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Untersuchung auf Blei

Einladung zur Bürgerversammlung „Screening-Untersuchung“ am Montag, 6. Mai, um 17 Uhr in die Aula des städtischen Mechernicher Gymnasiums „Am Turmhof“

Mechernich – Die Bleibelastung der Böden rund um den Mechernicher Bleiberg ist zurzeit wieder Diskussionsthema. Stadtverwaltung und Kreis wollen der Sache auf den Grund gehen und neue Fakten ermitteln. Neben den bereits seit den 80er und 90er Jahren existierenden Bodenproben sind bereits neue Untersuchungen insbesondere in Neubaugebieten angeordnet und Proben entnommen und untersucht worden.

Zusätzlich haben sich Stadt und Kreis, die die Sorgen der Menschen nach eigenem Bekunden ernst nehmen, dazu entschlossen, Reihenuntersuchungen an Freiwilligen auf Bleibelastung im Körper von Menschen, ein sogenanntes „Screening“, unter unabhängiger wissenschaftlicher Begleitung durchführen zu lassen.

Panikmache von Anliegern, um sich unliebsame Bau- und Wohnkonkurrenten vom Hals zu halten oder ernste Sorge um die eigene Gesundheit? Das Thema Blei ist nach den 80er Jahren wieder in vieler Munde. Der städtische Fachbereichsleiter Mario Dittmann mit seinem Vorgänger Helmut Schmitz (r.) an einer Erschließungsstraße im Neubaugebiet „Wacholder“ an der Peripherie von Kommern-Süd. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Im Vorfeld dieser Blutuntersuchungen findet eine aufklärende Bürgerversammlung am Montag, 6. Mai, ab 17 Uhr in der Aula des Gymnasiums am Turmhof, Nyonsplatz 1, statt, zu der alle Interessenten herzlich eingeladen sind.

Experten des Institutes für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der RWTH Aachen, des Kreises Euskirchen sowie der Stadt Mechernich wollen über das geplante Screening-Verfahren und den Ablauf der Untersuchung berichten. Außerdem stehen die Experten bei Fragen den Bürgern Rede und Antwort.

Experten stehen Bürgern Rede und Antwort

Christian Ramolla vom Kreisgesundheitsamt schreibt in der Einladung von Kreis und Stadt: „Blei ist ein Schwermetall, das überall in der Umwelt vorhanden ist. Bei einigen Böden in Mechernich sind natur- und bergbaubedingt höhere Werte von Blei als an anderen Orten messbar. Auch wenn seit Ende des Bergbaubetriebs in Mechernich keine Fälle von bleibedingten Erkrankungen dokumentiert sind, wird vereinzelt die Sorge geäußert, dass das Blei aus dem Boden zu einer erhöhten Belastung der Einwohner führen könnte.“

Um hierzu nähere Erkenntnisse zu sammeln, habe sich der Kreis Euskirchen entschlossen, „eine orientierende Untersuchung der Bleiwerte im Blut bei Freiwilligen aus bestimmten Regionen Mechernichs durchzuführen“.

Die semistaatliche „Preussag“ hinterließ den Bleiberg – hier Abraumhalden bei Kallmuth – 1958, wie sie ihn ausgebeutet hatte. Abdeckungsmaßnahmen von Wanderdünen und Rekultivierungsmaßnamen wurden erst 25 Jahre später von den Behörden in Angriff genommen. Foto: Archiv/pp/Agentur ProfiPress

Die Untersuchung erfolge durch die Abteilung Gesundheit des Kreises Euskirchen in Kooperation mit dem Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der RWTH Aachen (Leitung: Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Kraus). Unterstützt werde das Vorhaben durch das Ordnungsamt der Stadt Mechernich, die Abteilung Geoinformation, Vermessung und Kataster des Kreises Euskirchen sowie die Abteilung Umwelt und Planung des Kreises Euskirchen.

Eine Anmeldung zu der Bürgerversammlung sei selbstverständlich nicht erforderlich, schreibt der Kreis. Jede/r, der/die sich interessiert, sei auch herzlich willkommen.

pp/Agentur ProfiPress

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