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Teil einer starken Gemeinschaft

„Da ist auch noch Hilfe, falls die Nachbarschaft mal ausfallen sollte“: Projektkoordinatorin Corinne Rasky von der Generationengenossenschaft Eifel im Rundfunkinterview über kostenlos Helferstunde auch für Nicht-Mitglieder in Corona-Zeiten

Eifel/Kreis Euskirchen – Die Generationengenossenschaft GenoEifel organisiert generationenübergreifende Nachbarschaftshilfe eifelweit. Anlässlich der Corona-Krise hat der Hilfsfonds der Genossenschaft 250 Helferstunden gespendet, mit denen Mitglieder und auch Nicht-Mitglieder in den nächsten Wochen kostenlose Hilfe in Anspruch nehmen können.

„Es lohnt sich, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein – in guten wie in schlechten Zeiten“, sagte Corinne Rasky im Rundfunkinterview. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Nicht nur der Sender „Radio 700“ hat diese von der Agentur ProfiPress verbreitete Nachricht aufgegriffen und ein Interview mit Geno-Projektkoordinatorin Corinne Rasky geführt, welches wir an dieser Stelle in einigen Auszügen widergeben.

„Mit neuen Angeboten geht die Generationengenossenschaft GenoEifel durch die Corona Krise. Die Nachfrage gerade in schwierigen Zeiten ist enorm. Kein Wunder, denn über die Hilfe-Helfer-Genossenschaft sind Helfer und Helfende nicht anonym“, beginnt der Moderator.

Alle sind versichert

„Das ist vielen besonders wichtig“, erklärt Corinne Rasky: „Bei uns weiß man, mit wem man es zu tun hat. Zumal wir alle Helfer erstmal versichern. Wir sind alle unfall- und haftpflichtversichert. Aber wir erwarten auch von jedem Helfer ein erweitertes Führungszeugnis. Und somit ist das eine der Grundlagen, die wir haben. Die weitere Grundlage ist ein längeres und persönliches Gespräch, das wir vereinbaren. Wir treffen uns mit jedem Helfer und führen ein längeres Gespräch, bei dem wir auch Dinge vereinbaren wie eine Verschwiegenheitspflicht oder, dass wir keine Geschenke und Erbschaften annehmen dürfen.“

Das Gebiet der GenoEifel ist seit ihrer Gründung erheblich angewachsen und deckt mittlerweile den Kreis Euskirchen ab. „Wir gehen aber auch in Richtung Simmerath, Roetgen und Monschau. Da sind wir auch gut unterwegs“, erklärte Corinne Rasky dem Sender. Die Zwischenmoderation lautet:

„Selbst helfen oder auch die Hilfe anderer in Anspruch nehmen. Einfach und unkompliziert. Dieses Konzept zahlt sich aus. Und immer mehr Menschen nutzen die Möglichkeiten einer Mitgliedschaft.“

Corinne Rasky (Geno Eifel) antwortet: „Im Normalfall wird man Mitglied und bezahlt 40 Euro im Jahr, das sind 3,33 Euro im Monat, die es kostet, um die ganzen Helferleistungen nutzen zu können. Und man bezahlt pro entgegen genommener Helferstunde eine Aufwandsentschädigung von neun Euro.“

„Beiträge, die durchaus preiswert sind. Aber für manchen immer noch zu hoch. Aber auch das ist kein Problem?“

„Wir haben einen Hilfsfonds eingerichtet. Das ist ein Fonds, der uns unterstützt, und in den auch Spenden hineinfließen von Unternehmen, aber auch von Helfern, die auf ihre Aufwandsentschädigung verzichten möchten. Dieser Hilfsfonds ist dafür da, in eigentlicher Linie genau die Menschen zu unterstützen, die sagen: »40 Euro, das ist aber viel Geld pro Jahr, das kann ich mir nicht leisten.« Der Fonds federt da ab.“

„Und wer jetzt in Corona-Zeiten dringend auf Hilfe angewiesen ist oder einfach mal in die GenoEifel reinschnuppern möchte, der kann derzeit von einem ganz besonderen Angebot profitieren?“

„Innere Nähe auf Distanz“

„Ja, wir haben eine Spende erhalten über 250 Helferstunden aus diesem Hilfsfonds und können ab jetzt Helferstunden, die ja sonst neun Euro kosten würden, kostenlos anbieten. Und dies nicht nur für Mitglieder, sondern neuerdings und in dieser brisanten Zeit, die wir mit Corona geraden durchleben, auch für Nicht-Mitglieder.“

„Der Leistungskatalog ist bis zum Ende des Corona-Kontaktverbotes ein wenig eingeschränkt. Dennoch gibt es gerade jetzt viele Dienste, die benötigt werden, oft aber einfach nicht zu bekommen sind.“

„Wir haben uns erst einmal zurück besonnen auf den Leitsatz »Innere Nähe bei äußerer Distanz«. Das heißt, unsere Helferangebote sind vom Umfang her geringer geworden. Wir gehen nicht mehr in die Haushalte hinein, wir betreuen nicht mehr Kinder – unsere Leih-Omas haben das ja mit viel Freude im beginnenden Frühjahr diesen Jahres gemacht, haben Kinder von der Kita abgeholt und die Zeit überbrückt, bis die Eltern nachhause kamen – also das machen wir alles im Moment nicht, wir begleiten auch nicht zum Arzt.“

Corinne Rasky weiter: „Aber was wir eben tun können, ist uns Mut zusprechen, in dem wir uns gegenseitig anrufen. Wir gehen füreinander einkaufen. Das wird jetzt immer mehr genutzt und wir haben auch gesagt, Botengänge, das können wir verantworten. Wenn man also z.B. Medikamente von der Apotheke abholt und sie jemandem vor die Tür stellt. Aber es ist schon zu merken, dass die Mitglieder jetzt froh sind, einer solch starken Gemeinschaft anzugehören. Die Mitglieder sagen, es ist toll diese Sicherheit zu haben, dass da eine Organisation vorhanden ist, die sich auch kümmert, wenn die Nachbarschaft ausfallen würde.“

„Interessierte können sich einfach und bequem bei der GenoEifel in der Zentrale in Kall melden. Unter Telefon 02441-888 61 berät man Sie gerne. Alle Angebote gibt es auch im Internet unter www.GenoEifel.de“

pp/Agentur ProfiPress

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