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Zollstock-Edition für Hilfsgruppe

Unternehmer aus Löhne kündigte bei Spendenübergabe eine ungewöhnliche Aktion an – Elternhaus der Kinderkrebsstation in Bonn soll unterstützt werden – Oldtimertreffen in Roggendorf

Kall/Roggendorf – Er hatte eine Fahrt über fast 300 Kilometer von Löhne nach Roggendorf hinter sich, als der Unternehmer Thomas Albers das jüngste Monatstreffen der Hilfsgrupe Eifel im Restaurant Zagreb in Roggendorf besuchte. Albers, Geschäftsführer der Maßstab GmbH in Löhne, war aus Ostwestfalen in die Eifel gekommen, um seinem ehemaligen Arbeitskollegen und Vorsitzenden der Hilfsgruppe Eifel, Willi Greuel, eine Spende von 890 Euro zu übergeben.

In Löhne, 25 Kilometer nordöstlich von Bielefeld, besitzt Thomas Albers die Firma Diamant GmbH, die Zollstöcke und Maßbänder produziert. Willi Greuel kennt den Unternehmer seit 35 Jahren durch die einstige Zusammenarbeit im Baustoffring, einer Kooperation von Baustoff-Fachhändlern. „Für uns stand der Mensch immer im Mittelpunkt“, berichtete Albers in Roggendorf.

Als er jetzt einen runden Geburtstag gefeiert habe, sei ihm die Hilfsgruppe Eifel ins Gedächtnis gekommen. Deshalb habe er auf Geschenke verzichtet und stattdessen bei seinen Gästen um eine Spende für den Kaller Förderkreis gebeten.

„Würde ich hier in der Eifel wohnen, dann würde ich bei euch mitarbeiten“, versicherte Thomas Albers: „Meine Spende von 890 Euro ist zwar kein Riesenbetrag, aber viele kleine Dinge geben etwas Großes.“ Bei der Hilfsgruppe wisse er, dass das Spendengeld dahingehe, wo es hingehöre.

Eine Spende von 890 Euro überreichte der Geschäftsführer der Maßstab GmbH, Thomas Albers (rechts) aus Löhne, an Kathi und Willi Greuel von der Hilfsgruppe Eifel. Albers wird jetzt eine Sonder-Edition von Zollstöcken im Hilfsgruppen-Look produzieren. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Willi Greuel informierte den Gast aus Löhne, dass das Spendengeld für die Mitfinanzierung des neuen Elternhauses der Kinderkrebsstation der Bonner Uni-Klinik verwendet werde. Dort werde das Geld dringend gebraucht. Diese Information quittierte der Unternehmer aus Löhne mit dem Versprechen, auf die 890-Euro-Spende „noch einen draufzulegen“. Seine Firma werde eine limitierte Sonderserie von Zollstöcken mit einem exklusiven Hilfsgruppen-Design produzieren. Diese könne die Hilfsgruppe für den guten Zweck verkaufen. Die Gestaltung der Zollstöcke wollen Willi Greuel und Thomas Albers gemeinsam planen.

In Roggendorf berichtete Willi Greuel über die Spendenbilanz. Im Februar standen Spenden von rund 20.000 Euro Ausgaben von rund 19.000 Euro entgegen. Das Spendenaufkommen im März betrug knapp 18.000 Euro, denen Ausgaben von knapp 28.000 Euro gegenüberstanden. In diesen Ausgaben sei eine fällige Abrechnung der Sonarium-Therapie für die Hilfsgruppen-Schützlinge im Satzveyer Hallenbad enthalten.

Eine große Spende von 7000 Euro sei von den Sportlern aus Wißkirchen als Erlös der „Tour de Hoffnung“ eingegangen. Die Winterlaufserie der sechs Vereine FC Keldenich, VfL Kommern, Tribea Marmagen, TVE Bad Münstereifel, TV Mahlberg und TV Wißkirchen habe der Hilfsgruppe eine Sponsoren-Spende von 4800 Euro eingebracht. 2000 Euro seien von der Frauen-Bastelgruppe Hollerath gespendet worden.

Wie Willi Greuel berichtete, läuft der Kartenvorverkauf für die erste Eifeler Oldienacht am Freitag, 22.Juni, auf dem Open-Air-Gelände am Jugendgästehaus Dalbenden in Urft bestens. Man werde schätzungsweise 640 Sitzplätze anbieten können. Greuel: „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.“ Die Unterstützung durch die Gemeinde Kall und mehrere Sponsoren sei groß. Auch für das große Familienfest, das zwei Tage später, am Sonntag, 24. Juni, im Park des Jugendgästehauses stattfinde, seien die Vorbereitungen in vollem Gange.

An diesem Sonntag findet gleichzeitig eine weitere Traditionsveranstaltung zugunsten der Hilfsgruppe Eifel in Roggendorf statt. Der Renault-Oldtimer-Club Eifel mit seinem Vorsitzenden Jörn Hück veranstaltet an diesem Tag am Autohaus Hück das 23. Renault-Oldtimer-Treffen, zudem zwischen 80 und 100 alte Renault-Schätzchen erwartet werden. Zugunsten der Hilfsgruppe gibt es eine große Tombola sowie Kaffee und Kuchen, wie Jörn Hück bei der Versammlung der Hilfsgruppe erklärte.

Fast 30.000 Euro Spenden sind bei den bisherigen Oldie-Treffen in Roggendorf für die Hilfsgruppe zusammengekommen. Die 30.000-Euro-Grenze möchte Jörn Hück nun bald überschreiten. „Im letzten Jahr konnten wir 1888,88 Euro spenden, in diesem Jahr sollen es 1999,99 Euro werden“, zeigte sich der Vorsitzende des Oldtimerclubs zuversichtlich. Kuchenspenden würden gern entgegengenommen, so Hück.

pp/Agentur ProfiPress

www.massstab-diamant.de

www.kinderkrebshilfe-eifel.de

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