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Spaß und Spannung mit Ratte und Wombat

Beim bundesweit 10. Vorlesetag lauschten die Mechernicher Kinder mucksmäuschenstill den prominenten Erzählern – Auch Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick machte mit – Kinderliedermacher Uwe Reetz agierte in Bergheim, Manni Lang im Glehner Wald

Gemütliche Wohnzimmer-Atmosphäre herrschte bei der Lesung mit Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der aus Cornelia Funkes Adventsgeschichte „Hinter verzauberten Fenstern“ vortrug. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Günther Schulz, Ortsvorsteher im Kernort Mechernich, musste beim Vorlesetag an der katholischen Grundschule Mechernich kaum noch ins Buch blicken. „Ich lese zum siebten Mal ‚Ratatouille‘“, kündigte er an. Damit ist die Geschichte um die Wanderratte Rémy, die auf ihrem Weg durch lange Abwasserröhren in einem Pariser Feinschmeckerlokal landet und dort dank ihres überaus feinen Geruchssinns dem unfähigen Küchenjungen Linguini zu einer steilen Karriere verhilft, ein echter Dauerbrenner. Immer wieder werde das Buch genannt, denn die Grundschüler dürfen selbst bestimmen, welche Geschichten vorgetragen werden. „Er macht das aber auch ganz toll“, lobte Schulsekretärin Karla Langer Schulz‘ Qualitäten als Rezitator.

Gleiches galt bei der alljährlichen bundesweiten Aktion zur Förderung der Lesekultur neben Schulz wieder für eine ganze Reihe prominenter Vorleser aus dem Mechernicher Stadtgebiet, allen voran Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick.  Als er aus Cornelia Funkes geheimnisvoller Adventsgeschichte „Hinter verzauberten Fenstern“ vorlas, herrschte fast schon Wohnzimmer-Atmosphäre, denn in der gemütlich eingerichteten Bücherei der katholischen Grundschule konnten es sich die mucksmäuschenstill lauschenden Kinder so richtig bequem machen. „Hier sind ja viel mehr Mädchen als Jungs“, wunderte sich der Bürgermeister beim Blick in sein junges Auditorium. „Ja, voll blöd“, stimmte ihm einer der Knirpse in Minderzahl zu. Vor ihm hatte Ingrid Abramowski vom Kinderschutzbund Mechernich mit der Geschichte gestartet. Mit den Worten „Und hier übernehmen Sie“, überreichte sie ihm nach einer halben Stunde das Buch.

Ein Wiedersehen gab es für die Mechernicher Grundschüler nicht nur mit der witzigen Plüschratte, der treuen Begleiterin, die Günther Schulz wieder mitgebracht hatte. Auch die vor den Sommerferien in den Ruhestand verabschiedete langjährige Leiterin der katholischen Grundschule, Rita Gerdemann, kam zurück an ihre alte Wirkungsstätte, wo ihr ihre einstigen Schützlinge reihenweise in die Arme fielen. „Ich hab Dich so vermisst“, sagte ihr ein Grundschüler aus tiefstem Herzen. „Der Stress ist weg. Aber die Kinder fehlen mir sehr“, beschrieb Rita Gerdemann ihre neuen Erfahrungen in den nun zurückliegenden ersten Monaten ihres Rentnerinnendaseins. Für eine kleine willkommene Unterbrechung sorgte ihre Vorlesestunde, in der sie moderne Weihnachtsgeschichten vortrug.

In die Riege der Vorleser reihten sich unter anderem auch die Leiter der weiterführenden Schulen ein, so auch Dagmar Wertenbruch, Rektorin der neuen Sekundarschule, die eine Geschichte von den Kindern aus dem Möwenweg von Kirsten Boie vortrug. Josef van de Gey, Leiter des städtischen Gymnasiums Am Turmhof, hatte es mit einem Exoten zu tun. „Darf ich bleiben, wenn ich leise bin“ hieß das Buch über einen kleinen Wombat, der aus dem Zoo ausgebüxt ist und sich im Schrank des kleinen David versteckt. „Was die alles wissen“, staunte van de Gey  nicht schlecht über die Hintergrundinfos, die ihm seine kleinen Zuhörer zur Geschichte lieferten. Zudem hätten ihm die Kinder genau erklärt, was Phantasie sei. „Was stellen Sie sich denn so vor“, habe ihn schließlich ein Mädchen gefragt, erzählte van de Gey schmunzelnd im Anschluss an seinen Leseeinsatz.

Dreh- und Angelpunkt des Vorlesetags war das Zimmer von Schulsekretärin Karla Langer. In Vertretung von Schulleiter Ulrich Lindner-Moog, der durch die Schulleiterkonferenz verhindert war, koordinierte sie die insgesamt 36 jeweils 30-minütigen Vorleseeinheiten an diesem Vormittag, führte die Vorleser zu ihren Einsatzorten und versorgte sie während der Wartezeit mit Kaffee und Plätzchen.

„Dich habe ich auf CD!“, rief eines der Bergheimer „Seilbahn Kids“ aus der gleichnamigen AWO-Kita. Gemeint war der „Vorleser“, der den Mechernicher Vorlesetag auch nach Bergheim holte: Kinderliedermacher Uwe Reetz.

Umgeben von einer Horde zwei- bis sechsjähriger Pänz las „der Uwe“ aus dem Buch „Der Mondhund“ von Nele Moost – und hatte dabei selbst viel Spaß, wie er verriet: „Kinder können noch richtig zuhören und durchleben die Geschichte, das ist einfach schön.“ Schön fanden die Kinder auch die Geschichte selbst, die die Einrichtungsleiterin Walburger Nüssmann in der Mechernicher Stadtbücherei aufgetan hatte – ein Glückgriff: „Ich habe eines der seltenen Kinderbuchkinos gefunden“, berichtet sie. Während Uwe Reetz vorlas, wurden die Illustrationen von Jutta  Bücker aus dem Buch als Dias an eine große Leinwand geworfen. So konnten die aufmerksamen Zuhörer auch in Bildern verfolgen, wie der kleine Hund von seinem allerbesten Freund, dem großen Hund, enttäuscht wird. Glücklicherweise aber konnte der kleine Hund sich mit seiner inneren Kraft den „Mondhund“ herbei denken – und am nächsten Tag sah alles schon wieder ganz anders aus.

Die Bergheimer Pänz waren begeistert – nicht zuletzt natürlich auch von ihrem Vorleser Uwe Reetz. Der berichtete, dass er auch privat öfter vorliest: nämlich seinen kleinen Nichten und Neffen, die ihn immer korrigieren, wenn er eine Geschichte heimlich zu verändert versucht….

Vom städtischen Mechernicher Awo-Kindergarten in Glehn aus machte sich der Redakteur, Autor und Rezitator Manfred „Manni“ Lang mit den „Pfiffikussen“ aller drei Kindergartengruppen und deren Erzieherinnen Anne-Marie Rostalski und Ilona Seifert auf den Weg in den Glehner Wald. „Pfiffikusse“ sind die „Pänz“, die nach den Sommerferien 2014 zur Schule gehen.

Im Wald und nicht im Kindergartengebäude wurde gelesen, weil das Buch, das  Ilona Seifert, Anne-Marie Rostalski und Kindergartenleiterin Sonja Döring für den Vorlesetag ausgesucht hatten, unbedingt in der wilden Umgebung mächtiger Forsten vorgetragen werden sollte.

„Der Grüffelo“ (Originaltitel „The Gruffalo“), so der Titel des von Manni Lang rezitierten Kinderbuchs von 1999, handelt von Begegnungen einer Maus mit Fuchs, Eule und Schlange im Wald, aus deren Klauen sich die Maus nur durch die Erfindung eines Fabelwesens retten kann. Dieses Tier, der „Grüffelo“ , schildert sie so drastisch, dass ihre potenziellen Feinde aus Furcht von der Maus ablassen. Wie groß ist dann aber der Schrecken, als diese Ausgeburt der Phantasie, eben der „Grüffelo“ leibhaftig im Wald auftaucht . . .

Der Vorleser konnte sich im Glehner Wald davon überzeugen, dass die Glehner „Pfiffikusse“ keine Angst vor dem „Grüffelo“ hatten – und dass sie das bekannte Kinderbuch der britischen Schriftstellerin Julia Donaldson, das von Axel Scheffler illustriert wurde, fast schon alle kannten – und zum Teil synchron mitsprechen konnten.

pp/Agentur ProfiPress

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