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Würdevoll bis zum Schluss

Ins Hospiz „Stella Maris“ der Communio in Christo in Mechernich kommen Menschen, um zu leben – 80-Euro-Waldi sammelt Spenden

Mechernich – Letzte Wünsche wahrmachen, Schmerzen nehmen, Geborgenheit geben und liebevoll den letzten Weg begleiten. Diese segensreiche Arbeit wird im Hospiz „Stella Maris“ in Mechernich geleistet. Denn die Menschen, die dort Gäste sind, müssen nicht mehr auf ihre Gesundheit achten. Sie sind gekommen, um zu leben bis sie sterben – und mit Menschen zusammen zu sein, die gut zu ihnen sind und ihnen nach Möglichkeit jeden Wunsch von den Lippen ablesen.

Heimat in der letzten Lebensphase

„Unser Haus“, sagt Norbert Arnold, der Geschäftsführer des Sozialwerks der Communio in Christo, „ist eine Lebensstätte für schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase.“ Die Arbeit im Hospiz orientiert sich bis heute an der Glaubensüberzeugung von Mutter Marie Therese, die Orden und Sozialwerk der Communio in Christo in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Mechernich gründete.

Dieses Sozialwerk trägt nicht nur das Sterbehospiz „Stella Maris“ in Mechernich, sondern auch die Langzeitpflegeinrichtung „Communio in Christo“ in Mechernich und die Seniorenpflegeeinrichtung „Haus Effatta“ in Blankenheim. „Mutter Marie Therese hat nicht nur von Nächstenliebe geredet“, sagt Hans-Jürgen Sauer, der Vorsitzende des Hospiz-Fördervereins, „sondern sie auch praktiziert.« Konsequent. Und in diesem christlichen Geist werde das Haus bis heute geführt.

„Wir haben im Hospiz auch schon eine Hochzeit gehabt“, berichtet Norbert Arnold, „und viele Familienfehden wurden hier geschlichtet und aus der Welt geschafft.“ Insgesamt verfügt das Haus über zwölf wohnlich eingerichtete Zimmer, in denen die Hospizgäste unter fürsorglicher Begleitung ein würdevolles Leben ohne Schmerzen bis zum Schluss führen können.

„Pro Hopizplatz steht rechnerisch eine besonders geschulte Pflegekraft zur Verfügung, die sich nicht nur um den Gast, sondern auch um die Angehörigen kümmert“, erzählt Norbert Arnold. Die Angehörigen können wie die Gäste selbst im Hospiz bleiben oder die Gäste zu jeder Tages- und Nachtzeit besuchen.

Sie trafen sich im Hospiz „Stella Maris“ in Mechernich, um die Spendenaktion beim fernsehbekannten „Antik-Waldi“ in Krekel zu planen (v.l.): Communio-Sozialwerk-Geschäftsführer Norbert Arnold, Antikhändler Walter Lehnertz (vorne) sowie Jürgen Schüffelgen (hinten) und Jürgen Sauer vom Förderverein des Hospizes „Stella Maris“. Foto: Michael Nielen/Schleidener Wochenspiegel/pp/Agentur ProfiPress

Sie trafen sich im Hospiz „Stella Maris“ in Mechernich, um die Spendenaktion beim fernsehbekannten „Antik-Waldi“ in Krekel zu planen (v.l.): Communio-Sozialwerk-Geschäftsführer Norbert Arnold, Antikhändler Walter Lehnertz (vorne) sowie Jürgen Schüffelgen (hinten) und Jürgen Sauer vom Förderverein des Hospizes „Stella Maris“. Foto: Michael Nielen/Schleidener Wochenspiegel/pp/Agentur ProfiPress

Obwohl man damit einen erhöhten Personalaufwand betreibe, fallen für den Hospizgast keine Kosten an, so Norbert Arnold: „Das wissen leider nicht viele, aber bei uns ist jeder Gast, gleich welcher Herkunft und Religion, willkommen und muss für seinen letzten Lebensweg kein Geld bezahlen.“

Spendenaktion am Wochenende

Walter Lehnertz, bundesweit als „80-Euro-Waldi“ aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ bekannt als Mann der lauten Worte, ist beim Besuch des Mechernicher Hospizes sehr nachdenklich geworden. Lehnertz ist beeindruckt: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, die aufopferungsvolle und segensreiche Arbeit, die hier geleistet wird, zu unterstützen.“

Daher will der prominente Krekeler eifrig Spenden sammeln. In seinem Geschäft „Eifel Antik“ veranstaltet er am Samstag und Sonntag, 10./11. Dezember, jeweils ab 10 Uhr ein großes Weihnachtsfest, bei dem auch viel Geld für das Hospiz „Stella Maris“ gesammelt werden soll.

Tatsächlich finanziert sich das Hospiz zu einem Teil aus Spenden. Um die Kosten decken zu können, liegt der Spendenbedarf laut Norbert Arnold zwischen 80.000 bis 100.000 Euro pro Jahr. Dieser Bedarf wird nach Auskunft von Jürgen Sauer durch private Spenden sowie über die Beiträge des Fördervereins abgedeckt. Ihm kann man für einen Jahresbeitrag von mindestens 30 Euro beitreten.

„Die Jungs und Mädels hier sind mit Leib und Seele bei der Sache. Ihre Arbeit kann gar nicht hoch genug angerechnet werden – und sie müsste viel, viel besser bezahlt werden“, sagt Walter Lehnertz. Bei seinem Weihnachtsfest will er am kommenden Wochenende jeweils ab 10 Uhr vor „Eifel Antik“ in Krekel unter anderem ein „Weihnachtsbaum-Weitwerfen“ für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veranstalten.

Den Gewinnern winkt ein Preisgeld. Um bei dem Wettbewerb mitmachen zu können, muss allerdings ein Obolus entrichtet werden. „Dieses Geld“, so Lehnertz, „fließt als Spende an das Hospiz Stella Maris.“ Zudem werden Spendendosen aufgestellt, und die Besucher können sich vor Ort über die Arbeit im Hospiz der Communio in Christo informieren.

Wer es nicht zum 80-Euro-Waldi schafft, kann das Hospiz trotzdem unterstützen – und zwar mit einer Spende an: Kreissparkasse Euskirchen, Konto-Nr.: 330 03 40, BLZ: 382 501 10

@ Mehr dazu im Netz:

www.hospiz-stella-maris.de

www.eifel-antik.de

Michael Nielen/Schleidener Wochenspiegel/pp/Agentur ProfiPress

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