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Tausende beim Handwerkermarkt

Kommerner feierten Kirmes – Handwerker zeigten ihre Fertigkeiten – Schmuck aus altem Silberbesteck, Herzen aus Hufeiesen

Tausende von Besucher ließen sich auch in diesem Jahr den Handwerkermarkt nicht entgehen. Foto: Johannes Mager/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Kommern – Tausende von Besuchern strömten am Wochenende bei herrlichem Wetter, das dem „goldenen Herbst“ alle Ehre macht, über den 27. Historischen Handwerkermarkt. Im historischen Ortskern Kommerns hatten zahlreiche Händler und natürlich Handwerker ihre Stände aufgebaut. Viele von ihnen demonstrierten vor den Augen der Besucher ihre handwerklichen Fertigkeiten.

Wohl zum letzten Mal waren Schmied Heinz Billen und sein Team aus Kaldenhausen am Niederrhein dabei. Aus Altersgründen, so stand es auf Schildern zu lesen, werde die mobile Schmiede schließen. Schade, denn die Herzen, Eulen und sonstigen Objekte, die vor Ort aus glühenden, alten Hufeisen gefertigt wurden, sind wirklich ein Hingucker im heimischen Wohnzimmer. Auch gegenüber bei Drechsler Christoph Westerburg aus Hellenthal-Kamberg blieben die Passanten stehen, sobald er seine Wippdrehbank in Bewegung setzte. Das Gerät hat er Vorbildern aus dem 14. Jahrhundert nachempfunden. Doch die Technik sei vermutlich viel älter.

Auch das grobe Bearbeiten der Holzstücke mit dem Ziehmesser interessierte die Besucher des Handwerkermarktes. Aus den Wäldern der Eifel entstammten die Eichenstämme, die das Künstlerpaar „Rathol und Morgana“ aus Jünkerath mitgebracht hatten. Sie hatten das Holz rustikal bearbeitet und in riesige Windlichter verwandelt.

Als Verwandlungskünstler bewies sich auch Arno Münch aus Köln. Aus altem Silberbesteck schuf er direkt in Kommern Armreifen, Ringe und Flaschenöffner. Gerhard Witt aus der Nähe Blankenheims widmete sich der Eifeler Tierwelt – allerdings Tieren, die bislang kein Mensch je zu Gesicht bekommen hat. So entwarf er aus Ton den „Eifeler Groß-Schreck-Springdrachen“. Traditionell kümmerten sich die Kommerner Vereine beim Handwerkermarkt, dem die Kommerner Kirmes angeschlossen ist, wieder um das leibliche Wohl der Gäste. Organisiert wurde die Kirmes von den „Söhnen Kommerns“.

pp/Agentur ProfiPress

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