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Spender für Jerome gefunden

Für den dreijährigen an Leukämie erkrankten Jerome wurde ein Stammzellenspender gefunden – Hilfsgruppe Eifelhatte zur Typisierung aufgerufen – Transplantation Mitte November – Seit 1992 haben sich 21.646 Eifler typisieren lassen

Für den dreijährigen an Leukämie erkrankten Jerome aus Euskirchen wurde ein Stammzellenspender gefunden, der dessen Leben retten kann. Foto: Hilfsgruppe Eifel/pp/Agentur ProfiPress

Kreis Euskirchen/ Mechernich –Auf diese Nachricht hat die Hilfsgruppe Eifel um Willi Greuel aus Mechernich-Lückerather mit der ganzen Bevölkerung im Kreis Euskirchen sehnlichst gewartet: Für den dreijährigen an Leukämie erkrankten Jerome aus Euskirchen gibt es wieder Hoffnung, denn für den Jungen ist ein Stammzellenspender gefunden worden, der dessen Leben retten kann. Die Transplantation soll am 13. November in der Bonner Uni-Klinik auf dem Venusbergerfolgen. Für die Eifeler bedeutet das an diesem Tag: „Daumen drücken für Jerome“.

Es ist ein 33-jähriger Mann aus Deutschland, der als Spender gefunden wurde und dessen Gewebemerkmale 100-prozentig mit denen von Jerome übereinstimmen. Derzeit bekommt der Dreijährige in der Bonner Klinik  eine weitere Chemotherapie, durch die das Immunsystem als Vorbereitung für die Transplantation komplett heruntergefahren wird.

Das Schicksal des kleinen Jungen hatte in den letzten acht Wochen die Menschen im  Kreis Euskirchen bewegt. Zu einer Typisierungsaktion für Jerome waren im Oktober 1122 gekommen, um sich auf der Suche nach einem Stammzellenspender einem Bluttest zu unterziehen. Zur Finanzierung dieser nunmehr neunten Typisierungsaktion musste die Hilfsgruppe Eifel rund 56.000 Euro Spendengelder aufbringen.

Nun konnte mit dem Spender für Jerome die sprichwörtliche „Stecknadel im Haushaufen“ gefunden werden. Zwar ist es unwahrscheinlich, dass der noch unbekannte Spender aus der Aktion am 13. Oktober in Euskirchen hervorgegangen ist. Dennoch, so Willi Greuel, der Lückerather Vorsitzende der  Hilfsgruppe, sei die Typisierung in Euskirchen keinesfalls umsonst gewesen.

Dank dieser Aktion könnten wieder  Spender für andere leukämiekranke Patienten irgendwo auf der Welt gefunden werden. Willi Greuel weiß wovon er spricht: Bei den neun Typisierungsaktionen, die die Hilfsgruppe seit 1992 mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) veranstaltet und mit über 800.000 Euro finanziert hat, haben sich 21.646 Menschen aus der Eifel typisieren und in die weltweite Datei aufnehmen lassen.

Aus den bisherigen Aktionen der Hilfsgruppe sind inzwischen 275 (Stichtag 9. Oktober 2013) Lebensretter hervorgegangen, die für einen Leukämiekranken Stammzellen gespendet haben. Die Eifeler Stammzellenspenden gingen in 33 verschiedene Länder auf der ganzen Welt.

pp/Agentur ProfiPress

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