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Wird Karneval „mau“?

Karnevalisten halten die Fahne hoch und würden gerne feiern –  Planungslage aber stark von Unsicherheit geprägt – Aktuell wären 2.500 Menschen beim Zug mit „3Gs“ erlaubt – Niemand weiß, wie sich Inzidenzen und Corona-Vorgaben in der der fünften Jahreszeit konkret entwickeln – Vor allem Sitzungen brauchen immer Vorlaufzeit – Kurzfristig abzusagende Veranstaltungen können Vereine in finanzielle Nöte bringen

Mechernich – Tollitäten und Proklamationen wird es in dieser Session keine geben. Das gab das Gros der Karnevalisten beim Runden Tisch im Ratssaal bekannt. Für sie ist die Corona-Lage, vor allem Richtung in Richtung Wintermonate, zu stark von Unsicherheiten geprägt.

Mechernicher Karnevalsvereine trafen sich zum Runden Tisch im Rathaus. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Sollten die Feiern überhaupt stattfinden dürfen, wird vermutlich der karnevalistische Bürgermeisterempfang, zu dem der erste Bürger der Stadt, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick traditionell alle Karnevalsvereine im Stadtgebiet in die ehemalige St.-Barbara-Schule einlädt, in die Hochzeit des jecken Treibens – und damit in den Januar oder Februar – verschoben. Entscheidungen sollen beim nächsten Treffen der Karnevalisten-Runde gefällt werden, die für Donnerstag, 28. Oktober, 19 Uhr, im Ratssaal vereinbart wurde.

„Elf Karnevalsvereine“

Elf Karnevalsvereine nahmen an der jetzigen Sitzung teil. Darunter Weyerer Blömche, Fidele Morreköpp aus Floisdorf, Kommerner „Greesberger“, Festausschuss Mechernicher Karneval (FMK) , Prinzengarde Mechernich, Bleiföss, Lorbacher Rotröcke, Feytaler Jecken sowie jeweils Karnevalisten aus Vussem, Harzheim und Holzheim. 

Ralf Claßen (Mitte), Kämmerer und Dezernent der Stadt Mechernich moderierte die Veranstaltung. Constantin Hochgürtel (rechts) vom Ordnungsamt gab Auskunft über die aktuelle Corona-Schutzverordnung, Björn Wassong berichtete vom Kölner Karneval. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Ob Sitzungen für Klein und Groß, Straßenumzüge oder Sessionseröffnungen mit der Vorgabe „3G“ (getestet, genesen oder geimpft) erlaubt sind, werden die Inzidenzen der kommenden Wochen erst verraten. Constantin Hochgürtel vom Mechernicher Ordnungsamt erläuterte: „In der aktuellen Verordnung, die noch bis 19. September gilt, ist Karneval noch kein Thema.“ Die weitere Entwicklung müsse man daher abwarten.

Nach den derzeit gültigen Corona-Vorgaben dürften bis maximal 2.500 Menschen mit „3Gs“ im Freien feiern, folglich auch zum Karnevalszug kommen. Der Weg entlang des Zuges gelte dann als Veranstaltungsfläche, erläuterte Constantin Hochgürtel. Trotzdem stellt dies die Karnevalisten vor hohe Hürden: „Wie soll ich das kontrollieren?“, fragte Marcel Hembach, stellvertretender Vorsitzender des FMK.

Ein Teil der Karnevalisten-Runde im Rathaus. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Letztlich heißt es also abwarten und Kölsch trinken. „Diese Situation ist für die Vereine eine Katastrophe“, so Ralf Claßen, Kämmerer und Dezernent der Stadt, der den Runden Tisch der Karnevalisten moderierte. Denn wer jetzt plant, geht ein hohes finanzielles Risiko ein. Künstlergagen müssen bezahlt werden – ohne Einnahmen auf der Habenseite des Vereinskontos verbuchen zu können.

Mindestvorlaufzeit

Robert Schneider, Feytaler „Jeck“, gab eine Mindestvorlaufzeit von mindestens zweieinhalb Monaten zu bedenken, um größere Veranstaltungen vorbereiten zu können. Gänzlich entmutigen lassen, wollen sich die Mechernicher Karnevalsvereine aber nicht und halten am Fünkchen Hoffnung fest. Edith Emonds, Vorsitzende der Karnevalsfreunde in Holzheim: „Karneval feiern wollen wir alle.“

Ein anderer Teil der Karnevalisten-Runde im Rathaus. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Beispielsweise will die Prinzengarde gerne die Sessionseröffnung und Damensitzung durchführen, die „Bleifööss“ planen die Standquartiereröffnung und karnevalistischen Abend, die Holzheimer Karnevalsfreunde ihre Kindersitzung. Floisdorf wird eher spontan feiern, weil das Fest eher mit dorfeigenen Kräften bestückt wird, ähnlich auch Harzheim. Die Vussemer Karnevalisten zeigen sich flexibel und wollen die Sessionseröffnung draußen vor der Halle anbieten, Sitzung und Zug werden demnach aber ins Wasser fallen.

Der Festausschuss Mechernicher Karneval sagt das Gardetreffen ab, will aber die Sessionseröffnung im kleinen Rahmen anbieten und Sitzungen durchführen. „Wir haben noch Verträge laufen aus dem Jahr zuvor“, begründete Marcel Hembach. Allerdings könnte die Durchführung letztlich noch an Räumlichkeiten scheitern. Die Dreifachturnhalle ist vom Hochwasser betroffen, die St. Barbara-Schule wird gerade aufwendig saniert. Marcel Hembach resümiert: „Das Karnevalsleben wird in dieser Session in Mechernich wohl mau werden.“

Albert Meyer (vorne) und Marcel Hembach vom „FMK“ gehen im Moment davon aus, dass der Mechernicher „Zoch“ wegen Corona erneut abgesagt werden muss. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Kommern geht dagegen in die Vollen: „Unter Vorbehalt ist alles geplant wie vor Corona und wir gucken dann Stück für Stück, was alles gemacht werden kann“, so „Greesberger“-Vorsitzende Nicole Reipen. Die Eiserfeyer sehen einen „gemütlichen karnevalstischen Abend“ vor, in Weyer wird „Anno Pief“, die beliebte Sitzung, vorbereitet und dort ist man „auch guter Dinge“ das weitere Programm wie vor Corona gewohnt durchzuführen, wie Robert Schneider erläuterte.

Björn Wassong eingefleischter Karnevalist und „Jeck im Rähn“ hält die Hoffnung hoch: „Ich drücke uns allen ganz feste die Daumen, dass Karneval wieder stattfinden kann.“

pp/Agentur ProfiPress

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