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Viel mehr als eine schöne Reise

Mehr als 130 Mechernicher zum Gegenbesuch in Nyons

Mechernich/Nyons – Ganz im Zeichen des 50-jährigen Partnerschaftsjubiläums stand Ende August die südfranzösische Stadt Nyons, mit der Mechernich seit 1964 befreundet und seit 1967 offiziell verschwistert ist. Beim Gegenbesuch im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten, die im Juni ihren Auftakt in Mechernich hatten, sorgten insgesamt 135 angereiste Mechernicher dafür, dass neben Französisch und der provenzalischen Regionalsprache vermutlich Deutsch die meistgesprochene Sprache in den Straßen und Gässchen des zauberhaften Städtchens war.

Die Offenheit und unkomplizierte Herzlichkeit der Menschen, das herrliche Wetter und die pittoreske Umgebung sorgten wieder einmal dafür, dass die Gäste aus der Eifel unvergessliche Tage erlebten. Die Mitglieder des Comite de Jumilage Nyons-Mechernich um Chantal Gougouzian hatten zum Empfang ein Buffet mit provenzalischen Köstlichkeiten vorbereitet. Nach dem gemeinsamen Abendessen im Nyonser Bürgerhaus „Maison de Pays“ saß man noch lange beisammen, bevor es in die Unterkünfte in Gastfamilien, auf einem Campingplatz und im Hotel ging.

Nach der Neuunterzeichnung des Partnerschaftsabkommens: (v.l.) Chantal Gougouzian, Bertin Kubina, Pierre Combes, Dr. Hans-Peter Schick und Wilfried Hamacher. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Der Gegenbesuch in Nyons machte wieder einmal deutlich, dass es gerade diese lebendige Städtepartnerschaft ist, die die Menschen aus den ehemals verfeindeten Ländern zusammenbringt. Bei den Bürgern aus Mechernich und Nyons, die auch nach 50 Jahren eine überaus intensive Beziehung zueinander pflegen, ist das ein spürbar eingespielter Rhythmus nicht nur unter denjenigen, die von erster Stunde an dabei sind, sondern auch unter vielen jungen Leuten, die das fortführen, was Wolfgang Müller und der verstorbene Daniel Muzard und in der Folge auch die beiden Bürgermeister Pierre Jullien und Peter Giesen begründet haben.

Die Leistung der Väter der Städtepartnerschaft, die 1964 mit großem Mut sämtlichen Ressentiments begegnet sind und Skeptiker von der Idee der Aussöhnung überzeugt haben, würdigten alle Redner immer wieder in feierlichen Momenten, so etwa bei der „Cérémonie officielle“, bei der im Freilichttheater am Rhone-Nebenfluss Aygues die Partnerschaftsurkunde neu unterzeichnet wurde.

Gleich mehrere Konzerte gab der Musikverein St. Martin Eicks in Nyons. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Das Grußwort Wolfgang Müllers, der aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte, überbrachte Wilfried Hamacher, Vorsitzender des Freundeskreises Mechernich-Nyons. Er ließ all denen danken, die sein Werk fortgesetzt hätten und wünsche sich den erfolgreichen Weiterbestand der Partnerschaft – ein Anliegen, um dessen Erfüllung er sich ganz offensichtlich nicht sorgen muss.

Dass die Partnerschaft viel mehr Familie als Verein ist, dessen versicherten sich die Festredner Chantal Gougouzian und Wilfried Hamacher sowie die Bürgermeister Pierre Combes und Dr. Hans-Peter Schick gegenseitig. Unisono betonten sie, dass die Jugend der beiden Städte die Zukunft Europas sei. Mit einem „klaren und entschiedenen Nein“ antworte er denen, die sich fragen, ob Städtepartnerschaften altmodisch und unzeitgemäß seien, betonte Schick. „Hier geht es nicht nur um touristische Besichtigung, sondern um viel mehr. Eine Städtepartnerschaft ist kein Selbstläufer. Sie muss von jeder Generation neu gewollt und gelebt werden.“

Auf dem Nyonser Friedhof gedachte man der verstorbenen Urväter der Partnerschaft. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom mitgereisten Musikverein St. Martin Eicks und der Groupe Musical du Nyonsais, die ein buntes Potpourri bekannter deutscher und französischer Melodien boten. Im Schatten der Bäume ließen sich die Feiernden Wein, Oliven und das aus Mechernich mitgebrachte Kölsch schmecken.

Am Abend trafen sich Teilnehmer beider Städte auf dem Nyonser Friedhof, um in stillem Gedenken Blumen auf den Gräbern der Partnerschafts-Urväter Pierre Jullien, Daniel Muzard, Jean Lemonnier und Georges Girard niederzulegen. Anschließend wurde an der Avenue de Mechernich eine neue Gedenktafel mit den Namen der Urheber der Partnerschaft enthüllt.

Mit dem aus Mechernich mitgebrachten Kölsch erfrischten sich die Teilnehmer des Festaktes. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Viel gemeinsame Zeit verbrachten Gäste und Gastgeber bei geselligen Zusammenkünften im Bürgerhaus mit klassischer französischer Menüfolge, die nach drei Gängen noch lange nicht zu Ende war. Viel Beachtung fand die Fotodokumentation von Gerhard H. Lenz, dem stellvertretenden Freundeskreis-Vorsitzenden, der in zahllosen Stunden Fotos aus fünf Jahrzehnten zusammengetragen und reproduziert hat.

Neben vielen anderen Gastgeschenken wurden außerdem die Gemälde des Mechernicher Künstlers Tom Krey übergeben, die dieser eigens für das Partnerschaftsjubiläum gemalt und den Beteiligten aus Nyons zum Geschenk gemacht hat. Und am letzten Abend gab es donnernden Applaus für den unermüdlichen Einsatz der vielen Helfer vom Comité de Jumelage, die auf manche Stunde Schlaf verzichtet haben, um den Mechernichern eine großartige Zeit in ihrer Stadt zu bescheren.

pp/Agentur ProfiPress

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