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Sieben Schecks auf einen Streich

Kiwanis Club Nordeifel hilft Kindern und Jugendlichen weltweit und in der Eifel – Sieben Jugendeinrichtungen im Südkreis erhielten Zuwendungen über 6.000 Euro – Finanzielle Unterstützung wird für konkrete Projekte und laufenden Betrieb der Einrichtungen dringend benötigt

Kall-Urft/Nordeifel – Den Einsatz für die jungen Menschen vor Ort in der Eifel pflegt der Kiwanis Hilfsfonds Nordeifel inzwischen seit 14 Jahren. Die Kiwaner weltweit haben sich vor allem die Förderung der Entwicklung von Jugendlichen, Kindern und deren Umfeld zur Aufgabe gemacht. „Für uns hier in der Nordeifel bedeutet das, dass wir insbesondere antreten, um etwas für junge Menschen aus der Region zu tun“, so Hajo Heinen, der Präsident des Kiwans Hilfsfonds Nordeifel.

Dass die Kiwaner ihren Worten auch Taten folgen lassen, zeigte sich jetzt einmal mehr bei einer Scheckübergabe im Urfter Hermann-Josef-Haus. Über insgesamt 6.000 Euro durften sich dabei sieben Jugendeinrichtungen in der Nordeifel freuen.

Neben der finanziellen Unterstützung gab es für jede Jugendeinrichtung auch eine Kiwanis-Plakette. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Neben der finanziellen Unterstützung gab es für jede Jugendeinrichtung auch eine Kiwanis-Plakette. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Zuwendungen in Höhe von je 1.000 Euro erhielten das Hermann-Josef-Haus in Urft, die Kleine Offene Tür „Jo4you“ in Mechernich (Anja Lehmann und Gunnar Simon), die Kleine Offene Tür „Point“ in Hellenthal (Helmut Woelk), die Teiloffene Tür in Schleiden (Pfarrer Philipp Cuck) und das Kolosseum in Gemünd. Ebenfalls bedacht wurden die Kaller Pfadfinder Sankt Georg, die von sich aus nicht die volle Fördersumme von Kiwanis in Anspruch nahmen. Einen Teilbetrag erhielt daher der Jugendraum Kall (Pfarrer Hans Joachim Hellweg).

Die übrigen Jugendeinrichtungen wurden mit einem Betrag von je 1.000 Euro gefördert – teils auch, um die Kosten für den laufenden Betrieb abdecken zu können. In vielen Einrichtungen, die in der Hauptsache unter Trägerschaft der Kirche stehen, fehlt es seit der kirchlichen Finanzkrise am Nötigsten.

In der kleinen Feierstunde stellte der Präsident Hajo Heinen auch die Arbeit des Kiwanis Hilfsfonds Nordeifel vor. Die Spendenempfänger gaben einen Einblick in ihre Arbeit. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

In der kleinen Feierstunde stellte der Präsident Hajo Heinen auch die Arbeit des Kiwanis Hilfsfonds Nordeifel vor. Die Spendenempfänger gaben einen Einblick in ihre Arbeit. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Für die Urfter Jugendhilfeeinrichtung Hermann-Josef-Haus berichtete Rainer Zimmermann, wofür die 1000 Euro verwendet werden sollen: „Die Spende fließt in unsere Arbeitsprojekte.“ In diesen werden die Jugendlichen bereits sehr früh an das Arbeitsleben herangeführt. Sie haben die Möglichkeit, spezielle Qualifikationen wie einen Gabelstapler- oder einen Kettensägenführerschein zu erwerben, und somit ihre Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu erhöhen.

Die Kaller Pfadfinder möchten mit ihrem Spendenanteil Kindern aus sozial schwachen Familien die Teilnahme am Sommerlager ermöglichen. Für die Kaller Pfarrjugend (Jugendraum Kall) bedankte sich die Kirchenmusikerin Holle Goertz für die Unterstützung, die dem Jugendchor zugutekommen soll, der unter anderem jedes Jahr ein Kindermusical aufführt.

Aus Mechernich waren Anja Lehmann und Gunnar Simon von der Kleinen Offene Tür „Jo4you“ nach Urft gekommen: „Wir können die Spende gut für die nächste »Kinderstadt Mecki« gebrauchen“, freute sich Lehmann. Das Sommerferienprojekt, bei dem Kinder spielerisch lernen „wie Erwachsene“ zu leben, war 2014 ein so großer Erfolg, dass es wiederholt werden soll.

Über insgesamt 6.000 Euro vom Kiwanis Hilfsfonds Nordeifel können sich sieben Jugendeinrichtungen in der Nordeifel freuen. Im Urfter Hermann-Josef-Haus fand die Scheckübergabe statt. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Über insgesamt 6.000 Euro vom Kiwanis Hilfsfonds Nordeifel können sich sieben Jugendeinrichtungen in der Nordeifel freuen. Im Urfter Hermann-Josef-Haus fand die Scheckübergabe statt. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Die Jugendlichen der Kleinen Offene Tür „Point“ in Hellenthal waren persönlich gekommen und stellten ihre Arbeit auch selbst vor. Unter anderem, berichteten sie, können die Teilnehmer beim jährlichen Sommerlage Verantwortungsbewusstsein und Teamwork lernen. Im Rahmen des „Babyprojekts“ erfahren Jugendlichen mit Hilfe einer Puppe, die elektrisch ihre Bedürfnisse anmeldet, was es wirklich bedeutet, sich um einen Säugling zu kümmern.

Die Jugendeinrichtungen in Gemünd und Schleiden hatten sich wegen paralleler Veranstaltungen entschuldigt, aber übermitteln lassen, dass die Spende ebenfalls in die häufig schwierige Finanzierung der Jugendarbeit fließe. Denn während das Personal der Jugendeinrichtungen entweder ehrenamtlich tätig ist oder über das Kreisjugendamt finanziert wird, müssen weitere Kosten für Bastel- oder Spielmaterial und sogar für Toilettenpapier und Heizöl von den Einrichtungen selbst getragen werden.

Die Lobbyarbeit für junge Leute in der Eifel geht ursprünglich auf eine Podiumsdiskussion im Jahr 2000 in den Räumen der VR-Bank Nordeifel in Schleiden zurück. Der stellvertretende Eifeldekan und Schleidener Pfarrer Philipp Cuck trat damals eine wahre Lawine los, als er provokant formulierte: „Man bekleckert sich ganz gewiss nicht mit Ruhm, wenn man sich für Jugendeinrichtungen einsetzt.“ Der Kiwanis Club Nordeifel erklärte diese Forderung zum „gesellschaftlichen Anliegen der ganzen Region“. „Im vergangenen Jahr“, so Hajo Heinen, „haben wir rund 20.000 Euro für Kinder und Jugendliche aus der Region ausgegeben.“

Eingenommen wurde das Geld auf unterschiedliche Weise, wie der Präsident Hajo Heinen berichtete. Zum einen fließe der Erlös ehrenamtlich organisierter Veranstaltungen wie der „Oldie-Nacht“ oder des Verpflegungsstands bei der „Kaller Herbstschau“ komplett in den guten Zweck. Auch erreichten die Kiwaner regelmäßig Einzel- und andere Spenden etwa anlässlich von runden Geburtstagen. Dabei hört die Unterstützung der Kiwaner nicht bei den gespendeten Geldbeträgen auf. Jede der geförderten Jugendeinrichtungen hat einen Paten, der federführend den Kontakt hält und den Einrichtungen als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Kiwanis wurde 1915 in Detroit (USA) gegründet, wobei der Name auf die Sprache der Ureinwohner zurück geht und nach Darstellung des Vereins so viel bedeutet wie „Wir handeln gern, wir finden Freude daran.“ Weltweit gibt es mehr als 600.000 Kiwanier in fast 100 Ländern. Deutschlandweit sind rund 3300 Mitglieder in rund 145 Kiwanis-Clubs organisiert.

pp/Agentur ProfiPress

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