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Stadtmitte soll lebendiger werden

Helle Fassaden, viel Grün und einiges an Platz zum Shoppen, Flanieren und Verweilen – Konkretere Planungen zum integrierten Handlungskonzept vorgestellt – Auch Tiefgarage möglich – Förderanträge müssen bis Ende September eingereicht sein – Wegen Corona verschobenes Bürgerforum findet noch statt

Von Mirco Meuser

Mechernich – Die Bilder versprechen helle Fassaden, viel Grün und einiges an Platz, der zum Shoppen, Kaffee trinken oder einfach nur zum Flanieren einlädt. Sie zeigen den städtebaulichen Testentwurf für die neue Innenstadt im Kernort Mechernichs. „Wir wollen mit der Stadtmitte nach außen gehen und sagen: Das ist Mechernich!“ betonte Bernd Niedermeier vom Aachener Planungsbüro „MWM“, der zusammen mit seinem Kollegen Mehmet Çelik den bisherigen Verlauf und den aktuellen Stand des integrierten Handlungskonzeptes rund um den Bleibergplatz im Stadtentwicklungsausschuss vorstellte.

Wie der neue, große Durchgang von Norden kommend mal aussehen kann zeigt dieses Bild, dass mit einem Computer-Programm erstellt worden ist. Rendering: Planungsgruppe MWM/pp/Agentur ProfiPress

„Die Ortsbegehungen die wir gemacht haben, die Akteursbeteiligungen und die Bestandserfassungen geben uns die Grundlage, um aus diesen Ergebnissen einen sinnigen roten Faden zu machen“, fasste Diplom-Ingenieur Niedermeier die bisherigen Maßnahmen zusammen. So gab es unter anderem im November letzten Jahres einen Stand auf dem Wochenmarkt um Bürgerideen einzuholen. Auch Workshops mit Gewerbetreibenden und Bürgern zu dem Thema wurden schon veranstaltet. „Da ist wirklich sehr viel zusammengekommen. Die Bürgerschaft in Mechernich hat sehr viele Ideen eingebracht und war sehr konstruktiv“, ergänzte Mehmet Çelik.

Bis zu drei Neubauten angedacht

In der aktuellen Phase hat MWM dann aus den Erkenntnissen, die aus der eigenen Erhebung und der Bürgerbeteiligung gewonnen wurden, eine Machbarkeitsstudie erstellt. „Wir befinden uns zurzeit beim Vorentwurf, also eine grobe Idee, wo es mal hingehen könnte“, so Niedermeier. „Wir wollen ja nicht nur Papier für die Schublade produzieren, sondern das ganze auch mal Wirklichkeit werden lassen.“

Im Fokus des Konzeptes steht der Neubau „TAKKO+“ auf dem Grundstück des alten REWE-Getränkemarkts, der auch einen Abriss des aktuellen TAKKO-Ladens bedeuten würde. Die Filiale würde dann in den Neubau ziehen, in dem auch weitere Geschäfte Platz finden würden.

Der neue Marktplatz von Süden betrachtet. Rendering: Planungsgruppe MWM/pp/Agentur ProfiPress

Ein weiteres Gebäude soll zudem auf dem aktuellen Marktplatz errichtet werden, um neue Sichtbeziehungen zu schaffen und den Blick von unschönen Hinterhöfen weg zu lenken. Der Wochenmarkt könnte dann in der durch den Umbau freiwerdenden Passage zwischen dem Bleibergplatz und der Straße „Zum Markt“ stattfinden. „Der Leitsatz ist: Wir wollen eine neue, kompakte, attraktive Innenstadt als Visitenkarte“ unterstreicht Niedermeier die Ambitionen.

Teil dieser Ambitionen könnte auch die Errichtung einer Tiefgarage unter der neuen Stadtmitte werden. Bei einem zweiten Vorschlag verbreitert sich nämlich das „TAKKO+“-Gebäude bis auf die Parkplätze am Bleibergplatz. Mit der Tiefgarage kann dann sowohl die Zahl der öffentlichen als auch die Zahl der privaten Parkplätze im Vergleich zur aktuellen Situation nahezu verdoppelt werden. Niedermeier dazu: „Wir haben somit auch eine Lösung für die Dauerparker gefunden.“

Diese Skizze zeigt die Planungen für die zweite vorgeschlagene Variante, bei der auch eine Tiefgarage gebaut werden soll. Grafik: Planungsgruppe MWM/pp/Agentur ProfiPress

Ein weiterer Neubau ist auch zwischen der unteren Bahnstraße und Zum Markt denkbar. Hierfür müssten allerdings erst Gespräche mit den privaten Eigentümern der Grundstücke dort geführt werden.

Die Planungen sehen zudem die Einrichtung von 40 bis 60 Wohneinheiten in den neuen Gebäuden vor.

Investoren mit Interesse

In der Verwaltung zeigt man sich optimistisch ein solches Projekt realisieren zu können: „Interesse gibt es. Und wenn Investoren kommen, haben die in der Regel auch abgeklärt, ob es für die von ihnen zu errichteten Immobilien auch Mieter gibt“, so Bürgermeister Hans-Peter Schick.

„Ohne die finanzielle Beteiligung der Stadt wird es nicht gehen, das muss jedem klar sein“, nimmt Schick Stellung zu der notwendigen monetären Unterstützung der Stadt. Bei einigen Maßnahmen greifen aber Programme der Städtebauförderung mit einem Anteil von 60 Prozent. „Für den Förderantrag ist am 30. September Stichtag“, stellte Niedermeier klar.

Bernd Niedermeier von der Aachener Planungsgruppe MWM präsentierte dem Stadtentwicklungsausschuss die erste Machbarkeitsstudie. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Bürgermeister Schick legt trotzdem großen Wert darauf, die Entscheidungen über das integrierte Handlungskonzept mit Bedacht und ohne Zeitdruck zu treffen: „Im Mittelpunkt muss stehen, dass das, was da entsteht, etwas Ordentliches ist. Denn das steht nicht für zehn Jahre, das steht nicht für zwanzig Jahre, sondern vielleicht auch für hundert Jahre. Von daher muss das wohlüberlegt sein.“

Im nächsten Schritt des Prozesses wird dann Ende Juli oder Anfang August ein Bürgerforum stattfinden, bei dem die Einwohner weiterhin ihre Ideen einbringen und am Konzept mitarbeiten können. Das Forum war ursprünglich früher geplant, musste aufgrund der Corona-Pandemie jedoch nach hinten verschoben werden. Zudem soll im September ein Ratsbeschluss vorliegen, damit die Anträge zur Förderung fristgerecht eingereicht werden können. Die Planungen seien damit zwar noch lange nicht am Ende, bieten aber großes Potenzial, betonte Bernd Niedermeier: „Das ist alles nicht in Stein gemeißelt, aber es eröffnet Perspektiven.“

pp/Agentur ProfiPress

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