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Wer will Baumpate werden?

40 neue Eichen, Buchen und Ahörner für Kallmuth – Jetzt werden Familien, Frauen und Männer gesucht, die ein Auge auf die jungen Bäume werfen und sie bei Trockenheit gießen

Mechernich-Kallmuth – Nachdem Kallmuth bereits das denkmalreichste Dorf der Eifel geworden ist – dank an allen Ortsein- und Ausgängen aufgestellten selbstgeschaffenen und von dem Künstler Franz Kruse entworfenen Skulpturen und Tafeln – schickt sich die in mehrfacher Hinsicht ganz außergewöhnliche 350-Einwohner-Ortschaft nun an, die an frischgepflanzten Laubbäumen reichste Siedlung im Stadtgebiet zu werden.

Alexander Schröder und Marcel May (v.l.) vom städtischen Mechernicher Bauhof beim Baumpflanzen am Saum des Kallmuther Friedhofs. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Diesen Herbst und Winter sind allein über 40 Eichen, Buchen, Ahörner und andere heimische Laubhölzer in die Erde gekommen – an den Ortseingängen jeweils ein kräftiger Solitär und im neuen Baumgräberfeld auf dem Kallmuther Friedhof wurden 33 ebenfalls bereits ansehnliche Pflanzbäume fachgerecht gesetzt und mit Drainagen und Dreipunkthalterung an Pfählen versehen.

Bauhof und Stadt sind behilflich

Bei den Pflanzungen war der städtische Mechernicher Bauhof gerne behilflich, auch bei der Anschaffung des Pflanzgutes griff die Kommune der rührigen Dorfgemeinschaft unter die Arme. Weitere Bäume sollen im Zuge örtlicher Patenschaften von Familien übernommen werden, die sie im Auge behalten und pflegen und in Trockenzeiten gießen. 

Bislang hat Ortsbürgermeister Robert Ohlerth sieben Paten gefunden, aber er sucht und braucht noch deutlich mehr Mitbürger, die sich bei der Begrünungs- und Pflanzaktion für ihr Heimatdorf Kallmuth beteiligen. „Auch für die 33 Bäume im Friedhofswald suchen wir Paten“, so der Ortsvorsteher: „Sie sollen sich zunächst einmal um die Bäume kümmern, bis sie gut angewachsen sind und gedeihen.“

Auch Ortsbürgermeister Robert Ohlerth griff beim Pflanzen der bislang ersten 40 Bäume im Ort und auf dem Friedhof zu „Schöpp unn Hau“. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Auch für das tausend Quadratmeter große Baumgräberfeld bevorzugt Ohlerth eine Familiennutzung: „Man sollte beim städtischen Friedhofsamt einen Familienbaum übernehmen können, unter dem dann nach und nach die Urnen versterbenden Angehöriger bestattet werden.“ Gleichwohl sollten auch Einzelpersonen und Paare Baumgrabstätten für sich beanspruchen können, so der Kallmuther „Sheriff“.

Baumgräber im Dorf

„Aber noch ist nicht genau ausgetüftelt, wie man das satzungstechnisch ausgewogen und praktikabel hinbekommt“, so Robert Ohlerth im Gespräch mit dem Mechernicher „Bürgerbrief“. Gepflanzt wurden bislang vorwiegend Elsbeeren, Eichen, Buchen und Ahorn. Sie sollen binnen zehn Jahren zu einem Friedhofswald heranwachsen.

Um die Solitäre an den Ortseingängen und Ausgängen von Kallmuth wurden Drainagerohre angebracht, die ein regelmäßiges effektives Tränken in Trockenzeiten – oder wie hier unmittelbar nach der Pflanzung durch Heinz Jansen – ermöglichen. Der Landwirt fuhr mit Traktor und Wasserfass die Neupflanzungen an. „Auf dem neuen Baumgräberfeld des Friedhofs wollen Bauhofchef Reiner Metternich und sein Stellvertreter Frank Hutsch einen Wasseranschluss installieren, damit wir die 33 Bäume mit dem Schlauch gießen können“, so Robert Ohlerth. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Das Projekt „Friedwald auf dem eigenen Dorf“ sieht auch Christian Habrich von der städtischen Friedhofsverwaltung positiv: „Menschen, die jetzt in den weit entfernten Friedwald gehen, bleiben vielleicht mit solchen Angeboten im Stadtgebiet.“

Wer eine Baumpatenschaft übernehmen will, sollte sich mit Robert Ohlerth in Verbindung setzen, 02484/1331.

pp/Agentur ProfiPress

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