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Winterdienst im Dauereinsatz

Ab 3.30 Uhr werden die Straßen im Gemeindegebiet geräumt und bestreut – Salz wird in Silos gelagert – Anlieger müssen werktags bis 7 Uhr Gehwege von Schnee und Eis befreit haben

Kall – Die Eifel liegt derzeit unter einer traumhaft schönen Puderzuckerschicht. Eigentlich kahle Laubbäume tragen scheinbar weiße Blätter. Ortschaften wie Wahlen oder Krekel bieten, von der Landesstraße 22 aus betrachtet, eine Postkartenidylle. Der Winter hat auch die Gemeinde Kall fest im Griff.

Für die 16 Mitarbeiter des Kaller Bauhofs bedeutet der Wintereinbruch, den Mitte Januar Tief „Egon“ beschert hat, aber Höchstarbeit. Beinahe rund um die Uhr sind sie im Einsatz. Nur zwischen 22 und 3.30 Uhr ruht die Arbeit im Bauhof.

Wie mit Puderzucker bestreut sehen die Bäume in der Gemeinde Kall derzeit aus. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Wie mit Puderzucker bestreut sehen die Bäume in der Gemeinde Kall derzeit aus. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Obwohl auch das nicht ganz richtig ist, denn bereits ab 3 Uhr macht sich einer der drei Einsatzleiter ein Lagebild an verschiedenen Orten im Gemeindegebiet. Ist es irgendwo glatt, werden ab 3.30 Uhr die ersten Streu- und Räumfahrzeuge auf die Straße geschickt. „Wir hatten schon darüber nachgedacht, dafür eine Wetter-App einzusetzen“, erzählt der stellvertretende Bauhofleiter Theo Dreßen. Das sei aber in einer Gemeinde wie Kall mit ihren topografischen Unterschieden nicht praktikabel. „Scheven liegt auf 360 Metern, Krekel auf 580 Metern – da kommt es vor, dass wir im Höhengebiet Einsätze fahren, während in Kall selbst alles in Ordnung ist“, berichtet Dreßen.

Aufgeteilt ist das Gemeindegebiet in sechs Bezirke. Zwei werden vom Bauhof betreut, zwei weitere von der Firma Schäfer aus Kall sowie jeweils einer von Ludwig Kluba aus Steinfelderheistert und Landmaschinen Frontzek aus Wahlen. Die Gemeinde selbst verfügt über zwei Streufahrzeuge und einen Deutz-Traktor sowie zwei Schneepflüge. Für den Einsatz auf Gehwegen und in schmalen Straßen verwendet der Bauhof zwei Schmalspurtraktoren. Alle Fahrzeuge können mit Schneeschiebern ausgerüstet werden. Und dann sind natürlich noch die Fußtrupps unterwegs, die an den Stellen räumen, wo die Fahrzeuge nicht hingelangen.

Salz kommt aus zwei 50-Kubikmeter-Silos

Die Zeiten der gewaltigen Salzberge sind im Kaller Bauhof längst Geschichte. Gelagert wird das Salz in zwei 50-Kubikmeter-Silos, die je 60 Tonnen Salz fassen. Die Streufahrzeuge fahren darunter und werden über einen Teleskopschlauch befüllt. Immer wieder werde Salz nachbestellt. Engpässe, wie sie vor einigen Jahren aufgetreten waren, seien derzeit nicht zu befürchten, versichert Dreßen.

Von der Landesstraße 22 aus sieht Wahlen aus wie ein winterliches Postkartenmotiv. Im Hintergrund ist Marmagen zu erkennen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Von der Landesstraße 22 aus sieht Wahlen aus wie ein winterliches Postkartenmotiv. Im Hintergrund ist Marmagen zu erkennen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Bei der Räumung muss der Bauhof Prioritäten setzen. „Bis 6 Uhr müssen wir den Innenhof der Post freigeräumt haben“, berichtet Dreßen. Auch der Busbahnhof, die Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof sowie die Bus- und Gefällestrecken müssen rechtzeitig von Schnee und Eis befreit sein. Da kann es vorkommen, dass einige Straßen erst später geräumt werden. „Wir können leider nicht überall sein“, sagt Dreßen.

Grundsätzlich sind dem Bauhof eisige Temperaturen mit über minus zehn Grad wie Mitte Januar lieber als Schneefall. „Dann kommen wir wenigstens mit den Freischneidearbeiten auf den Wirtschaftswegen voran“, erklärt Dreßen.

Gemeinde weist auf Streu- und Räumpflicht hin

Während die Gemeinde die Straßen und Bushaltestellen von Schnee und Eis befreit, sind die Bürger dafür verantwortlich, dass die Gehwege vor ihren Grundstücken geräumt werden. Von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind nach der Straßenreinigungssatzung sofort zu beseitigen, sobald es aufgehört hat zu schneien. Schneit es in der Nacht, müssen die Gehwege an den sechs Werktagen bis 7 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr geräumt und gestreut werden.

Die Mitarbeiter des Kaller Bauhofs sind aufgrund der Witterungsverhältnisse derzeit im Dauereinsatz. Ab 3.30 Uhr werden die Straßen im Gemeindegebiet geräumt und bestreut. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die Mitarbeiter des Kaller Bauhofs sind aufgrund der Witterungsverhältnisse derzeit im Dauereinsatz. Ab 3.30 Uhr werden die Straßen im Gemeindegebiet geräumt und bestreut. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die Gemeinde weist daraufhin, dass die Anlieger die Gehwege in einer für den Fußgängerverkehr erforderlichen Breite freizuhalten haben, und zwar so, dass an den Übergängen zu den Nachbarn eine durchgehend begehbare Fläche entsteht.

Der Schnee soll auf dem an die Fahrbahn grenzenden Teil des Gehweges aufgehäuft werden. Nur wenn das nicht möglich ist, darf er auch am Fahrbahnrand selbst gelagert werden – aber auch nur dann, wenn Fahrzeuge und Fußgänger nicht dadurch gefährdet werden. Nicht erlaubt ist es, den Schnee von Grundstücken auf die Straße zu schippen. Schnee, der Salz oder sonstige auftauende Mittel enthält, darf nicht auf Grünflächen oder Baumscheiben geschaufelt werden.

pp/Agentur ProfiPress

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