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Westermann wirbt für Wagner

David Wagner liest bei der Lit.Eifel aus seinem preisgekrönten Roman „Der vergessliche Riese“ – Veranstaltung am Mittwoch, 7. Oktober, um 19.30 Uhr im Gymnasium Am Turmhof in Mechernich – Lob beim Festival-Auftakt

Mechernich – Die bestmögliche Werbung machte Christine Westermann bei ihrer Lit.Eifel-Auftaktveranstaltung in der Basilika in Steinfeld: David Wagner, so die Literatur-Kritikerin, sollte man sich nicht entgehen lassen. Ihr Mann Jochen Baller lobte sogar die gesamte Lit.Eifel, die sich vor großen Festivals wie der Lit.Cologne keineswegs verstecken brauche.

Nun ist es also an den Zuschauern, dem Aufruf von Christine Westermann Folge zu leisten. Denn der mehrfach preisgekrönte Autor David Wagner liest am Mittwoch, 7. Oktober, 19.30 Uhr, aus seinem Roman „Der vergessliche Riese“. Die Veranstaltung findet statt in der Aula des Gymnasiums Am Turmhof, Nyonsplatz 1, 53894 Mechernich.

David Wagner liest am Mittwoch, 7. Oktober, 19.30 Uhr, im Gymnasium Am Turmhof aus seinem Roman „Der vergessliche Riese“. Foto: Linda Rosa Saal/pp/Agentur ProfiPress

In „Der vergessliche Riese“ erlebt eine Familie einen Rollentausch: Der Vater, zweifach verwitwet, ist wieder Kind geworden. Er braucht Betreuung und wird sein Haus verlassen müssen, denn er vergisst, was gerade eben noch gewesen ist. Immer wieder erzählt er seine Liebesgeschichten, und manchmal phantasiert er. Hilfe findet er bei seinem Sohn, der sich um ihn kümmert.

Mit „Der vergessliche Riese“ schafft David Wagner etwas, das sehr kostbar ist: Er zeigt einen Menschen, der – obwohl er nur noch in der Gegenwart lebt und allmählich verschwindet – unverwechselbar bleibt mit all seinen liebenswerten Eigenheiten und den Erinnerungen, die er noch hat.

Die Zärtlichkeit, die der Erzähler ihm bei seinen Besuchen und auf zahlreichen Autofahrten zu Orten der Vergangenheit entgegenbringt („Hier haben wir gewohnt, Papa; hier hast du gearbeitet; hier bist du aufgewachsen“), berührt tief, auch die Geduld, der Humor, das Ausbleiben von Hadern und Wut. Ganz leise, fast unmerklich, schreitet die Demenz voran, doch sie verläuft hier ohne Schrecken. Der alte Galan, den seine Brüder wie früher Valentino nennen, ist glücklich, obwohl er weiß, was mit ihm ist. Und es entsteht eine besondere Nähe zwischen Vater und Sohn.

David Wagner, 1971 in Andernach im Landkreis Mayen-Koblenz geboren, debütierte vor 20 Jahren mit dem Roman „Meine nachtblaue Hose“. Es folgten der Erzählungsband „Was alles fehlt“, das Prosabuch „Spricht das Kind“, die Essaysammlungen „Welche Farbe hat Berlin“ und „Mauer Park“, die Kindheitserinnerungen „Drüben und drüben“ (mit Jochen Schmidt), der Roman „Vier Äpfel“, der 2009 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand, und „Ein Zimmer im Hotel“.

In „Der vergessliche Riese“ schildert David Wagner die Geschichte über einen durch Demenz ausgelösten Rollentausch zwischen Vater und Sohn. Dafür erhielt der Autor 2019 den Bayerischen Buchpreis. Foto: Rowohlt/pp/Agentur ProfiPress

2013 wurde ihm für sein Buch „Leben“, in dem er seine Erfahrung einer durch eine Autoimmunhepatitis nötige Lebertransplantation schildert, der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen, 2014 erhielt er den Kranichsteiner Literaturpreis und war erster „Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor für Weltliteratur“ an der Universität Bern. „Der vergessliche Riese“ brachte ihm 2019 den Bayerischen Buchpreis und eine Platzierung auf der Shortlist für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ein. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt. Er lebt in Berlin.

Der Eintritt zur Lit.Eifel-Lesung kostet zwölf, ermäßigt sechs Euro. Tickets gibt es unter anderem online bei Ticket Regional. Weitere Informationen und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.lit-eifel.de. Die Lit.Eifel und die Örtlichkeiten halten sich natürlich an die aktuellen Vorschriften der Corona-Schutzverordnung. Besucher werden gebeten, an ihre Mund-Nasen-Bedeckung zu denken.

pp/Agentur ProfiPress

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