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Weihnachtsbaum-Mission in Weyer

Schmucke Nordmanntanne ziert jetzt den Vorplatz am Rathaus

Mechernich/Weyer – Acht Uhr morgens in Weyer. Der Dunst der kalten Novembernacht liegt noch über dem 750-Seelen-Dorf. Fünf Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben an diesem Morgen Großes vor. Das Objekt ihrer Begierde steht zu dieser Stunde noch fest verwurzelt im Vorgarten der Familie Müller.

Groß, breit und prächtig präsentiert sich die Nordmanntanne aus Weyer vor dem Rathaus. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Groß, breit, einfach prächtig präsentiert sich die Müllersche Nordmanntanne und ist bis in die Spitzen bestens geeignet als schmucker Weihnachtsbaum für den Rathausvorplatz. 25 Jahre durfte er in dem Vorgarten des hell geklinkerten Hauses wachsen und gedeihen. Die Familie hatte ihn einst eigenhändig gepflanzt. Nun ist es an der Zeit Abschied zu nehmen.

Ursula Müller und Familie stifteten den diesjährigen Weihnachtsbaum. Im Vorgarten zurück bleiben nur der Stumpf und viele Späne. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Besitzerin Ursula Müller hat bereits das Handy gezückt, um den Moment in Bildern und Videos für ihre Familienalben festzuhalten. „In Sekunden war der Stamm durch, das ging zack-zack“, sagt sie überrascht. Nur kleine Hügel voller Späne und der Baumstumpf mitsamt Wurzelwerk bleiben von dem großen Gewächs zurück.

1,2-Tonnen-schweres „Paket“

Das 1,2-Tonnen-schwere „Paket“ schwebt derweil schon längst am Haken und hoch über den Dächern von Weyer. Festgezurrt auf einem überlangen Anhänger wird der Mechernicher Weihnachtsbaum für die Adventszeit 2020 dann von der Polizei durch den morgendlichen Verkehr eskortiert.  

Während der Baumstamm in das für ihn vorgesehene Loch vor dem Rathaus justiert wird – ähnlich dem Faden, der durch ein Nadelöhr gebracht werden muss – geht es ruhig und gelassen zu. „Kannst Du noch ein kleines bisschen rechts“, hört man die fragenden Kommandos, die an den Schwerlast-Kranführer gerichtet sind. Wer zu Hause schon mal einen Tannenbaum im Kleinformat gerade aufgestellt hat, weiß, wie diffizil das ist und filigran man vorgehen muss.

Ein Schwerlastkran hievt die 1,2-Tonnen-schwere Nordmanntanne in die richtige Position vor dem Rathausgebäude. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Gut Ding will also auch hier Weile haben. So wird um Zentimeter in der Ausrichtung bei dem etwa acht Meter hohen Tannenbaum gefeilt. Bis alles eben perfekt sitzt. Kranführer Matthias Müller, der seine Tätigkeit schon seit Jahrzehnten ausführt, hat trotz der aufwändigen Aktion nicht eine Schweißperle auf der Stirn stehen. „Ob Baum, Wand, Auto, Gartenhütte oder Klavier dranhängt“, sei grundsätzlich das gleiche, erklärt er. Man müsse einfach immer aufpassen, zum Beispiel auch auf Passanten, und exakt arbeiten.

Die Nordmanntanne wurde in Weyer bei Familie Müller frisch abgeholzt und dann verladen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Auch Baumstifterin Ursula Müller hat sich derweil unter die Schaulustigen des Spektakels gemischt. Auf dem Weg zur Arbeit habe sie mal eben kurz schauen wollen, wie sich ihre einstige Vorgarten-Tanne jetzt vor dem Rathaus macht. Sie ist zufrieden mit dem Anblick, der sich ihr bietet, und es scheint so, als ob sie auch ein kleines bisschen stolz ist: „Er sieht größer aus und hübsch.“

Lichtblick in dieser Zeit

Sie findet es schön und lobenswert, dass die Stadt Mechernich trotz Pandemie an der Weihnachtsbaum-Tradition festhält. „Es ist so wichtig, dass es einen Weihnachtsbaum in dieser Corona-Zeit gibt“, sagt Müller aus tiefstem Herzen. So als Lichtblick in dieser Zeit.

„So, fertig, alles prima geklappt“, ziehen auch die Bauhof-Männer nach getaner Arbeit eine zufriedene Bilanz rund um den ereignisreichen Vormittag und die Weyerer Weihnachtsbaum-Mission.

Bauhof-Mitarbeiter zurren den Baum auf dem Anhänger für den Transport gut fest. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Der stellvertretende Bauhofleiter Alexander Schröder ist indes schon fast ein alter Hase in Sachen Mechernicher Weihnachtsbau, denn er hat schon mindestens fünf Tannenbäume im Namen der Stadt vor dem Rathaus mitaufgestellt. Sein Kollege Stefan Mertens kann den Erfahrungswert sogar noch überbieten: „Bestimmt zehn“, zählt er in der Summe.

Egal wie viele es bisher auch waren. Sicher ist, auch diesmal wird er die Welt in Mechernich wieder ein bisschen heller machen und gefühlt wie ein Fels in der Brandung stehen, gerade in dieser Vorweihnachtszeit, die Corona-bedingt nicht wie alle anderen sein wird und nicht sein kann.

pp/Agentur ProfiPress

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