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Symbolik aus blitzendem Stahl

Tom Kreys Skulptur „Meine Stadt“ vor dem Rathaus eingeweiht – Feierstunde mit über 100 Gästen – Bitburger Kunstprofessorin Marie-Luise Niewodniczanska hielt die Laudatio

Mechernich – Zum Schluss ließ sich sogar die Sonne zwischen den Wolken blicken und verlieh der Skulptur „Meine Stadt“ des Künstlers Tom Krey auch optisch jenen Glanz, die dem Stahlkunstwerk zuvor in zahlreichen Reden bescheinigt wurde. Dabei sparten die Redner nicht mit Anerkennung für das Gebilde und seinen Erschaffer.

Froh war der Künstler Tom Krey, dass seine Skulptur mit dem Titel „Meine Stadt“ einen Platz vor dem Rathaus erhalten hat. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Starke Symbolkraft und politische Aussagekraft waren zwei Attribute, die der Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Prof. Marie-Luise Niewodniczanska, Präsidentin der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler, dem neuen Schmuckstück vor dem Mechernicher Rathaus attestierten. Letztere war eigens aus Bitburg nach Mechernich gekommen, um bei der Enthüllung und Einweihungsfeier die Laudatio zu halten.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick erinnerte in seiner Rede an das schwierige Zusammenwachsen der Stadt. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Am Morgen war das aus 45 Stahlringen bestehende und 400 Kilogramm schwere Kunstwerk aus der Werkhalle der Metallbaufirma Müller in Hostel geholt, auf einem Tieflader nach Mechernich transportiert und mit Hilfe eines Baggers auf den steinernen Sockel gesetzt worden, den der städtische Bauhof errichtet hatte.

Die Kunstprofessorin Marie-Luise Niewodniczanska lobte Kreys künstlerisches Schaffen und ehrenamtliches Engagement. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Tom Krey sei es wichtig gewesen, die Besonderheit der Stadt Mechernich mit ihren zahlreichen Ortsteilen zu einem Kunstwerk zu vereinen, erklärte Bürgermeister Dr. Schick in seiner Ansprache. Das Kunstwerk habe er ehrenamtlich und aus Verbundenheit mit seiner Wahlheimat geschaffen. Jeder der 45 zur Stadt Mechernich gehörenden Ortsteile ist mit einem eigenen Ring vertreten, in den der Name eingefräst ist. Die untere Hälfte der Ringe zieren jeweils sieben Sterne, die für den europäischen Gedanken stehen, zu dem jede einzelne Ortschaft mit ihren Menschen beitrage.

Fachbereichsleiter Helmut Schmitz (v.l.), Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Prof. Marie-Luise Niewodniczanska und Tom Krey vor dem Kunstwerk. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Die Symbolik von Kreys Kunstwerk nahm Schick zum Anlass, auf die Entstehung der Stadt Mechernich im Zuge der kommunalen Gebietsreform von 1969 bis 1972 zu erinnern. Der von oben verordnete Zusammenschluss sei nur in Einzelfällen eine Liebesheirat gewesen. „Auch in Mechernich war das Zusammenwachsen ein schwieriger und langwieriger Prozess.“ Möglicherweise hätte Kreys Ringkunstwerk mit seiner verbindenden Symbolik in den Anfangsjahren manche heiße, von Lokalpatriotismus geprägte hitzige Debatte erspart, wäre es mehrere Jahrzehnte früher vor dem Rathaus platziert worden, sagte der Bürgermeister.

Der Mechernicher Diakon Manfred Lang weihte die Skulptur ein. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

 

Der Männergesangverein Mechernich rahmte die Feier musikalisch mit einigen Liedern ein. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Als Beleg für das letztlich doch erfolgreiche Zusammenwachsen wertete Schick die spontane und große Spendenbereitschaft zur Finanzierung des Kunstwerkes, ein Umstand, den auch die Bitburger Kunstprofessorin und Brauereierbin Niewodniczanska staunen ließ. „Das ist phantastisch, dass jede Ortschaft ihren Ring gesponsert hat.“ Sie kennt und schätzt Tom Krey seit vielen Jahren als Maler, umso mehr habe sie nun seine große Skulptur überrascht. „Mechernich kann froh sein, dass Tom Krey der Stadt treu geblieben ist. Künstler sind nicht so leicht an einem Ort zu halten“, sagte sie. Krey ist in Garmisch-Patenkirchen aufgewachsen und hatte sich 1993, nach zahlreichen Studienaufenthalten in ganz Europa und in der Karibik, in Mechernich niedergelassen, nachdem er seine Frau kennen- und lieben gelernt hatte.

Mit vereinten Kräften wurde die unter einem Fallschirm der Bundeswehr verborgene Skulptur enthüllt. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Gewürdigt wurde auch die handwerkliche Leistung der Metallbaufirma Müller. Hier war es der Metallbaumeister Thomas Krämer, der immer, wann es seine Zeit zuließ, die 45 Ringe zusammenschweißte. „Eine enorme Arbeit“, so Prof. Niewodniczanska.

Interessiert nahmen die Zuschauer die Tafel mit den Namen der Sponsoren in Augenschein. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Bevor schließlich der Mechernicher Diakon die Segensworte und ein Gebet mit den mehr als 100 Teilnehmern an der Feierstunde vor dem Rathaus sprach, hatte sich noch spontan der Weilerswister Bundestagsabgeordnete Detlef Seif zu Wort gemeldet. Kreys Skulptur sei tatsächlich ein Denkmal, weil sie zum Denken anrege und darüber hinaus eine wesentliche Bereicherung für die Stadt Mechernich, sagte er.

Mithilfe eines Tiefladers und eines Baggers war die Skulptur am Morgen aufgestellt worden. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Eingerahmt war die Feier von den musikalischen Beiträgen des Männergesangsvereins, der unter anderem das Bergmannslied und ein „Fröhliches Ständchen“ anstimmte. Aus Düsseldorf war der Saxophonist Andreas Thoma gekommen, Lehrfeldwebel beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr, um mit Jazzklängen zu unterhalten. Nach der offiziellen Feier lud die Stadt die Gäste zum Umtrunk vor dem Rathaus ein. Dabei sorgten die Weltjugendtagsgruppe der Pfarrei Mechernich, die Auszubildenden der Stadt Mechernich und Hausmeister Rainer Schulz für die Bewirtung.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

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