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Spurensuche am Rande Europas

Der Autor, Journalist und Menschenrechtsaktivist Elias Bierdel präsentiert am Freitag, 16. Dezember, 19 Uhr, in Euskirchen den Film „Im Schatten Europas – Eine Suche an den Grenzen“

Euskirchen – Der Journalist und Menschenrechtsaktivist Elias Bierdel kommt nach Euskirchen, um seinen Film „Im Schatten Europas – Eine Suche an den Grenzen“ zu präsentieren. In diesem Film begibt sich Bierdel auf Spurensuche an die Außengrenzen Europas, wo er auf Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft, betroffene Aktivisten und die Zivilbevölkerung trifft. Der Film gibt ihnen eine Stimme und zeigt eine subjektive Sicht auf die Lage und Verhältnisse, ohne behördliche oder politische Gegendarstellungen.

Zur Filmvorführung mit anschließender Diskussion sind Interessenten herzlich eingeladen. Sie findet statt am Freitag, 16. Dezember, 19 Uhr, im Pfarrzentrum St. Martin in Euskirchen (Am Kahlenturm 2-4). Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung gehört zur Info-Reihe „Engagiert für Flüchtlinge“. Der Filmvortrag ist eine Kooperation des kommunalen Integrationszentrums des Kreises Euskirchen, der vom Caritasverband Kreisdekanat Euskirchen umgesetzten Aktion „Neue Nachbar“ des Erzbistums Köln und der katholischen Stadtpfarrei St. Martin Euskirchen.

Der Autor, Journalist und Menschenrechtsaktivist Elias Bierdel präsentiert am Freitag, 16. Dezember, 19 Uhr, im Pfarrzentrum St. Martin den Film „Im Schatten Europas – Eine Suche an den Grenzen“. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Der Autor, Journalist und Menschenrechtsaktivist Elias Bierdel präsentiert am Freitag, 16. Dezember, 19 Uhr, im Pfarrzentrum St. Martin den Film „Im Schatten Europas – Eine Suche an den Grenzen“. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Eine Gruppe von Filmemachern hatte sich bereits 2014 zusammen mit Elias Bierdel auf eine Reise an die EU-Außengrenzen gemacht. Die Spurensuche führt von der griechischen Insel Lesbos nach Lampedusa und von Ceuta, der Exklave in Afrika, nach Sizilien. Bierdel trifft auf Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft, Aktivisten und die Zivilbevölkerung vor Ort. Der Film zeigt eine subjektive Sicht auf die Lage und Verhältnisse, und zwar ohne Gegendarstellungen aus Behörden und Politik.

Elias Bierdel, 1960 geborener Autor, Journalist und Menschenrechtsaktivist, war 2004 an der Rettung von 37 schiffbrüchigen afrikanischen Flüchtlingen beteiligt. Dem deutschen Rettungsschiff „Cap Anamur“, auf dem sich Bierdel befand, wurde drei Wochen lang die Einfahrt in den sicheren Hafen verwehrt. 36 der 37 Flüchtlinge wurden sofort nach Afrika abgeschoben. Bierdel, der Kapitän und der erste Offizier der „Cap Anamur“ wurden festgenommen und der Schlepperei angeklagt. Erst im Oktober 2009 wurden sie freigesprochen.

Die Organisation „Borderline-Europe – Menschenrechte ohne Grenzen“, die Bierdel 2007 gründete, widmet sich den Flüchtlingsdramen an den EU-Außengrenzen und der Beschäftigung mit diesem verdrängten und verschwiegenen Thema. Von März 2010 bis Januar 2015 arbeitete Bierdel als Experte für Migration und Grenzmanagement am Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK). Im Sommer 2015 leitete er das Hilfsprojekt „Proti Stassi“ für Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos.

pp/Agentur ProfiPress

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