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Was passiert zwischen Acker und Steckdose?

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) bot erste Lehrerfortbildung zum Thema Bioenergie an – „Thema brennt unter den Nägeln“

 

Die Teilnehmer der Lehrerfortbildung am DLR Eifel machten eine praktische Exkursion zum Betrieb der Familie Billen in Kaschenbach. Foto: BLE/pp/Agentur ProfiPress

Bitburg – Mit Bioenergie befassen sich nicht nur Kommunen, Land- und Forstwirtschaft. „Ich bringe die erneuerbaren Energien im Biologie-Leistungskurs zur Sprache. Es ist einfach ein Thema, das unter den Nägeln brennt“, begründet einer der insgesamt 18 Lehrer von weiterführenden Schulen aus der gesamten Region Trier, warum auch er an der ersten Lehrerfortbildung des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Eifel in Bitburg und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zum Thema Bioenergie teilgenommen hat. Was passiert eigentlich zwischen Acker und Steckdose? Antwort auf diese und viele andere Fragen erhielten die Lehrer von den Bioenergie-Experten der BLE.

„Ob aus Energiepflanzen oder in flüssiger Form aus Raps – Bioenergie ist im Kommen“, erklärten Elmar Eilbrecht und Dr. Herbert von Francken-Welz.  Was früher liegen gelassen worden sei, finde heute Verwertung. Etwa Obstbäume, die nach einigen Jahren keinen Ertrag mehr brächten, nannte Eilbrecht ein Beispiel für den „Rohstoff“.

Nachdem sie am Vormittag viel Theoretisches über Bioenergie und Biogasanlagen erfahren hatte, stellten die Lehrer beim Rundgang über den Betrieb der Familie Billen in Kaschenbach fest: „Für das Verständnis dieses ganzen Kreislaufsystems ist es wertvoll, eine solche Anlage einmal besichtigt zu haben.“ Arno Billen betreibt gemeinsam mit seinem Bruder und Cousin den Betrieb, der mit Ackerbau (220 Hektar Nutzfläche), Milchvieh, einer 170 kWpeak Photovoltaikanlage und eben der Biogasanlage den Kreislauf des umweltfreundlichen Wirtschaftens beispielhaft erklärt.

„Mit unserer 300 kW-Biogasanlage beliefern wir das Nahwärmenetz für elf Haushalte“, so Billen. Dafür braucht es jede Menge Maissilage, Grassilage, Corn-Cob-Mix und Gülle. Die Gülle kommt vom betriebseigenen Vieh, die Gärreste aus der Biogasanlage dienen als Dünger für den betriebseigenen Ackerbau. Billen hat viele Schulklassen zu Gast auf seinem Betrieb. „Es ist wichtig, dass Schüler Landwirtschaft einmal live erleben. So lernen sie die Abläufe verstehen“, animierte er die Lehrer, mit ihren Schülern Bauernhöfe zu besuchen.

Landwirtschaft zum Anfassen

„Ich glaube, gerade so eine Exkursion bietet den Schülern eine tolle Gelegenheit, das Kreislaufsystem zu verstehen, das hinter einer landwirtschaftlichen Biogasanlage steht“, so eine Lehrerin aus Bernkastel.

Fermenter, Gasmotor, Fernwärmeleitung: Es steckt viel Technik hinter einer Biogasanlage. Ob das Thema daher eher Jungen und männliche Jugendliche interessiert? „Das denke ich nicht. Wenn man von Anfang an spannend und anschaulich erklärt, interessieren sich alle Schüler dafür. Besonders auch, wenn sie an einem praktischen Beispiel sehen, was dabei an Energie erzeugt wird“, sagt ein junger Chemielehrer aus Traben-Trarbach. An seiner Schule kann das Thema Klimawandel und Klimaschutz als Wahlfach in der Oberstufe belegt werden.

In der Region Trier steht für Schülerexkursionen zu landwirtschaftlichen Betrieben eine Vielzahl an Betrieben zur Verfügung. Fast 100 Bauern- und Winzerhöfe engagieren sich im Projekt „Landwirtschaft und Weinbau zum Anfassen“ und gewähren Schülern vor Ort einen realistischen Einblick in Landwirtschaft und Weinbau.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

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