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Wer will „dicken Schlitten“ fahren?

Mechernichs Traditionsunternehmen Schäfer-Reisen und Agentur für Arbeit warben für die Ausbildung zur „Fachkraft im Fahrbetrieb“ – Der Busfahrer von einst ist heute ein Multitalent mit spannendem Arbeitsplatz

 

Einsteigen und Mitfahren zum neuen Ausbildungsplatz: Guido Bauer (l.) und Johannes Klapper hoffen auf einen geeigneten „Mitfahrer“. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Wer bringt Mechernichs Kinder zur Schule? Wer chauffierte etliche hundert Eifeler zur „grünen Woche“ nach Berlin? Und wer wird in den nächsten Monaten wieder zahlreiche Erholungssuchende aus der Region sicher an den Strand oder ins Kurbad fahren? Richtig: die Busfahrer. Doch als „Traumberuf“ wird die verantwortungsvolle Tätigkeit heute kaum mehr angesehen. 

Auf der Suche nach einem geeigneten Auszubildenden gingen das Mechernicher Traditionsunternehmen Schäfer-Reisen und die Agentur für Arbeit nun unkonventionelle Wege: Am bundesweiten „Tag des Ausbildungsplatzes“ luden sie die Pressevertreter zu einer Busfahrt rund um Mechernich ein. Dabei symbolisierte der für die Kampagne ausgewählte luxuriöse Reisedoppeldeckerbus aus der Schäfer-Flotte den Wandel, der auch dem Berufsbild des Busfahrers beschieden ist. Der Busfahrer von einst nennt sich heute „Fachkraft im Fachbetrieb“ und ist ein Multitalent mit einem vielseitigen Arbeitsplatz.

Dass es nicht damit getan, nur im Cockpit eines 350-PS-Fahrzeugs zu sitzen, wenn man diesen anerkannten Ausbildungsberuf in der vorgeschriebenen dreijährigen Lehrzeit erlernen will, stellte Guido Bauer, Geschäftsführer der Firma Schäfer Reisen, klar. Die Beratung von Fahrgästen und der Umgang mit Beschwerden, Marketing, kaufmännische Betriebsführung sind ebenso Ausbildungsinhalte wie das Erstellen von Fahrplänen, die Disposition des Fahrbetriebes und die technische Überprüfung und kleinere Wartungsarbeiten an Fahrzeugen. „Wer sich bewerben möchte“, so Bauer, „der muss einen guten Hauptschul- oder Realschulabschluss mitbringen und mindestens 18 Jahre alt sein.“ Mathematik-Kenntnisse sind Voraussetzung, um Fahrtkosten berechnen zu können, Englisch, um sich auch mit fremdsprachigen Fahrgästen oder im Ausland verständigen zu können.

Wer mit 18 Jahren den Omnibusführerschein macht, darf zunächst nur im Linienverkehr und Strecken von maximal 50 Kilometern fahren. „Erst ab 20 Jahren ist dann ein Einsatz im Schülerverkehr und im nationalen Reiseverkehr möglich“, so Bauer weiter. Parallel zur Ausbildung im Betrieb der Firma Schäfer müssen die angehenden Fachkräfte zum Blockunterricht in die Berufsschule in Köln-Deutz.

„Wir suchen einen Kandidaten, der in maximal 50 bis 70 Kilometern Entfernung wohnt“, nennt Guido Bauer ein weiteres Kriterium. „Wir hatten Bewerber von sehr weit her. Da käme zu der Ausbildung, die ja schon ein großer Schritt im Leben der jungen Leute ist, auch noch das selbstständige Leben in einer neuen Umgebung hinzu“, begründet er seine Hoffnung darauf, dass ein junger Mann oder auch eine junge Frau aus der Region sich für den Ausbildungsplatz interessiert.

„Meiner Meinung nach ist der Beruf als Fachkraft im Fahrbetrieb bei der Firma Schäfer doch ein serviceorientierter Allround-Job für junge Leute, die immer schon große Schlitten fahren wollten“, meinte Johannes Klapper, Chef der Brühler Arbeitsagentur. Seiner Erfahrung nach beschränkten sich Jugendliche bei der Ausbildungssuche auf nur wenige Berufe. Klapper: „Dabei gibt es über 350 anerkannte  Ausbildungsberufe. Muss es denn tatsächlich der Mechatroniker oder Mechaniker sein? Ist die Vorliebe für das Automobil nicht vielleicht auch in anderen Berufsfeldern zu befriedigen?“

 „Wenn die Chemie zwischen uns stimmt, wird der Auszubildende natürlich nach der Lehrzeit übernommen“, eröffnet Guido Bauer eine weitere Option.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

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