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Überblick im Kennzahlen-Dschungel

Kennzahlensets sollen den Mechernicher Politikern das städtische Finanzmanagement erleichtern – In den nächsten Jahren folgen Kennzahlen zur Bewertung der städtischen Dienstleistungen

 

Teamleiter Finanzen Stefan Mannz (l.) und Kämmerer Ralf Claßen machten in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses deutlich, wie sehr Kennzahlensets die Analyse der Kennzahlen vereinfachen. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Das neue kommunale Finanzmanagement – kurz NKF – erfordert neues Wissen bei allen Verantwortlichen in Rat und Verwaltung. In den vergangenen Jahren absolvierten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Mechernich, aber auch die Ratsvertreter so manche Fortbildung in Sachen kaufmännischer Haushaltsführung. Trotz aller Beschäftigung mit dem Thema birgt das neue Haushaltssystem ein Problem: Nur in der Gesamtschau erlauben die Kennzahlen ein Urteil darüber, wie eine Kommune finanziell aufgestellt ist. Das Herauspicken einzelner Kennzahlen kann in die Irre führen, zumal die Bandbreite der Kennzahlen sehr unterschiedlich sein kann. Daher führt das doppische Rechnungswesen allein noch nicht zu besseren politischen Entscheidungen. „Die Vielzahl an Kennzahlen ist unübersichtlich“, verweist Stefan Mannz, Teamleiter Kämmerei/Finanzen bei der Stadt Mechernich, auf eine Schwachstelle des Systems. Die Frage „Wie können wir das vereinfachen“ sei daher in den vergangenen Jahren seit der NKF-Einführung eine zentrale Überlegung gewesen.

Das Kennzahlenset, das Mannz den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses in ihrer jüngsten Sitzung vorstellte, soll den Mechernicher Kommunalpolitikern, aber auch allen interessierten Bürgern helfen, die Vielzahl an Kennzahlen zu interpretieren. Den Politikern dient es außerdem als Werkzeug bei der Haushaltssteuerung. Das Kennzahlenset analysiert die Kennzahlen zur haushaltswirtschaftlichen Gesamtsituation, zur Vermögenslage, zur Finanzlage und  zur Ertragslage. „Was sagt eine Kennzahl von 90 % oder 30 % aus, ist sie nun gut oder schlecht – das kann das Kennzahlenset erklären“, erläutert Stefan Mannz.

Wie schwierig es ist, die einzelnen Kennzahlen ins Verhältnis zu bringen zeigt dieses Beispiel: Die Kennzahl „Eigenkapitalquote 1″ misst den Anteil des Eigenkapitals am gesamten bilanzierten Kapital und stellt damit  einen wesentlichen Indikator für die Bonität einer Kommune dar. Die Eigenkapitalquote 1 schwankt im interkommunalen Vergleich zwischen 6% und 74%, die Mitte liegt bei knapp 30%. Dagegen schwankt die der Anlagenintensität  zwischen 88% und (annähernd) 100%. Die Mitte beträgt hier 96%. Nur die Gesamtschau erlaubt ein Urteil über die wirtschaftliche Lage einer Kommune. Im NKF-Kennzahlenset sind die für die Prüfung wichtigen Kennzahlen zusammengefasst.  Dieses Kennzahlenset macht eine Bewertung des Haushalts und der wirtschaftlichen Lage nach einheitlichen Kriterien möglich, auch wenn diese durch unterschiedliche Stellen vorgenommen wird.

„Die Ratsmitglieder können so Fort- und Rückschritte auf den ersten Blick erfassen und bewerten. So wird es möglich, Geld gezielt für die Dinge auszugeben, die am dringendsten gebraucht werden und am meisten Wirkung entfalten“, hebt Kämmerer Ralf Claßen die Vorzüge des Kennzahlensets hervor. Eingeführt werden soll das neue System mit dem nächsten Haushaltsplan 2013. Dieses rein finanzwirtschaftliche Kennzahlenset ist allerdings erst der Anfang. In den nächsten Jahren soll sukzesssiv der Aufbau weiterer Kennzahlensets für alle Produktbereiche erfolgen. Claßen: „In diese Kennzahlensets sollen nicht nur finanzwirtschaftliche Aussagen getroffen werden, sondern auch Aussagen zur Wirkung und Qualität der städtischen Dienstleistungen.“

pp/Agentur ProfiPress

 

 

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