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Wie das Salz in der Suppe

„De Blaumänn“ bringen politische „Würze“ in den Mechernicher Zoch – 2020 feiert der „Club“ zwanzigjähriges Bestehen

Mechernich – Sie sind wie das Salz in der Suppe, denn „De Blaumänn“ bringen eine ordentliche Portion „Würze“ am Tulpensonntag in den Mechernicher Zoch.

Aus dem Mechernicher Karneval nicht wegzudenken: „De Blaumänn“ feiern 20-jähriges Bestehen. Foto: HokusFokus/De Blaumänn/pp/Agentur ProfiPress

Ob Windkrafträder in Kallmuth, Bleistaub auf den Wiesen, Ostring oder Bahnhofsdurchstich – die neunköpfige Truppe rund um den Mechernicher Ulrich Herrmann nehmen von Herzen gerne die politisch aktuellen und zum Teil heiß diskutierten Themen der Großgemeinde auf die karnevalistische Schippe.

„Fast Exoten“

„Politisches im Karneval aufzugreifen, gibt es heute ja leider immer seltener, da sind wir schon fast Exoten“, so „Blaumänn“ Armin Caspary.

Vor 20 Jahren zog die aus ehemaligen Soldaten der Bundeswehr bestehende Truppe das erste Mal im Mechernicher Traditionszoch mit. Seitdem verging keine Session ohne sie. Die Themen suchen sie sich selber aus und gestalten passend dazu auch ihr Motto und ihren Wagen.

„Dass bei den Themen meist der erste Bürger dieser Kommune, Herr Dr. Hans-Peter Schick, von der karnevalistisch karikierten Breitseite getroffen  wurde, ergab sich zwangsläufig“, gibt Herrmann schmunzelnd zu: „Der ‚Betroffene‘, selbst mit einer großen Portion Humor ausgestattet, hat sich aber immer davon angetan gezeigt.“

War es früher ein Bollerwagen, den die Blaumänn-Urgesteine Dieter Deuker, Norbert Schulze, Ralf Schenkel und Ulrich Herrmann im karnevalistischen Treiben hinter sich herzogen, haben sie mit den Jahren aufgestockt, denn mittlerweile ist es ein großer Anhänger, der bestückt werden will.

Blauer Overall und „Käppis“

Erkennbar sind die Blaumänner natürlich an ihren blauen Overalls („Blaumann“), hinzu kommen Schals und „Käppis“ auf dem Kopf. In den Taschen bereit halten sie dann ihre eigenen, passend zum politischen Thema gestalteten Orden, die sie an die Vorsitzenden der Vereine, die Tollität und den ersten Bürger der Stadt verteilen.

Jedoch geht das Engagement der Blaumänner auch über den Karneval hinaus. Anlässlich der 700-Jahr-Feier der Stadt Mechernich wurde seinerzeit einer der 700 Bäume gesponsert, die im Stadtgebiet gepflanzt wurden. Die „Fußball-Kids“ der AWO-Kindertagesstätte wurde mit Sport-T-Shirts unterstützt.

Kein Verein

All solche Projekte zu realisieren, dafür muss die Truppe mächtig was tun, denn die „Blaumänner“ sind nicht vereinsmäßig organisiert und können sich deshalb nicht von Haus aus auf Mitgliedsbeiträge verlassen. „Alles, was wir umsetzen, sparen wir selber an, wie etwa das Wurfmaterial und das Gebaute“, erklärt Caspary.

Sie bezeichnen sich selber als „Club“. Als „vernünftige“ Karnevalisten können sie ein „Standquartier“ vorweisen: das „Gardestüffje“. Die Zusammenkünfte übers Jahr finden jedoch nicht zwangsläufig regelmäßig statt, sondern eher auf Absprache und Zuruf. Gerne wird aber auch gemeinsam gemütlich gefeiert, so bei runden Geburtstagen oder sonstigen zünftigen Anlässen, zum Beispiel „wenn jemand zum Grillen einlädt“, so Herrmann. Im Terminkalender rot angestrichen und für alle gesetzt ist in jedem Falle aber die FMK-Sitzung in der Barbara-Schule, Im Sande.

Erst in der Karnevalszeit treffe man sich geregelt, wenn es denn dann auch ans Vorbereiten und Gestalten des Wagens geht.  Auch aktuell ist die Truppe kräftig am Werkeln.

Diesmal werden die einstigen Bundeswehrsoldaten Blaumänner wohl eine Litfaßsäule hinter sich herziehen. Darauf verewigt und zu lesen sein werden die zurückliegenden Schlagzeilen des närrischen Treibens. Schließlich dürfen die Männer stolz sein auf das Jubiläum.

pp/Agentur ProfiPress

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