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„Von wegen Rechts“

Stadt Mechernich setzt mit Bündnis ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus und für eine offene Gesellschaft

Mechernich – Wer den Kopf gen Himmel hebt, wenn er vor dem Rathaus steht, dem fällt ein großes Plakat auf dem Balkon des Verwaltungsgebäudes auf, das neu dort aufgestellt ist. „Vielfalt“ steht dort in großen Lettern geschrieben, von einem Herz umrahmt und ein „Wir“ davor.

Die Stadt Mechernich setzt ein klares Zeichen gegen Rechts. Für alle sichtbar durch das „Wir lieben Vielfalt“ auf dem Verwaltungsgebäude. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die Stadt Mechernich setzt damit ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Sie steht ein für eine offene Gesellschaft. Unterstützt wird das Engagement durch das Landes-Förderprogramm „NRWeltoffen“, in welchem die Akademie IP gemeinsam mit dem Kreis Euskirchen ein lokales Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus entwickelt hat. Nun ist auch die Stadt Mechernich eine der Verbündeten. „Wir lieben Vielfalt“, lautet die klare Botschaft der Allianz.

Extremismus auch im Kreis Euskirchen

Sabine Weber, Bildungsreferentin der Akademie Vogelsang IP, stellte das Konzept bereits im Juni im Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales vor. Sie zog schnell einen Zahn: Wer bisher noch glaube, im Kreis Euskirchen gebe es keinen Extremismus, der täusche sich.

Alltagsrassismus habe viele Gesichter, so auch im Kreis Euskirchen, erklärte sie. Mal sei es die Frage nach der Herkunft eines Menschen, der augenscheinlich „nicht von hier“ sei. Mal seien es die abwertenden Blicke im Bus, mal die rassistischen Rufe auf dem Fußballplatz.

Aber auch Hakenkreuzfahne, Helm und Hitlergruß seien hierzulande keine Seltenheit und sogar Reichsbürgerinnen und Reichsbürger präsent. Im Jahr 2019, so schätzen laut Weber die Sicherheitsbehörden und die Kreisverwaltung, dass „eine mittlere zweistellige Zahl“ von ihnen im Kreis Euskirchen lebt. Einige von ihnen fallen demnach im Kontakt mit Behörden auf, andere durch Kommentare im Internet.

Sabine Weber, Bildungsreferentin der Akademie Vogelsang IP, stellte das Konzept „NRWeltoffen“ im Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales der Stadt Mechernich vor. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Politik, Rat und Verwaltung waren sich einig: tatenlos zusehen darf und will man nicht. Deshalb schloss man sich überzeugt dem Bündnis gegen Rechts an.

„Entschlossen entgegenstellen“

Allen voran Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Wir müssen uns dieser Bewegung entschlossen entgegenstellen, indem wir voller Energie für die Grundwerte dieses Staates und der Stadt eintreten: für die Würde des Menschen, für Gleichberechtigung, für Menschenrechte. Dies sollte selbstverständlich sein.“

Die Broschüre „Von wegen rechts“ liegt ab sofort im Rathaus aus und kann kostenlos mitgenommen werden. Der Leser erfährt darin unter anderem: Welche Erfahrungen haben Rassismus betroffene Menschen im Kreis gemacht? Was kann jeder und jede einzelne gegen die extreme Rechte und gegen Ausgrenzung unternehmen? Wohin kann man sich wenden?

Mut macht die Euskirchener Erklärung, die schon rund 600 Personen, unterschrieben haben. Sie stehen mit ihrer Unterschrift für eine Kultur der Toleranz, des friedlichen Miteinanders, im Bewusstsein einer historischen Verantwortung Deutschlands.

Präventionsarbeit für eine offene Gesellschaft

Der Kreis Euskirchen fördert außerdem Jugendbildungsangebote der Akademie Vogelsang IP zur Sensibilisierung für die Gefahren der extremen Rechten, kurz: „Maßnahmen gegen Rechtsextremismus“. Schulen werden bei der Organisation von Gedenkstättenfahrten unterstützt, etwa durch Austauschtreffen und konkretes Knowhow.

Bürgemeister Dr. Hans-Peter Schick: „Aufklärung, Prävention und Sensibilisierung – das sind wichtige Bausteine auf dem Weg zu einer offenen Gesellschaft des Miteinanders. Dafür wollen wir uns in Mechernich einsetzen.“  

pp/Agentur ProfiPress

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