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Stadt stellt „MEP“ auf

Rund 1.200 mobile Endgeräte sollen für Schüler und Lehrkräfte an Grundschulen, GAT und Gesamtschule angeschafft werden – Mit dem „Sofortprogramm“ des Landes können Laptops für sozial-benachteiligte Kinder und Jugendliche für zu Hause bereitgestellt werden – Stadt investiert rund 1,4 Millionen Euro in die digitale Ausstattung der Schulen  

Mechernich – Distanzunterricht und die digitale Ausstattung von Schulen ist mit Corona verstärkt in den Fokus geraten. Unabhängig davon hat die Stadt Mechernich bereits früh einen Medienentwicklungsplan (MEP) in Zusammenarbeit mit den Schulen entwickelt. Dessen Grundzüge und Ergebnisse wurden jüngst von Wolfgang Wirtz, vom Beratungsbüro „Dr. Garbe, Lexis & von Berlepsch“ im Schulausschuss vorgestellt. Der „MEP“ gibt Leitlinien für die kommenden fünf Jahre vor.

Digitales Lernen ist Corona-bedingt verstärkt auf dem Vormarsch. Für Mechernicher Schulen sollen rund 1.200 mobile Endgeräte, darunter auch IPads angeschafft werden – wie sie hier auch Schüler des Gymnasiums Am Turmhof nutzen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Demnach will die Stadt bis 2025 etwa 980 Tablets und Laptops für 2.600 Schüler beschaffen, weitere 222 erhalten die Lehrkräfte. Am Ende der Laufzeit des MEPs sollen außerdem alle 178 Unterrichtsräume der Schulen über eine digitale Präsentationsmöglichkeit verfügen. „Das ist das, was finanziell für die Stadt machbar ist“, betont Wirtz.

Eins für fünf

Die Verteilung der Geräte, meist IPads, ist durch einen Schlüssel geregelt, der vorsieht, dass fünf Schülern ein Gerät im Unterricht zur Verfügung steht – unabhängig von der Schulform, also gleichermaßen für das Gymnasium Am Turmhof, die Gesamtschule Mechernich und die vier Grundschulen im Stadtgebiet.

Weil auch längst nicht jeder Schüler mit einem Laptop oder Computer zu Hause fürs Homeschooling in Lockdown-Zeiten ausgestattet ist, soll sozial-benachteiligten Schülerinnen und Schülern ein Gerät über ein Sofortprogramm des Landes bereitgestellt werden. Die Stadt hat über dieses Programm 411 IPads angeschafft, die den Schulen zur weiteren Verteilung an die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt wurden. Die Lehrkräfte verfügen bereits seit November über die für sie bestimmten mobilen Endgeräte.

Wartung & WLAN

In die digitale Ausstattung wird die Stadt bis 2025 insgesamt 1,4 Millionen Euro investieren. Das Land übernimmt durch den „DigitalPakt Schule“ und das Sofortprogramm Kosten in Höhe von rund eine Million Euro. Hinzu kommen jährliche Kosten für Wartung und Support sowie für benötigte Software von rd. 180.000 €, die aus dem städtischen Haushalt zu tragen sind.

Auch wenn die Stadt für die finanzielle Unterstützung des Landes dankbar ist, bleibt ein Kritikpunkt. Der Fördertopf für die Anschaffung mobiler Endgeräte ist pro Schule unabhängig von deren Größe auf 25.000 Euro gedeckelt. Damit lassen sich rund 50 IPads finanzieren. „Gerade die Auswirkungen der Corona-Pandemie machen deutlich, dass es an Endgeräten fehlt, die den auch jetzt wieder erforderlichen Distanzunterricht ermöglichen und unterstützen. Unsere Gesamtschule hat fast 1.000 Schülerinnen und Schüler. Da sind 50 Geräte natürlich absolut unzureichend“, so der für Schulen zuständige Fachbereichsleiter Holger Schmitz. „Daher bringen wir gerade in diesem Bereich zusätzliche städtische Mittel ein, damit der Verteilungsschlüssel von eins zu fünf erreicht werden kann“.

Wolfgang Wirtz vom Beratungsbüro „Dr. Garbe, Lexis & von Berlepsch“ erläuterte den Medienentwicklungsplan im zuständigen Schulausschuss. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Das MEP weist jedoch nicht nur Kosten auf, sondern beschäftigt sich auch mit Antworten auf die Fragen: Wie kann ein pädagogisch und technisch sinnvoller Ausstattungsprozess aussehen? Welche personellen Ressourcen und Kompetenzen werden benötigt? Wie kann die Wartung sichergestellt werden?

WLAN sei in allen Schulen bereits vorhanden, erklärte der städtische EDV-Teamleiter Michael Käppeler. An manchen Standorten müsse der Glasfaserausbau der Telekom weiter fortschreiten, um gegebenenfalls einen schnelleren wie auch leistungsfähigeren Internetzugang gewährleisten zu können.

Die Schulleiter freuen sich nach eigenem Bekunden über die neue Ausstattung. Der erste Lockdown im April 2020 habe schulische Einrichtungen unvorbereitet getroffen. Es habe kaum Strukturen gegeben, die ein Lernen auf Distanz unterstützten, monierte etwa Mechernichs Grundschulleiter Uli Lindner-Moog. Gerade die Jüngsten, die noch nicht lesen könnten, müssten im Präsenzunterricht die Nutzung der digitalen Endgeräte erst didaktisch erklärt bekommen und üben. Mit dem MEP sei aber sicherlich ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan.

pp/Agentur ProfiPress

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