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Vom Aufbruch einer Generation

Willi Achten liest bei der Lit.Eifel aus seinem Roman „Die wir liebten“ – Veranstaltung am Mittwoch, 28. Oktober, um 19.30 Uhr im Rittersaal des Burgrestaurants in Nideggen

Nideggen – Der Schriftsteller Willi Achten liest am Mittwoch, 28. Oktober, 19.30 Uhr, im Rahmen der Lit.Eifel aus seinem Roman „Die wir liebten“. Die Veranstaltung findet statt im Rittersaal des Burgrestaurants Nideggen, Kirchgasse 10, in 52385 Nideggen.

„Etwas lag in der Luft, etwas wie Aufruhr und Revolte, ein Glanz auf den Gesichtern und in den Blicken.“ Das ist so etwas wie der zentrale Satz in Willi Achtens Roman „Die wir liebten“, der die Geschichte zweier Brüder in einem Heim, in dem das dunkle Deutschland weiterlebt, erzählt.

Willi Achten liest am Mittwoch, 28. Oktober, 19.30 Uhr, im Rittersaal des Burgrestaurants in Nideggen aus seinem Roman „Die wir liebten“. Foto: Heike Lachmann/pp/Agentur ProfiPress

Die Siebziger in der westdeutschen Provinz. Ein Dorf, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Für die Brüder Edgar und Roman ist das Leben überschaubar und gut. Bis sich ihr Vater am Maifest neu verliebt und die Familie verlässt. Die Mutter zieht sich immer mehr in ihren Lotto-Laden zurück. Die Jungen sind bald sich selbst überlassen. Schließlich steht das Jugendamt vor der Tür, um Edgar und Roman in den „Gnadenhof“ zu holen. Ein Heim, in dem die Methoden der Nazis fortbestehen.

In glühenden Bildern erzählt Willi Achten von einem spannungsvollen Jahrzehnt, dem unauflösbaren Band zwischen Geschwistern und vom Aufbruch einer Generation, die dem dunklen Erbe ihrer Eltern mit aller Entschiedenheit entgegentritt. Die Autorin Sylvie Schenk, die auch schon zu Gast bei der Lit.Eifel war, bezeichnet „Die wir liebten“ als „einen spannenden Entwicklungsroman und ein Soziogramm der 70er“. Willi Achten schreibe Szenen, die man nicht mehr vergesse. Schenk ist sich sicher: „Diese beiden Brüder werden die Leser lange begleiten.“

Willi Achten wuchs in einem Dorf am Nieder­rhein auf. Er studierte in Bonn und Köln Germanistik und Sonderpädagogik und arbeitete danach als Lehrer in Aachen. Seit den frühen 1990er-Jahren ist er als Schriftsteller tätig. Sein erster Gedichtband „Das Privileg von Pfeffer & Salz“ wurde mit dem 2. Düsseldorfer Lyrikpreis ausgezeichnet. Mehrfach preisgekrönt ist auch sein Roman „Ameisensommer“ von 1999. Zu dieser Zeit war er auch Mitglieder des Ensembles „Herrenlose Zungen“, das Lesungen zu „Textkonzerten“ umwandelte. Willi Achten ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er lebt im niederländischen Vaals bei Aachen.

Der Eintritt zur Lit.Eifel-Lesung kostet zwölf, ermäßigt sechs Euro. Tickets gibt es unter anderem online bei Ticket Regional. Weitere Informationen und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.lit-eifel.de. Die Lit.Eifel und die Örtlichkeiten halten sich natürlich an die aktuellen Vorschriften der Corona-Schutzverordnung. Besucher werden gebeten, an ihre Mund-Nasen-Bedeckung zu denken. Das Burgrestaurant Nideggen bietet vor der Veranstaltung und in der Pause die Möglichkeit für eine kleine kulinarische Stärkung an.

pp/Agentur ProfiPress