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Verrückte Sachen mit Holz

Aktionswochenende im Mechernicher Freilichtmuseum präsentierte Menschen, Maschinen und Tiere im Waldeinsatz – Blumensträuße aus Stämmen mit dem „Kettensägenmoped“ geschnitzt

Mechernich-Kommern – Nur einmal alle 200 Jahre müsse die Welle einer Wassermühle ersetzt werden, berichtete Ingo Esser, der Leiter des Waldpädagogikzentrums Eifel im Rheinischen Freilichtmuseum Kommern. Entsprechend unwahrscheinlich sei es, die Fertigung eines solchen hölzernen Ungetüms einmal selbst miterleben zu können.

Die Kaltblutpferde gehörten auch an diesem Wochenende wieder zu den Hauptattraktionen des Aktionstages „Verrücktes Holz“ im Kommerner Freilichtmuseum. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Gleichwohl kamen die Besucher des Aktionstages „Verrücktes Holz“ im Mechernicher LVR-Freilichtmuseum am Samstag und Sonntag in den Genuss dieser handwerklichen Seltenheit. „Der Baumstamm, der dafür verwendet wird, kostet etwa 600 Euro und stammt von einer 200 Jahre alten Eiche“, dozierte Esser. Man hatte den Baum mit einem Durchmesser von fast einem Meter aus dem Kölner Ortsteil Weiden kommen lassen, wo er einem großen Bauprojekt weichen musste.

Auch Dirk Zöll aus Udenbreth war mit seinen blauen Belgiern am Start. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

„Früher war ein ganzes Team mehrere Tage mit der Bearbeitung eines solchen Stammes beschäftigt. Dank moderner Gerätschaften geht das heute wesentlich schneller“, berichtete der Waldpädagoge.

Nach getaner Arbeit konnten sich die Kaltblutpferde bei einem Snack entspannen. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Mit dem Rückepferd zum „Polter“

An einer Ecke des weitläufigen Museumsgeländes auf dem Kommerner Kahlenbusch brachten Mitarbeiter historische Drumsägen zum Einsatz. Sie fällten ausgewählte Bäume, die dann von Holzrückern mit großgewachsenen Kaltblutpferden auf die „Polter“ genannte Lagerstätte bugsiert wurden.

Aus einem rund 200 Jahre alten Eichenstamm entstand am Samstag und Sonntag beim Aktionstag „Verrücktes Holz“ in Kommerner Freilichtmuseum eine neue Welle für die Wassermühle aus Bliesheim. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Nur wenige Meter weiter übernahm im Anschluss ein PS-starker Unimog den Weitertransport, das so genannte „Vorliefern“. Vom Baum im Wald bis zum filigran gestalteten Vogelhäuschen konnten so alle Schritte der Holzverarbeitung beim Aktionswochenende „Verrücktes Holz“ in Mechernich-Kommern nachvollzogen werden.

Von dem 20 Kilogramm schweren Ungetüm einer Motorsäge, die nur von zwei Personen bedient werden konnte, bis zum handlichen modernen, kaum drei Kilogramm schweren Hightech-„Kettenmoped“ ließen sich die Besucher alle möglichen Forstgeräte vorführen. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Von dem 20 Kilogramm schweren Ungetüm einer Motorsäge, die nur von zwei Personen bedient werden konnte, bis zum handlichen modernen, kaum drei Kilogramm schweren Hightech-„Sägemoped“ ließen sich die Besucher alle vorhandenen Forstgeräte vorführen.

Von der historischen Drumsäge bis zur modernen Kettensäge konnten am Wochenende im Mechernicher Eifelmuseum erneut zahlreiche Gerätschaften zur Holzbearbeitung bewundert werden. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Federführend war der gelernte Forstwirt Jürgen Knop: „Nachdem ich einige Jahrzehnte für das Forstamt gearbeitet hatte, wollte ich einen anderen Weg einschlagen. Da mich der Werkstoff Holz jedoch nach wie vor begeisterte, habe ich angefangen kleine Kunstwerke mit der Motorsäge zu schnitzen.“

Ingo Esser mit historischem Kettensägenpark. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Wende bei der Gartenschau

Knop weiter: „Die Landesgartenschau 2014 in Zülpich hat mich schließlich zu meinem neusten Projekt inspiriert und seitdem schnitze ich auch Blumensträuße mit der Kettensäge.“ Beispiele seiner Arbeit ließen sich auch am Wochenende im Eifeler Freilichtmuseum bewundern, wo Jürgen Knop innerhalb weniger Minuten kunstvolle Souvenirs für seine Zuschauer zauberte.

Nur mit Hilfe einer Motorsäge verwandelte Jürgen Knop am Samstag und Sonntag einen Holzblock innerhalb weniger Minuten in einen hölzernen Strauß Blumen. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Um viele Informationen und vielleicht sogar eine hölzerne Dekoration für den heimischen Garten reicher, erlebten tausende Besucher bei strahlendem Sonnenschein erneut eine spannende Zeitreise während der Aktionstage „Verrücktes Holz“ im Mechernicher Freilichtmuseum.

Seit der Landesgartenschau 2014 in Zülpich hat Jürgen Knop eine neue Leidenschaft entdeckt: Er zaubert mit der Motorsäge Blumensträuße aus Holz. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

www.kommern.lvr.de

pp/Agentur ProfiPress

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