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Unerlaubter Grabschmuck muss weg

An sogenannten abgeräumten Grabstätten und Reihengräbern unter Bäumen – Sie behindern aktuell Pflege- und Mäharbeiten auf den Friedhöfen – Von Allerheiligen bis Ostern drückt die Stadt ein Auge zu und duldet dort Blumengestecke, Grableuchten und Gedenksteine

Mechernich – Rund 2.500 Gräber befinden sich auf dem Friedhof an der alten Kirche. Um diese Grabstätten herum gibt es enorm viel Grün und etliche Wegemeter. Spätestens mit dem beginnenden Frühling steigt der Pflegebedarf des gesamten Areals. 21 Friedhöfe gibt es im Stadtgebiet.

Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs investieren daher unzählige Stunden, um Rasen zu mähen, Hecken zu schneiden, Unkraut zu entfernen und die Äste der Bäume zu kürzen. Hinzu kommt, dass sie regelmäßig auch Grabschmuck beiseite räumen müssen.

Scheinbar mitten auf der Wiese steht diverser Grabschmuck an sogenannten Reihengrabstätten und abgeräumten Grabstätten. Der ist dort nicht erlaubt, darauf weist Christian Habrich von der städtischen Friedhofsverwaltung hin. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Und das an Stellen, wo dieser gar nicht hingehört und gar nicht aufgestellt sein darf, weil es dort nicht erlaubt ist“, darauf weist Christian Habrich von der städtischen Friedhofsverwaltung hin.

Mitten auf der Wiese

Mit einem Blick erkennt man auf dem Mechernicher Friedhof, was er meint. Scheinbar mitten auf der Wiese stehen Blumengestecke, Grableuchten oder Gedenksteine.  Mit diesen Grabauflagen wird es dann auch deutlich aufwendiger, die Flächen zu mähen. Die Dinge müssen jedes Mal von Hand und einzeln von den Bauhofmitarbeitern beiseite geräumt werden, wie Habrich berichtet: „Das summiert sich und ist am Ende ein erheblicher Mehraufwand, auch zeitlich betrachtet.“

Betroffen sind sogenannte „abgeräumte Grabstätten“, wo eigentlich kein Grab mehr vorhanden ist, weil es nach 30 Jahren nicht mehr weitergeführt wurde. Die Ruhezeit ist damit vorüber, das Nutzungsrecht abgelaufen. Dennoch werden an den leeren und ungenutzten Gräbern immer noch Gegenstände aufgestellt. Habrich ist schon klar warum: „Den Angehörigen fällt das natürlich schwer. Sie wollen immer noch mit dem Grabschmuck an die Lieben erinnern, die dort mal lagen.“

Auch auf dem Kommerner Friedhof wird Grabschmuck auf längst leeren Grabstätten abgelegt. Foto: Christian Habrich/Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Aber auch an Reihengrabstätten, bei denen die Namensplatten im Rund um einen Baum in den Boden eingelassen sind, finden sich zahlreiche Utensilien. „Dort ist laut Vertrag und Satzung grundsätzlich eigentlich jeglicher Schmuck untersagt“, so der städtische Friedhofsverwalter. Das Problem liegt auf der Hand: Wenn einer damit anfange, mache der nächste weiter.

Stadt drückt Auge zu

Die Stadt drücke schon im Winter immer ein Auge zu. „Von Allerheiligen bis Ostern dulden wir den Grabschmuck, weil wir ja verstehen, dass diese wichtig für Angehörige sind.“

Aber im Frühjahr und Sommer müsse man doch auf die gültige Rechtslage bestehen. „Daher bitten wir die Grabstätten jetzt für die kommenden Monate frei zu lassen, um den Bauhof die Arbeit zu erleichtern und diese auch effizient durchgeführt werden kann.“ Letztlich gehe es darum, den Friedhof dauerhaft in Ordnung und gepflegt zu halten.

Der Friedhofsverwalter bittet in diesem Zusammenhang erneut darum, den Abfall richtig zu entsorgen. Grünabfall ist beispielsweise von Plastikabfall getrennt in die vorhandenen Körbe zu geben. Sonst müssten alle Behälter nachsortiert werden.

Außerdem ist das Mitführen von Hunden auf dem Friedhof nicht erlaubt, höchstens Blindenhunde, und auch Autos dürfen dort nur mit Sondergenehmigung fahren, sagt Habrich: „Wenn man das bei uns anmeldet, zum Beispiel, wenn man ein Grab abräumen möchte, dann finden wir natürlich auch da eine Lösung.“

pp/Agentur ProfiPress

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