Hilfe auch aus USA

Deutschstämmige Familie Crofton in New Jersey war von Flutkatastrophe in der Eifel entsetzt – Hilfsgruppenchef Willi Greuel freute sich ebenso über die Spendenflasche des treuen Kommerner Unterstützers Christian Meurer  

Kommern/Kall – „Wir würden gern Ihrem Aufruf folgen und Geld für die Opfer der Flutkatastrophe spenden“ stand in einer Mail aus Amerika an den Lückerather Willi Greuel, den Vorsitzenden der Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder.

Es war eine von vielen Mails mit Hilfsangeboten, die Greuel seit der verheerenden Flutkatastrophe bekam – doch die hier kam über den großen Teich. „Da wir in den USA wohnen, benötigen wir den SWIFT/BIC-Code  für Ihr Bankkonto“, schrieben Daniele und Scott Crofton aus New Jersey nach Lückerath. Postwendend schickte „Greuels Will“ den unbekannten Wohltätern aus Übersee die Bankverbindung – und sie überwiesen 1000 Euro.

Aus New Jersey senden die Kinder Arabella, William und Tyler sprichwörtlich “herzliche” Grüße an die Hilfsgruppe Eifel. Aus New Jersey sendeten Arabella, William und Tyler Crofton herzliche Grüße an die von der Hilfsgruppe Eifel unterstützten Hochwasseropfer in der Eifel. Die Familie mailte Willi Greuel an und überwies 1000 Euro. Foto: Daniele Crofton/USA/pp/Agentur ProfiPress

Hilfsgruppen-Pressesprecher Reiner Züll wollte wissen, wie die Familie auf die Kaller Kinderkrebshilfe aufmerksam geworden war. Schon bald kam Antwort aus USA: Man habe Verwandte in der Eifel. Daniela Crofton war 1994 von Brühl in die Eifel gezogen und später in die USA ausgewandert, um als Juristin in New York zu arbeiten. Seit 15 Jahren lebt sie in New Hersey mit ihrem Mann, einem Amerikaner, und den drei Kindern Arabella, William und Tyler.

Nachdem sie und ihr Mann in den amerikanischen und deutschen TV-Nachrichten Bilder der verheerenden Flutkatastrophe im Westen Deutschlands gesehen hatten, waren sie zur Hilfe entschlossen. „Das unvorstellbare Leid, die Angst und die Verzweiflung der Menschen hat uns tief berührt“, so Daniele Crofton in ihrer Mail an den Kaller Reiner Züll.

Und weiter: „Wir wollten einer regionalen Organisation vertrauen, bei der alles professionell gehandhabt wird und das Geld auch bei den Betroffenen ankommt“.  Verwandte hätten sie auf die Hilfsgruppe Eifel aufmerksam gemacht: „Unsere Verwandten kennen die Hilfsgruppe über den WochenSpiegel und ihre wunderbaren Projekte“.

835 Euro aus Kommern

835 Euro betrug die Spende eines ganz treuen Unterstützers der Hilfsgruppe Eifel aus Kommern: Christian Meurer, Inhaber des gleichnamigen Kfz-Meisterbetriebs und Fachhandels für Autoteile und Zubehör, übergab Willi Greuel eine mit Spenden gefüllte Dreiliter-Flasche. Beim Nachzählen kam man auf 835 Euro.

Jährlich übergibt Kfz-Meister Christian Meurer (l.) aus Kommern eine mit Spenden gefüllte Dreiliter-Flasche an die Hilfsgruppe Eifel. 2021 kamen 835 Euro zusammen – seit der Betriebsgründung vor 25 Jahren über 40.000 Euro, so Hilfsgruppenchef Willi Greuel (r). Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die jährliche Übergabe solcher statt mit Cognac geldgefüllter Dreiliterflaschen durch den aus Floisdorf stammenden Kfz-Meister hat Tradition. Bislang kamen rund 40.000 Euro zusammen, so Willi Greuel über Christian Meurer, der unlängst 25jähriges Firmenjubiläum feierte.

Das Geld speziell für die Opfer der Flutkatastrophe, so Willi Greuel, gehe an Familien mit Kindern, die Hab und Gut verloren haben, bislang wurden 100.000 Euro als Soforthilfen ausbezahlt, was nur dank der Hilfsbereitschaft der Eifeler möglich war.

pp/Agentur ProfiPress