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Zwischen Mexiko und Brasilien

Benefizkonzert von Johannes Kalpers und Eva Lind vor mehr als 600 Menschen im Euskirchener Stadttheater – Erlös kommt dem Hospiz „Stella Maris“ der Communio in Christo zugute

Euskirchen – Johannes Kalpers war gut gelaunt. Der bekannte Tenor lieferte sich mit einem Kind ein amüsantes Wortgefecht über die Farbe der ihm geschenkten Rosen (rot oder pink?) und gab auch Einblicke, wie im Hause Kalpers vor vielen Jahren der Samstagnachmittag verbracht wurde: Erst gab’s den „Blauen Bock“, dann ging es in die „Badebütt“, wobei Johannes Kalpers als jüngstes von vier Geschwistern nicht mehr mit warmem und sauberem Wasser rechnen durfte, anschließend folgten im Fernsehen „Daktari“ und die „Sportschau“.

Mehr als 600 Zuschauer erhoben sich während des Zugabenteils vor Begeisterung über die Darbietung von Johannes Kalpers (v.r.), Eva Lind und Dmitirj Koscheew von ihren Plätzen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Kalpers gab diese Anekdote zum Besten, weil er im „Blauen Bock“ zum ersten Mal das Stück „Wenn auch die Jahre enteilen… es war einmal“ aus der Operette „Im Reiche des Indra“ des Komponisten Paul Lincke hörte. Das brachte er jüngst im Euskirchener Stadttheater zu Gehör. Zum 16. Mal hatte der Westerwälder ein Benefizkonzert für das Hospiz „Stella Maris“ der Communio in Christo konzipiert. Mehr als 600 Zuschauer waren der Einladung des Hospiz-Fördervereins gefolgt.

Zwei Ausnahmekünstler gastierten zugunsten des Hospizes „Stella Maris“ im Euskirchener Stadttheater: Eva Lind und Johannes Kalpers. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Kalpers war aber nicht alleine gekommen. Zum einen hatte er, wie in den letzten Jahren, den Pianisten Dmitrij Koscheew mitgebracht. Dann war es ihm gelungen, die durch zahlreiche Fernsehmoderationen einem großen Publikum bekannte österreichische Sopranistin Eva Lind für das Konzert unter dem Titel „Zauber der Musik“ zu gewinnen.

Nach einem kleinen Scharmützel über die Farbe der Rosen beschenkte ein gut aufgelegter Johannes Kalpers zwei junge Besucher mit jeweils einer Rose. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Zwei Solisten auch als Duo

Dass die Sängerin Johannes Kalpers ebenbürtig war, zeigte schon das Programm. Nur zwei der 18 Gesangsstücke des Hauptprogramms sangen die beiden Ausnahmekünstler, als die sie Fördervereinsvorsitzender Jürgen Sauer ankündigte, gemeinsam. Weitere sechs Lieder bestritt Kalpers als Solist, die restlichen zehn Stücke waren Eva Lind alleine vorbehalten. Den vier Stücke starken Zugabenblock bestritten beide gemeinsam. Besonders „Time to Say Goodbye“, bekannt geworden durch Henry Maskes Abschied, löste beim Publikum wahre Jubelstürme und Standing Ovations aus.

Bedankten sich bei den drei Künstlern: Hospiz-Fördervereinsvorsitzender Jürgen Sauer und Vorstandsmitglied Heinz Dieroff (r.). Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Dass Jürgen Sauer nicht zu viel versprochen hatte, zeigte sich schnell. Bei der Arie „Habanera“ aus Georges Bizets „Carmen“, die als meistgespielte Oper der Welt gilt, warf sie dem Publikum ein sinnliches „Je t’aime“ entgegen. Und in „Draußen in Sievering blüht schon der Flieder“ kann man den Duft der Sträucher nicht nur riechen, Linds Stimme erklimmt darin auch fantastische Höhen.

Küss die Hand: Eva Lind scheint vom schmachtenden Johannes Kalpers überrascht. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Spätestens nach der Pause hatte Lind dann auch den letzten Zuschauer auf ihrer Seite. Nach Johann Strauß‘ Walzer „Frühlingsstimmen“, bei dem Lind und Pianist Koscheew hervorragend kombinierten, gab es tosenden Applaus. Und beim „Vilja-Lied“ aus Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ funktionierte sie die mehr als 600 Zuschauer zum fehlenden Chor um. Tatsächlich traute sich das Publikum nach anfänglichem Summen auch wirklich mitzusingen. „Die Fischer-Chöre können wir jetzt vergessen“, lobte Eva Lind die Sangeskunst der Konzert-Besucher.

Auch einen Walzer legten die beiden Ausnahmesänger auf der Bühne des Euskirchener Stadttheaters aufs Parkett. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Zu Hause bei der Euskirchener Familie

Johannes Kalpers weiß natürlich schon lange um die Besonderheit der Benefiz-Auftritte für das Hospiz „Stella Maris“: Das ist mittlerweile wie ein Nach-Hause-Kommen, wir sind wie eine Familie hier in Euskirchen zusammen.“ Sein Lebensmotto gab er gleich zu Beginn preis: „Musik ist meine Leidenschaft, sie gibt mir täglich neue Lebenskraft“ heißt es in seinem 2002 erschienen Stück „Musik ist meine Welt“. Persönliche Einblicke gibt er auch bei der Anmoderation zu „Dunkelrote Rosen bring‘ ich, schöne Frau“ aus Carl Millöckers Operette „Gasparone“: „Zu Musikhochschulzeiten wurde ich für mein Faible für Operetten belächelt. Doch diese Melodien werden überleben“, ist sich Kalpers sicher.

Wie jedes Jahr gab Johannes Kalpers, jeweils in Begleitung seiner Sangespartnerin, im Foyer des Stadttheaters Autogramme. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Eine weitere Besonderheit des Konzertabends war Dmitrij Koscheew. Kalpers und Lind gaben dem Pianisten die Chance, auch im Mittelpunkt zu stehen. Gleich fünf Solo-Klavierstücke durfte er zum Programm beisteuern. Der gebürtige Moskauer demonstrierte dabei eindrucksvoll, dass er nicht „nur“ ein hervorragender Begleitmusiker ist, sondern ein wahrer Könner an den Tasten, der spielend zwischen den Genres changiert. Mit einem anspruchsvollen Jazz-Stück begrüßte er das Publikum nach der Pause. Zwischendrin widmete er sich dem musikalischen Impressionismus mit einer Interpretation von Claude Debussys „La cathédrale engloutie“.

Hatte sogar mehr Solo-Anteile als Johannes Kalpers: die aus dem Fernsehen bekannte Sopranistin Eva Lind. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Fördervereinsvorsitzender Jürgen Sauer war auf jeden Fall glücklich und lobte Kalpers‘ und Linds großes Herz für kranke und bedürftige Menschen. Deshalb sei Eva Lind schnell überzeugt gewesen, beim Konzert mitzuwirken. „Es bedurfte keiner großen Überredungskünste“, wusste Sauer. Beeindruckt war er, dass Eva Lind das Benefizkonzert zwischen zwei Auftritte in Mexiko-City und Manaus in Brasilien einschob. „Donau und Inn hin, Amazonas her: Auch Erft und Veybach haben ihren Reiz“, scherzte Jürgen Sauer selig.

Nach der Pause lag ein Strauß Rosen auf der Bühne. Adressat des Grußes war Johannes Kalpers, der sich sehr freute. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

 

Pianist Dmitrij Koscheew durfte in fünf Solostücken zeigen, dass er auch ein ausgezeichneter Solist ist.

pp/Agentur ProfiPress

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