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Wolf Biermann kommt zur Lit.Eifel

„Warte nicht auf bessre Zeiten“: Der Liedermacher präsentiert im Zinkhütter Hof, Cockerillstraße 90, 52222 Stolberg seine mitreißende Autobiographie

Stolberg – Wolf Biermann ist einer der bedeutendsten deutschen Lyriker, ein gefeierter Sänger und Gitarrist, dessen Lieder lange Zeit in aller Ohren waren. Als ihn die DDR 1976 ausbürgerte, war die Empörung groß, viele namhafte Schriftsteller der DDR protestierten. Am Mittwoch, 14. Juni, um 19.30 Uhr, wird der 80-Jährige im Zinkhütter Hof, Cockerillstraße 90, 52222 Stolberg, aus seiner Autobiographie „Warte nicht auf bessre Zeiten“ lesen.

Selten sind persönliches Schicksal und deutsche Geschichte so eng verwoben wie bei Wolf Biermann. Ein Leben zwischen West und Ost, ein Widerspruchsgeist zwischen allen Fronten. Mit sechzehn ging er in die DDR, die er für das bessere Deutschland hielt. Hanns Eisler ermutigte ihn, Lieder zu schreiben, bei Helene Weigel assistierte er am Berliner Ensemble.

Dann fiel er in Ungnade, erhielt Auftritts- und Publikationsverbot. Die Stasi observierte ihn rund um die Uhr, während er im Westen gefeiert und geehrt wurde. Die Proteste gegen seine Ausbürgerung 1976 gelten als Anfang vom Ende der DDR. Eindringlich erzählt Biermann vom Vater, der als Jude und Kommunist in Auschwitz ermordet wurde, von der Mutter, die ihn aus dem Hamburger Bombeninferno rettete, vom väterlichen Freund Robert Havemann, mit dem er das Los des Geächteten teilte.

Wolf Biermann wird bei der Lit.Eifel am Mittwoch, 14. Juni, um 19.30 Uhr, im Zinkhütter Hof in Stolberg aus seiner Autobiographie „Warte nicht auf bessre Zeiten“ lesen. Foto: Hans Scherhaufer

Er wird die Lit.Eifel-Gäste in die absurde Welt der DDR-Diktatur mit ihren Auswüchsen, aber auch ihren täglichen Dramen menschlicher Widerständigkeit führen. Und er erzählt von seinen in den Westen geschmuggelten, im Osten heimlich kursierenden Liedern, deren „Verskunst, robuste Rhetorik und gewaltige Sprachkraft“ Marcel Reich-Ranicki lobte. Bei aller Heftigkeit des Erlebten lesen sich Biermanns Erinnerungen wie ein Schelmenroman in bester schweijkscher Manier.

Karl Wolf Biermann, geboren 1936 in Hamburg. ist ein deutscher Liedermacher und Lyriker. Er siedelte 1953 in die DDR über und veröffentlichte 1960 erste Lieder und Gedichte. Gegen den Brecht-Schüler, später dann scharfen Kritiker der SED und der DDR, wurde 1965 dort ein Auftritts- und Publikationsverbot verhängt. 1976 wurde ihm eine spätere Wiedereinreise aus der Bundesrepublik Deutschland nach einer zuvor genehmigten Konzerttour verweigert, und er wurde ausgebürgert. Die Ausbürgerung Biermanns löste in Ost- und Westdeutschland breite Proteste aus.

Der Eintritt zur Lesung kostet zwölf, ermäßigt sechs Euro. Alle Lit.Eifel-Termine und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.lit-eifel.de.

pp/Agentur ProfiPress

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