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Umbau des Bahnhofs beginnt

Bauarbeiten starten am 16. Juni – Fertigstellung für Herbst 2021 geplant – Über die Gleisanlagen kommt eine Brücke, die über Treppentürme und Aufzüge erreichbar ist – Gesamtkosten belaufen sich auf 9,6 Millionen Euro –  Stadt trägt rund 450.000 der Planungskosten, Baukosten werden zu 100 Prozent gefördert

Mechernich – Auf den ersten Blick ist Mechernich mit dem Bahnhof hervorragend aufgestellt. Das Bahnhofsgebäude ist modern und einladend. Die halbstündlich verkehrenden Züge Richtung Köln und Trier gewährleisten eine gute Anbindung. Wenn da nur nicht die Bahnsteige wären.

Die sind der Stadt Mechernich schon lange ein Dorn im Auge. Von Barrierefreiheit ist da keine Spur, der Mittelbahnsteig mehr ein schmaler Grat zwischen Gleis 1 und 2, der Komfort für die Bahnreisenden und Pendler stark eingeschränkt. Das soll anders werden.

Die Bauarbeiten starten bereits am 16. Juni. Die Gesamtinbetriebnahme ist für den Herbst 2021 geplant. Dazwischen wird einiges passieren. Die Bahnsteige werden barrierefrei umgebaut und erhalten teilweise eine Überdachung, wie die Stadt Mechernich mitteilt.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (r.) und Thomas Hambach, Erster Beigeordneter, freuen sich, dass es endlich losgeht mit dem lang ersehnten und hart erarbeiteten barrierefreien Umbau des Bahnhofs in Mechernich. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Wir sind froh, dass der Umbau endlich starten kann. Der Bahnhof ist für Mechernich von zentraler Bedeutung und wird mit den Maßnahmen deutlich attraktiver für Reisende und Pendler. Wir erhoffen uns damit auch einen positiven Effekt, wieder mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen “, so Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. 

Brücke, Treppentürme und Aufzüge

Über die Gleisanlagen wird eine Brücke errichtet, die von jedem Bahnsteig über Treppentürme und Aufzüge zentral erreichbar ist und weiter bis zur Deutschen Mechatronics und dem dortigen „Park&Ride“-Parkplatz führt. Zudem wird ein neuer Mittelbahnsteig gebaut und dabei erheblich breiter als der jetzige Bereich an Gleis 2. Die Wartezonen an den Bahnsteigen werden auf über 40 Meter Länge überdacht.

Außerdem werden der erste Bahnsteig und der Mittelbahnsteig von bisher 30 Zentimeter auf knapp 76 cm angehoben, was den Einstieg deutlich erleichtert, erklärt Thomas Hambach, Erster Beigeordneter der Stadt. Am Bahnhofsausgang komme zwar deshalb noch eine Stufe hinzu, die aber mit einer seitlichen Rampe barrierefrei gestaltet werde.

Fahrradstellplätze und -boxen

Ursprünglich waren in der Planung nur zwei Aufzüge und Treppenaufgänge vorgesehen. Die dritte Anlage sollte erst später und optional folgen. „Da auf dem RWZ-Gelände eine Einrichtung für Behinderte geplant ist, haben Verwaltung, Fördergeber und Bahn das aber zum Anlass genommen, den dritten Aufzug und Aufgang an der Südseite jetzt doch schon zu realisieren“, erklärt Hambach. Hinzugekommen sind außerdem zusätzliche rund 70 Fahrradstellplätze und -boxen, die an der Nordseite aufgestellt werden sollen.  

Die zusätzlichen Maßnahmen miteingeschlossen, belaufen sich die Gesamtkosten aktuell auf rund 9,6 Millionen Euro. Doch die Stadt hat auch frohe Kunde: „Die Baukosten werden zu 100 Prozent gefördert“, so Hambach.

Beteiligen wird sich die Stadt allerdings bei den Planungskosten, die insgesamt bei rund 1,5 Millionen Euro liegen. Davon übernimmt der Fördergeber (Nahverkehr Rheinland) und die DB Station & Service knapp über eine Million, der städtische Anteil beträgt rund 450.000 Euro.

In intensiven Gesprächen zwischen Verwaltungsleitung, Politik und Bahn konnte erreicht werden, dass die Bahn noch einen einmaligen Zuschuss von 500.000 Euro zahlt. Ansonsten hätte der städtische Anteil knapp eine Million Euro betragen.  

Mit Inbetriebnahme geht die Zuständigkeit über auf die Tochterfirma der Deutschen Bahn, die „DB Station & Service“, die dann für Betrieb und Wartung von Brücke, Treppenanlage und Aufzüge verantwortlich zeichnet.

Die Arbeiten zum barrierefreien Umbau des Bahnhofs waren öffentlich ausgeschrieben worden. Der Zuschlag ging an die KAF Falkenhahn Bau aus Kreuztal. Die Bauleitung obliegt dem Gemünder Büro Gotthardt und Knipper, das auch schon den Umbau der Bahnsteiganlage in Nettersheim betreut hat. Der Mechernicher Bahnhof wird rege genutzt: 3.000 Zuggäste, inklusive Pendler, zählt die Deutsche Bahn dort täglich.

pp/Agentur ProfiPress

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