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Starkes Konzert, starke Worte

Johannes Kalpers, Professor Andreas Rothkopf und der Oboist Nicolas-Cock Vassiliou konzertierten zwei Abende in Eifeler Gründungskirche zugunsten des Mechernicher Sterbehospizes „Stella Maris“ der Communio in Christo – Es ging um Leid und Sterben, aber es waren Texte voller Hoffnung und Zuversicht zu hören

Zusammen mit dem Oboisten Nicolas-Cock Vassiliou (v.l.) und dem Pianisten und Organisten Professor Andreas Rothkopf bestritt Startenor Johannes Kalpers am Samstag und Sonntag gut besuchte Benefizkonzerte in Holzheim. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Von Manfred Lang

Mechernich-Holzheim – Starke Worte nach einem großartigen kirchenmusikalischen Konzertabend fand der bekannte Tenor Johannes Kalpers am Sonntagabend in der Pfarrkirche St. Lambertus in Holzheim/Eifel: „Der Glaube und meine Begegnung mit Mechernich und der Communio in Christo haben meinem Leben Unterstützung und Hoffnung gegeben.“

Nachdem er als Tenor Johannes Kalpers, aber auch als sein musikalisches Alter Ego, Bariton Max Collet, am Samstagabend und Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche St. Lambertus zwei Solokantaten Bachs („Ich habe genug“, BWV 82, „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“, BWV 56) und einen Abschnitt aus der Matthäus-Passion zu Gehör gebracht hatte, gab der Star zu erkennen, dass ihm die christliche Weltsicht und Nächstenliebe nicht nur als musikalische Vorlage dienen.

Er versuche auch, so sagte er in einer Nachbetrachtung zum Konzert, sein Leben an Christus auszurichten und an dem, was die charismatische Mutter Marie Therese in ihren mystischen Erfahrungen mit Gott erfuhr. „Wir können in dieser Welt nur glücklich werden, wenn wir miteinander teilen“, sagte Johannes Kalpers, der zu Hause und bei den Limburger Domsingknaben grundkatholisch erzogen und geprägt worden war, dann aber als junger Mann seine Zweifel bekam und auf Distanz zur Kirche ging.

„Wir können uns nicht in Europa einmauern und die anderen aussperren. Das ist eine Schande, ganz genau so, wie es Papst Franziskus gesagt hat“, meinte Kalpers, der durch die Communio in Christo in der Eifeö wieder mit Glaubensdingen und konkret gelebtem Christentum in Berührung kam.

Johannes Kalpers ist Schirmherr des von der Communio in Mechernich unterhaltenen Hospizes  „Stella Maris“, zu dessen Gunsten er am Samstag und Sonntag in Holzheim sein insgesamt zehntes und elftes Benefizkonzert bestritt. Die Gesamteinnahmen für das Haus für Sterbende und deren Angehörige werden vom Förderverein auf über 90.000 Euro beziffert.

Bislang hatten der Westerwälder Johannes Kalpers und die ihn unterstützenden Künstler und Ensembles eher die in der nördlichen Eifel im Kreis Euskirchen zur Verfügung stehenden  großen Bühnen in Anspruch genommen: die Aula des Mechernicher Schulzentrums, das Euskirchener Stadttheater, das City-Forum in der Kreisstadt und im vergangenen Jahr – erstmals open Air – das Gelände rund um die Wasserburg Satzvey.

Diesmal wollte Kalpers in eine Kirche, aber nicht in irgendeine, sondern in diese Kirche. In der Holzheimer Pfarrkirche St. Lambertus hatte Mutter Marie Therese,  die Erbauerin von Hospiz (zwölf Betten) und Langzeitpflege für Schwerstpflegebedürftige (153 Betten) in Mechernich sowie des Seniorenpflegeheims „Haus Effata“ in Blankenheim, 1977 ihre erste geistliche Gemeinschaft gegründet. Aus ihr ging sieben Jahre später die heutige Communio in Christo hervor, die sich als katholischer Reformorden zur Bestätigung des Zweiten Vatikanischen Konzils versteht.

Musikalisch unterstützt wurde Johannes Kalpers bei seinen Konzerten am Samstag und Sonntag von dem Pianisten und Organisten Professor Andreas Rothkopf sowie von dem Oboisten Nicolas-Cock Vassiliou. Rothkopf begleitete nicht nur Johannes Kalpers, respektive Max Collet, er spielte auf der Holzheimer Kirchenorgel als rein instrumentale Orgelinterpretationen auch das Choralvorspiel „Erbarm Dich mein, oh Herre Gott“ (BWV 721) und Präludium & Fuge E-Dur aus dem „Wohltemperierten Klavier“.

Zwischen den Musikstücken rezitierte Communio-Schwester Lidwina, die Johannes Kalpers einst als Schirmherrn des Hospizes gewonnen hatte, Texte aus der Feder von Mutter Marie Therese, unter anderem ihre „Letztes Gebet“ vor ihrem Tode 1994 .

Es ging an beiden Konzertabenden um Leid und Sterben, aber es war kein schwermütiges Programm. Denn Bachs Musik und die Texte von Mutter Marie Therese korrespondierten doch zu einem sehr hoffnungsvollen Bild, das über den Augenblick des Sterbens hinaus auf eine wie auch immer vorzustellende  glückvolle Verbindung mit Gott und in Gott verweist.

So hatten diese beiden Konzerte am Samstag und Sonntag in der Gründungskirche Holzheim nicht mehr nur die ideelle und auch handfest helfende Verbindung zum Hospiz „Stella Maris“, sondern auch inhaltlich und innerlich. Das Konzert unter dem Titel von Bachs Solokantate (BWV 56) „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ war erhebend und tröstend, voller Hoffnung und Vertrauen.

Dass es von diesen hochprofessionellen Ausführenden mit hoher Perfektion und Präzision vorgetragen wurde, muss nicht eigens erwähnt werden. Am Ende stand ein Bild, das mehr sagte als viele Worte: Über 150 Zuhörer am Samstag und über 200 am Sonntag erhoben sich von ihren Plätzen, um stehende Ovationen zu spenden, darunter an beiden Abenden auch ein sichtlich berührter Generalsuperior Karl-Heinz Haus, der Obere der Communio in Christo.

Fördervereinsvorsitzender Hans-Jürgen Sauer und sein Stellvertreter Jürgen Schüffelgen konnten zufrieden sein. Und Johannes Kalpers intonierte als Zugabe das berühmte „Bist Du bei mir“ (BWV 508), das Bach einst seiner zweiten Frau Anna Magdalena in ihr Notenbüchlein komponiert hatte.

pp/Agentur ProfiPress

  

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