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Was geschieht, wenn wir jemandem begegnen?

Mit Judith Hermann kommt eine der bedeutendsten zeitgenössischen Erzählerinnen zur Lit.Eifel – Die in Berlin lebende Autorin liest aus „Lettipark“ am Mittwoch, 26. September, 19.30 Uhr, in der Clara-Fey-Schule, Malmedyer Straße 2, 53937 Schleiden – Sondergruppentickets für Schüler

Schleiden – Mit Judith Hermann kommt eine der bedeutendsten zeitgenössischen Erzählerinnen zur Lit.Eifel. Mit ihrem fulminanten Debüt „Sommerhaus, später“, setzte sie überraschend frische erzählende Akzente und belebte damit das Genre der Kurzgeschichte vollkommen neu. Die in Berlin lebende Autorin wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Kleist-Preis und der Friedrich-Hölderlin-Preis.

Bei der Lit.Eifel-Lesung am Mittwoch, 26. September, 19.30 Uhr, in der Clara-Fey-Schule in Schleiden, liest sie aus ihrem jüngsten Erzählband „Lettipark“. Darin spürt sie den Fragen nach: Was geschieht, wenn wir jemandem begegnen? Und wie nah können wir den Menschen sein, die wir lieben?

Judith Hermanns Figuren sind manchmal ganz schutzlos. Umso intensiver sind ihre Begeg­nungen mit anderen, geliebten, fremden Menschen. Diese Momente geschehen unaufgeregt und entfalten unter der Oberfläche eine existentielle Wucht. In ihren Erzählungen spürt die Autorin diesen Momenten nach, der Einsamkeit und Wut und Sehnsucht.

Durch einen Blick, eine Berührung entsteht eine plötzliche Nähe, oder Menschen entfernen sich voneinander. Kinder, Exzentriker, ein Vater, der aus der Psychiatrie verschwindet – Menschen kreuzen unseren Lebensweg, begleiten uns, machen uns glücklich und bleiben unfassbar.

Mit Judith Hermann kommt eine der bedeutendsten zeitgenössischen Erzählerinnen in die Nordeifel. Bei der Lit.Eifel-Lesung am Mittwoch, 26. September, 19.30 Uhr, in der Clara-Fey-Schule in Schleiden, liest sie aus „Lettipark“. Foto: Gaby Gerster/pp/Agentur ProfiPress

Ein Fotograf betrachtet seinen Adoptivsohn, interessiert und distanziert, wie eines seiner Bildmotive, und seine Frau sieht diesen Blick. Vielleicht wird darüber alles zerbrechen. Ein alter Mann denkt an eine lange Reise nach Nantucket, die viele Jahre zurückliegt, zu Freunden, in ein Haus, das erst in Umrissen existierte. Walter hatte für ihn dieses Haus mit Worten in die Luft gezeichnet. Er glaubt, sich an eine Umarmung zu erinnern, zum Abschied.

Seit ihrem großen Debüt-Erfolg „Sommerhaus, später“ ist Judith Hermann berühmt für ihren unverwechselbaren Ton, die Eleganz und Schönheit ihrer Sprache. In ihren neuen Erzählungen setzt sie so konzentriert wie leicht die Worte, zwischen denen sich das unfassbare Drama der Existenz zeigt.

In ihrer Erzählung „Sommerhaus, später“, aus der sie auch rezitieren wird, zählt derzeit zur Pflichtlektüre und zum Abitur-Kanon in NRW. Schulischen Kursgruppen, die die Lit.Eifel-Lesung besuchen möchten, erhalten einen Sondergruppenpreis in Höhe von 3 Euro pro Person. Diese können über den Ticketservice bezogen werden. Eine gestempelte Schulbescheinigung ist an der Abendkasse vorzulegen.

Der Eintritt zur Lesung kostet ansonsten zwölf, ermäßigt sechs Euro. Weitere Informationen und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.lit-eifel.de.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

 

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