaschutz mit der jährlichen Auszeichnung nachhaltiger Ideen – Preisträger sind 2021: Gesamtschule Mechernich (Sieger), KGS Mechernich (2. Platz) und KGS Kommern (3. Platz)

Von Cedric Arndt

Mechernich/Kommern – Auf der politischen Bühne rückt der Klimaschutz weltweit immer stärker ins Blickfeld der Diskussionen. Von der Bewegung “Fridays for Future”, die besonders junge Leute immer wieder auf die Straßen lockt, um für eine lebenswerte Zukunft zu demonstrieren, bis hin zu den Debatten einer möglichen Ampelkoalition.

Die zehnte Klasse der Mechernicher Gesamtschule wurde für ihr Projekt „Green Architecture“ („Grüne Architektur“) mit dem ersten Platz beim Klimaschutzpreis belohnt, den Westenergie und Stadt Mechernich auch 2021 auslobten. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Doch der Blick muss nicht einmal in die Ferne schweifen, um auf Maßnahmen zu stoßen, die Menschen für ein nachhaltiges und klimagerechtes Leben sensibilisieren. Dank des Klimaschutzpreises, den der Energiedienstleister Westenergie und die Stadt Mechernich Jahr für Jahr neu ausloben, um Impulse zu setzen.

Bewerben um den mit insgesamt 2500 Euro dotierten Preis kann sich jeder mit seinem konkreten Projekt. Verstärkt engagiert sich auch hier die junge Generation, Schülerinnen und Schüler in Form von freiwilligen Arbeitsgemeinschaften oder auch praxisnaher Unterrichtsgestaltung, um eigene Lösungsvorschläge gegen den Klimawandel zu entwickeln.

„Bewerbungen alle großartig“

Als stolze Sieger des Westenergie-Klimaschutzpreises 2021 ging das Team der Gesamtschule Mechernich hervor. Sie erhielten für ihre zukunftsweisenden Ideen 1250 Euro für den ersten Platz. “Der Klimaschutz ist ein Thema, das uns alle angeht. Obwohl alle Bewerbungen wirklich großartig waren, hat uns dieser Beitrag zur nachhaltigen Bauphysik besonders beeindruckt”, lobte Westenergie-Mitarbeiter und Juror Achim Diewald.

Mit ihrer Streuobstwiese belegte das Team der katholischen Grundschule Mechernich den zweiten Rang. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

In Zweiergruppen hatten die Schüler Vorschläge erarbeitet, zukünftigen Wohnraum umweltfreundlich zu gestalten. Von der Nutzung von Tageslicht zur Innenraumbeleuchtung und Stromerzeugung reichten ihre Ideen sogar bis zu einem Kuppelbau mit eigener Sauerstofferzeugung, die ein Leben sogar auf dem Mars ermöglichen könnte.

“Es ist wirklich erstaunlich, wie vielseitig die Projekte geworden sind”, freute sich Lehrerin Barbara Gerhards. Dabei haben sich die Schüler neben der Nutzung von recycelten Materialien und erneuerbaren Energien zusätzlich auch auf den Kompaktbau der Häuser konzentriert, was künftig sogar den Einsatz von 3-D-Druckern für den Bau erlauben soll.

„Klimaschutz in Schulen etabliert“

“Klimaschutz hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut in den Schulen etabliert”, erklärte der Erste Beigeordnete der Stadt Mechernich, Thomas Hambach: “Es wird jedes Jahr sehr aktiv und engagiert gearbeitet. Dies ist ein sehr schönes Zeichen, dass die Sensibilisierung für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur gute Fortschritte macht.”

Nistkästen, die sich via Kameras und Bildschirmen vom Schulflur aus beobachten lassen, bescherten den Schülerinnen und Schülern der KGS Kommern den dritten Platz. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Bereits im vergangenen Jahr konnte der Nachwuchs der katholischen Grundschule Mechernich mit ihrer naturnahen Umgestaltung des Schulgeländes zwei Bienenvölker ansiedeln und auch die Juroren des Wettbewerbes beeindrucken. In diesem Jahr setzten sie ihr Bestreben durch die Aussaat und Pflege einer Streuobstwiese fort. “Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler den nachhaltigen Umgang mit der Natur näherzubringen als in der Schule”, betonte Schulleiter Ulrich Lindner-Moog.

Venur Haji (l.) und Oliver Schmitz von der Gesamtschule Mechernich stellten die Eckpunkte des „nachhaltigen Bauens“ bei der Preisverleihung nochmals vor. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Dieses Engagement brachte der KGS Mechernich nun bereits zum zweiten Mal eine Platzierung auf dem Siegertreppchen des Westenergie-Klimaschutzpreises ein. Die erhaltenen 750 Euro Preisgeld motivierten alle Beteiligten zu einer Fortsetzung ihrer Projekte.

Pflaumenkompott im Unterricht

Ein Schwerpunkt sei, vor allem praxisbezogen die Vielfalt der Natur aufzuzeigen, so Lehrerin Katharina Kesternich, die die Arbeitsgemeinschaft „Streuobstwiese/Natur“ leitet: “Schon vor der ersten Ernte haben wir im Unterricht Pflaumenkompott und Mispel-Marmelade hergestellt.” Den Kindern werde so die Möglichkeit geboten, nicht „nur“ das Wachstum ihrer Bäume zu beobachten, sondern auch die Erträge sinnvoll und schmackhaft zu nutzen. Ganz zur Freude des zehnjährigen Samuel: “Es macht richtig Spaß neue Sachen zu lernen und die Natur besser kennenzulernen. Ich lebe selbst auf einem Bauernhof und weiß, wie wichtig es ist, die Umwelt zu schützen.”

Der Kuppelbau, der Leben auf dem Mars möglich machen könnte. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Den dritten Platz des Wettbewerbes erzielten die Schülerinnen und Schüler der katholischen Grundschule Kommern. Diese hatten sich ausgiebig mit der regionalen Tierwelt auseinandergesetzt und zahlreiche Nistkästen auf dem Schulgelände aufgehängt. “Vor einigen Jahren hat uns der damalige Landrat Günter Rosenke mit einem Nistkasten inklusive Funkkamera ausgestattet. Die Technik hatte zwar noch ihre Tücken, doch das Ergebnis hat uns so gut gefallen, dass wir diesen Ansatz unbedingt weiterverfolgen wollten”, berichtete Lehrer Karl Frohn.

Im Laufe des vergangenen Jahres sind dank der tatkräftigen Jungen und Mädchen Unterschlupfe für Fledermäuse, Hummeln, Igel und Steinkäuze entstanden. Dank kabelgebundener Videokameras lässt sich das lebhafte Treiben innerhalb der Kästen sogar direkt vom Schulflur aus beobachten. “In unserem Igelhaus hat sich bereits ein Igel zum Winterschlaf eingefunden“, freut sich auch Frohn. Die aktuell fünf Bildschirme sollen in nächster Zukunft noch weiteren Zuwachs erhalten und auch die erhaltenen 500 Euro Preisgeld sollen diesem Projekt zugutekommen. Ein weiterer Invest in eine nachhaltige Zukunft….

pp/Agentur ProfiPress

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