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Werke erzählen von Flucht & Freiheit

Ausstellung „Wir sind hier! Wie erlebe ich Deutschland als Flüchtling“ ist noch bis zum 24. Februar im „Casino“ Mechernich, Friedrich-Wilhelm-Straße 20, zu sehen – Eine in einen Käfig gesperrte Friedenstaube teilt sich die Leinwand mit dem Wort „Menschenrechte“

Mechernich – Wellen schlagen gegen das hoffnungslos überfüllte Boot und angsterfüllt klammern sich die Menschen an Bord aneinander. Mit nur wenigen Pinselstrichen gelang es den Geflüchteten, die erst vor kurzer Zeit nach Deutschland gekommen sind, die Eindrücke ihrer Flucht und ihrer neuen Heimat auf Leinwand zu bannen. “Wir sind hier! Wie erlebe ich Deutschland als Flüchtling” lautet der Titel der Ausstellung, die diese Gefühle derzeit im Mechernicher „Casino“ für alle Besucher erlebbar macht.

Gefühle in Bilder gefasst

“Vor zwei Jahren ist die Idee entstanden, gemeinsam mit Flüchtlingen zu malen und die Ergebnisse auszustellen. Es ist nicht immer leicht, die eigenen Gedanken und Eindrücke in Worte zu fassen, ein Bild kann deutlich mehr offenbaren”, berichtete Marita Rauchberger, Leiterin der Galerie Eifelkunst in Gemünd.

Lena Winter (Caritas, v.l.), Andreas Funke (Flüchtlingsseelsorge), Alexander Neubauer (Caritas) und Marita Rauchberger (Leiterin der Galerie Eifelkunst) präsentieren im Mechernicher “Casino” einer Ausstellung zum Thema “Wie erlebe ich Deutschland als Flüchtling?“ Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Insgesamt 25 Hobbymaler, die laut der Initiatorin teilweise nie zuvor einen Pinsel in der Hand gehalten hatten, zeigten sich begeistert von dieser Idee und ließen ihrer Kreativität freien Lauf.

Andreas Funke von der Flüchtlingsseelsorge erklärte: “Neben prägenden Erlebnissen während der Flucht zeigen die Gemälde häufig bunte Blumen oder schneebedeckte Landschaften. Viele Teilnehmer kennen aus ihrer alten Heimat oft nur die Wüste und sind überwältigt von der Pflanzenvielfalt in Deutschland.”

Menschenrechte & Stacheldraht

Auch das Thema Menschenrechte wurde von den Flüchtlingen in ihre Kunstwerke aufgenommen. So ziert beispielsweise Jean Jacques Rousseaus Zitat: “Die Freiheit eines Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will” den Mittelpunkt eines Gemäldes. Eine Bildhälfte zeigte zudem Verbote der alten Heimat, die andere spiegelte dagegen die in Deutschland herrschenden Gesetze wider. Eine in einen Käfig gesperrte Friedenstaube und ein breiter Stacheldrahtzaun teilen sich so eine Leinwand mit den Symbolen aller großen Weltreligionen und dem Wort “Menschenrechte”.

“Die Angst vor einer ungewissen Zukunft und die Hoffnung auf ein besseres Leben gehen oftmals Hand in Hand”, so Funke. Die Bilder zeigten auf eindrucksvolle Weise, welch ein Gefühlschaos eine Flucht und das anschließende Leben in einem fremden Land in einem Menschen hervorrufen kann.

Stacheldraht und eine eingesperrte Friedenstaube in ihrer alten Heimat stehen bei den Bildern der Flüchtlinge der Glaubensfreiheit und den Menschenrechten in Deutschland gegenüber. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Ausstellung noch bis 24. Februar

Wer selbst einen Blick auf die Werke der Geflüchteten werfen möchte, hat dazu Gelegenheit: bis Sonntag, 24. Februar, im Casino Mechernich, Friedrich-Wilhelm-Straße 20. Die Ausstellung „Wir sind hier! Wie erlebe ich Deutschland als Flüchtling“ ist immer montags bis freitags zwischen 9 Uhr und 17 Uhr geöffnet.

pp/Agentur ProfiPress

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