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Über den Dächern von Köln

Zehn Mechernicher Feuerwehrleute machten beim Kölnturm Treppenlauf mit – Drei Teams allein aus Wachendorf

Mechernich/Wachendorf – 714 Treppenstufen, 39 Stockwerke und 132 Höhenmeter – schon alleine, wenn man den Kölnturm, Kölns höchstes Bürogebäude, gemütlich hochgeht, ist man außer Puste, wenn man oben angekommen ist. Mehr als 800 Menschen hatten es am 4. August aber besonders eilig: Der Kölnturm Treppenlauf stand zum wiederholten Male an. Die beiden schnellsten Teilnehmer waren nach 3:28 Minuten oben angekommen.

Die Wachendorfer Feuerwehrleute Philippe Barth (v.l.), Matthias Wiedenau, Tobias Wiedenau, Jan-Christof Jansen, Max Jenniches und Alexander Zingsheim haben am Kölnturm Treppenlauf teilgenommen. Foto: Sanja Barth/pp/Agentur ProfiPress

Besonders beliebt ist das Spektakel bei Feuerwehrleuten. Auch aus dem Stadtgebiet Mechernich haben zehn Kameraden teilgenommen, darunter sechs von der Löschgruppe Wachendorf. Philippe Barth und Alexander Zingsheim, Tobias und Matthias Wiedenau sowie Jan-Christof Jansen und Max Jenniches bildeten drei Zweierteams und erklommen den Kölnturm in voller Ausrüstung und unter Atemschutz.

Von der Spitzenzeit der Feuerwehrleute unter PA, die bei 6:03 Minuten lag, waren die drei Duo doch einiges entfernt. Dennoch sind sie alle drei stolz auf ihre Leistung, auch wenn alle drei Zweierteams nicht ihr Ziel, unter zehn Minuten zu bleiben, erreicht haben. „Aber letztlich ging es uns nicht um die Zeit, sondern darum, die Herausforderung zu schaffen“, sagte Philippe Barth. Er hat bereits im vergangenen Jahr am Treppenlauf teilgenommen und wollte sich der Herausforderung erneut stellen.

714 Stufen, 39 Stockwerke und 132 Höhenmeter: Tobias Wiedenau (v.l.), Matthias Wiedenau, Jan-Christof-Jansen, Philippe Barth, Max Jenniches und Alexander Zingsheim aus Wachendorf haben diese Herausforderung angenommen. Foto: Sanja Barth/pp/Agentur ProfiPress

Doch wie bereitet man sich auf einen solchen Wettkampf überhaupt richtig vor, denn Türme mit solchen Höhen sind in und rund um Wachendorf nicht zu finden. „Wir haben uns ganz normal sportlich betätigt“, erzählte Barth. Die Veranstalter, ein Privatunternehmen und der Feuerwehrsportverein Köln, boten außerdem Anfang Juni und Anfang Juli jeweils ein Probetraining an.

Doch so gut das Training auch ist, sind laut Philippe Barth andere Sachen entscheidend. „Das ist Kopfsache“, sagte er. So seien einige Teams losgeprescht und haben dann auf dem Weg schlappgemacht. „Wichtig ist, sich seine Energie einzuteilen, sonst wird der Weg wirklich lang“, so Barth.

Jan-Christof Jansen, der erst dieses Jahr seine Atemschutz-Ausbildung absolviert hat, ist noch guter Dinge und winkt in die Kamera. Neben ihm Max Jenniches. Foto: Sanja Barth/pp/Agentur ProfiPress

Ein paar Regeln gibt es auch: So darf zwischen den Teammitgliedern maximal eine Etage Abstand sein. Wenn also einer der beiden langsam ist, muss der andere auch langsamer machen.

Am Ende waren die drei Wachendorfer Teams, obwohl sie 10:24, 11:09 und 12:00 Minuten gebraucht hatten, stolz auf ihre Leistung. Alle sechs Kameraden kamen zu dem Schluss: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Und das lag nicht nur daran, am Ende einen Blick über die Dächer Kölns werfen zu können, sondern einfach daran, dass es Spaß gemacht hat.

pp/Agentur ProfiPress

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