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Weiße Fahne nach drei Schuss

Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Musketier Maxi Brucker lieferten sich ein witziges Wortgefecht – Esser ließ Brucker von Rathausmitarbeiterinnen entführen – Am Ende hatte er aber keine Chance

Kall – Und dann war Maxi Brucker, der Standartenträger der Musketiere, weg. Bezirzt und entführt von den Sirenen im Kaller Rathaus. Doch als die Musketiere den elendigen Hilferuf ihres Kameraden vernahmen, stürmten sie los und drangen über das Treppenhaus zum Entführten vor, den sie befreiten.

Mit dem Mut der jungen Jecken hatte Bürgermeister Hermann-Josef Esser nicht gerechnet. Was zunächst nach einem cleveren Schachzug aussah – denn Maxi Brucker war beim Sturm auf das Rathaus auch als Wortführer der Angreifer auserkoren, den es deshalb mundtot zu machen galt –, bedeutete schlussendlich den Anfang vom Ende des Esser’schen Regimes.

Mit schwerer Artillerie griff die Prinzengarde der Löstige Bröder Kall den Beamtenbunker an, den sie „in Schutt und Asche“ legen wollten. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Noch mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch, weil er überrumpelt worden war, forderte Brucker den „Blangemer Roothuusräuber“ auf, sich zu ergeben. Notfalls würde die Prinzengarde das Rathaus mit der Kanone in Schutt und Asche legen.

Doch Esser parlierte geschickt. Ein neues Rathaus käme ihm sehr gelegen, deshalb sei der angedrohte Angriff sehr willkommen. „Darüber hinaus freuen sich die weiblichen Mitarbeiter auch auf eine neue Einbauküche“, spielte Esser auf die Tatsache an, dass Maxi Brucker Filius der Inhaber von Möbel Brucker ist.

Schweren Herzens, wie man klar erkennen kann, ergab sich Bürgermeister Esser und schwenkte nach dem dritten Kanonenschuss die weiße Fahne. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Doch Brucker setzte dem Wortgeplänkel ein Ende. Wenn der Kuchen spreche, hätte der Streusel gefälligst ruhig zu sein, warf er dem Bürgermeister entgegen. Dem Kanonier gab der Musketier die Anweisung zum Feuern. Und nach drei Schüssen schwenkte Esser dann auch die weiße Fahne und ließ sich in Ketten gelegt von der Prinzengarde abführen. Das Rathaus übergab er bis Aschermittwoch an die Jecken aus Kall.

Die waren zahlreich erschienen. Abordnungen der Karnevalsvereine samt Tollitäten unterstützten den Angriff der Prinzengarde. Selbst ein um den krank gewordenen Bauer dezimiertes Dreigestirn der St.-Nikolaus-Schule war spontan hinzugestoßen.

Nach einer nur vier Monate währenden Amtszeit wurde Hermann-Josef Esser von den Prinzengarde abgeführt. Gerüchteweise hat er ab Aschermittwoch aber wieder das Sagen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Bei Minustemperaturen im Schatten des Rathauses tanzten auch die Kallbachmücken und die Möhnen der „Löstigen Bröder“. „Hättet ihr das Haus der Begegnung nicht hier vorne hinbauen können? Dann stünden wir hier in der Sonne“, meinte Thomas Becker, Vorsitzender des Kinderkarnevals Sistig.

Dass an Weibertag das vermeintlich schwache Geschlecht das Sagen hat, merkte Kalls Kinderprinz Robin I. (Sträußl) während seiner Begrüßung der Jecken. Er wurde von Kinderprinzessin Hanna I. (Goebel) und Prinzessin Claudia I. (Blum) zum Schweigen gebracht: Schließlich sei Weibertag, und an dem wollen es die beiden Mädels „richtig krachen lassen“.

Dutzende Jecken, darunter auch das dezimierte Dreigestirn der St.-Nikolaus-Schule Kall, verfolgten an Weiberdonnerstag den Sturm auf das Rathaus. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Nach dem Rathaussturm lud Bürgermeister Esser die Karnevalisten zum Umtrunk in den Ratssaal. Während die „Löstige Bröder“ anschließend noch die Nikolausschule besuchten, ging es für das über die tollen Tage entthronte Gemeindeoberhaupt und zahlreiche andere Jecken zur Karnevalsparty im Saal Gier.

pp/Agentur ProfiPress

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