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„Tick‘ wie ein Sportler!“

Unternehmerabend bei der Sportwelt Schäfer – Vorstellung der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel DLG – Vorträge über betriebliches Gesundheitsmanagement

Bad Münstereifel – Die Erkenntnis ist da, doch an der Umsetzung hapert es noch oft: Gesunde Angestellte leisten bessere Arbeit, also muss ein Unternehmen auch etwas für die Gesundheit der Angestellten tun. Das ist, grob gesagt, der Schluss, zu dem sowohl Thomas Artmann, Geschäftsführer der Eudemos GmbH & Co. KG und Vorstandsmitglied der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel DLG, als auch Rainer Fiebig, Geschäftsführer des Gesundheitsparks Saarpfalz, beim Unternehmerabend in der Sportwelt Schäfer kommen, zu dem rund 15 Führungskräfte aus Unternehmen und Institutionen gekommen waren.

Rainer Fiebig sprach beim Unternehmerabend in der Sportwelt Schäfer auch über den finanziellen Wert von gesunden Mitarbeitern. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Hausherr Franz Peter Schäfer, Aufsichtsratsmitglied der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel DLG, kam schon in seiner Begrüßung zu dem Schluss: „Tick‘ wie ein Sportler!“ Wer Sport treibt und sich bewegt, entwickelt ein anderes Körperbewusstsein, macht sich auch Gedanken um seine Ernährung, ist weniger für Süchte anfällig und kann auch Stress anders verkraften. Kurz: Wer Sport treibt, ist ein fitterer und besserer Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Dass betriebliches Gesundheitsmanagement nicht bloß auf Freiwilligkeit beruht, sondern gesetzlich vorgeschrieben ist, machte Thomas Artmann deutlich. Bereits ab dem ersten Mitarbeiter ist beispielsweise ein Betriebsarzt Pflicht. „Aber es ist schwierig, einen zu bekommen“, weiß Artmann. Da kommt dann die Dienstleistungsgenossenschaft ins Spiel. „Wir werden einen Betriebsarzt einkaufen und dann für unsere Mitglieder bereitstellen“, so das Ziel der neuen Eifeler Genossenschaft, in der bereits 52 Unternehmen engagiert sind. Das gilt auch für den Bereich „betriebliches Eingliederungsmanagement“, der ebenfalls zum Gesundheitsmanagement gehört. Wer länger als sechs Wochen innerhalb eines Jahres krankgeschrieben ist, muss laut Gesetz wieder „eingegliedert“ werden. Die DLG will neben Informationen und Vorlagen einen Beauftragten stellen, der diese Eingliederung bei ihren Mitgliedsunternehmen begleitet.

Stellte die Dienstleistungsgenossenschaft Eifel DLG beim Unternehmerabend in der Sportwelt Schäfer vor: Vorstandsmitglied Thomas Artmann. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Denn das ist eines der Ziele der Dienstleistungsgenossenschaft: Produkte sollen eingekauft und gestaltet werden und dann günstig an die Mitglieder weitergegeben werden. Die Eifel DLG basiert auf den fünf Säulen Führung, Chancengleichheit & Diversity (Vielfalt), Gesundheit, Wissen & Kompetenz sowie Digitalisierung. In den Bereichen Führung und Wissen sei der Aufbau einer eigenen Akademie denkbar. Mitglieder selbst dürfen ebenfalls Leistungen anbieten. So besteht demnächst die Möglichkeit, bei Papstar, eines von derzeit 52 der DLG angeschlossenen Unternehmen mit insgesamt rund 4200 Mitarbeitern, einen Staplerführerschein zu machen.

DLG plant die Zukunft

Mitglieder haben auch Zugang zum Intranetportal „Chilp“, für Führungskräfte gibt es zusätzliche Informationen in einer Art digitalen Werkzeugkiste. Die DLG will außerdem Workshops anbieten. Auch Dozenten sollen eingekauft werden. Externe Berater können, so die Idee, bei einem Beratungs-Café um Hilfe gebeten werden. „Demnächst wird es eine konzertierte Aktion für Mitglieder zum Thema Gefährdungsbeurteilung geben“, kündigte Thomas Artmann an. „Die DLG hat das Ziel, dass die Region Nordeifel näher zusammenrückt“, ergänzte Franz-Peter Schäfer. Die Nordeifel sei für ein Projekt des Bundesarbeitsministeriums als Modellregion auserkoren worden, das bei Erfolg auf das ganze Bundesgebiet übertragen werden kann.

Etwa 15 Führungskräfte aus Unternehmen waren in die Sportwelt Schäfer nach Bad Münstereifel gekommen, weil sie sich für das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement interessierten. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Dass betriebliches Gesundheitsmanagement bares Geld bedeutet, legte Rainer Fiebig dar. In die Pflicht nimmt er hauptsächlich die Arbeitgeber, auch wenn die Arbeitnehmer permanent ihr Verhalten hinterfragen müssen und an sich und ihrer Gesundheit arbeiten müssen. „Allein das Bereitstellen eines Obstkorbes ist übrigens noch kein Gesundheitsmanagement“, referiert Fiebig.

Wer fit ist, ist im Regelfall engagiert. Und wer engagiert ist, ist ein wertvoller Mitarbeiter. Doch nur 15 Prozent der Arbeitnehmer sind wirklich überdurchschnittlich engagiert, machen beispielsweise ohne zu murren Überstunden und gehen wirklich gerne zu Arbeit. Doch sie sind Gold wert für die Unternehmen, denn diese Mitarbeiter erwirtschaften durch ihre Arbeit einen Ertrag von 168 Prozent ihres Gehaltes. Wer nur Dienst nach Vorschrift macht, und das sind 70 Prozent der Arbeitnehmer, erwirtschaften nur 74 Prozent. Wer bereits mit seiner Firma abgeschlossen hat (15 Prozent), bringen einen Ertrag von 46 Prozent des Gehalts.

Sportwelt-Chef Franz-Peter Schäfer begrüßte die Unternehmer in Bad Münstereifel und leitete auf das Thema hin. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Gefragt sind die Führungskräfte. Sie müssen die Angestellten fit machen – durch Sport, durch Ernährung oder einfach nur, indem sie ein Arbeitsklima schaffen, durch dass die Mitarbeiter zufrieden sind. Dadurch steigt die Resilienz, also die Widerstandskraft, der Arbeitnehmer. Diese Resilienz ist nämlich, genau wie die Familie, Freunde oder eben der Sport, ein wichtiger Puffer in Stresszeiten. Fiebig kommt zu dem Fazit: „Führungskräfte müssen sich um die Mitarbeiter kümmern.“ Als Erkenntnis gibt er den Besuchern des Unternehmerabends mit auf den Weg: „Der Mensch steht im Mittelpunkt, der Mensch ist nicht Mittel. Punkt!“

pp/Agentur ProfiPress

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