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Seit 60 Jahren ein Ehepaar

Diamantene Hochzeit von Hans und Karin Kaiser mit vielen Gratulanten – Die große Liebe begann im Garten des Keldenicher Pfarrhauses mit Händchenhalten – Der Jubilar war von 1999 bis 2007 der erste hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde Kall

Kall – Im Haus in Keldenich des Kaller Altbürgermeisters Hans Kaiser gaben sich am Montag die Vertreter von Ortsvereinen die Klinke in die Hand. Der Grund des Besucherandrangs liegt 60 Jahre zurück, denn am 25. November 1959 gab Hans Kaiser seiner Ehefrau Karin vor dem Altar der Keldenicher Kirche das Jawort. Die offizielle Feier der Diamantenen Hochzeit findet am Samstag mit einem Dankgottesdienst in der Keldenicher Kirche statt und anschließend mit vielen Gästen im Schafstall in Steinfeld.

Ein stolzes Ehepaar vor 60 Jahren: Hans Kaiser gab seiner damals ganz in weiß gekleideten Braut Karin in Keldenich das Ja-Wort. Repro: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Es wird eine große Feier mit der Familie und vielen Freunden und Bekannten, freuen sich Hans und Karin Kaiser, die sich quasi schon ein ganzes Leben lang kennen. Er in Köln und sie in Jülich geboren, kamen als kleine Kinder durch die Wirren des Krieges nach Keldenich. Als Fünfjährige saßen die beiden bei der Keldenicher Kirmes schon zusammen in der kleinen Schiffschaukel, und auch später in der Schule waren sie unzertrennlich. Im letzten Schuljahr kamen erste Liebesgefühle bei den 14-Jährigen auf. „Wir haben uns heimlich im Garten des Keldenicher Pastorates getroffen, um Händchen zu halten“, erinnern sich Hans Kaiser (79) und Ehefrau Karin (80) noch gern an diese Zeit.

Er habe schon früh in der Schule ein Auge auf die dunkelhaarige Mitschülerin geworfen, deren Haare „klütteschwatz“ (brikettschwarz) gewesen seien. Und auch nach der Schulentlassung, als beide wegen der Ausbildung getrennte Wege gingen, riss die Verbindung nicht ab.

Karin, die damals eigentlich Katharina und mit Mädchennamen Nießen hieß, lernte in Nettersheim zwei Jahre lang Hauswirtschaft. Ehe sie später als „Haustochter“ ihre Arbeit in einer Apothekerfamilie aufnahm, besuchte sie noch die Nähschule bei den Nonnen im Schleidener Anna-Clara-Haus. Hans Kaiser machte eine dreijährige kaufmännische Ausbildung bei der Firma Michael Schumacher, wo er bis zur Heirat im Jahr 1959 arbeitete.

Ein Gläschen auf 60 Jahre Eheglück: Kalls Altbürgermeister Hans Kaiser und Ehefrau Karin sind seit 60 Jahren verheiratet. Am Samstag wird die Diamanthochzeit mit vielen Gästen gefeiert. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Nach der Heirat wechselte Kaiser zur Provinzial-Versicherung, Ehefrau Karin nähte in Heimarbeit Schürzen und Kittel. Als der Ehemann sich 1970 selbstständig machte und im Hause Trauer eine Versicherungsagentur eröffnete, kümmerte sich Karin Kaiser 30 Jahre lang mit um die Kunden.

Hans und Karin Kaiser sind im Kreis Euskirchen keine Unbekannten, wobei Hans Kaiser sich in der Politik einen Namen machte. Über seinen Freund Werner Schumacher landete Kaiser damals bei der CDU und wurde schon bald Vorsitzender des Kaller Gemeindeverbandes der Jungen Union. Zehn Jahre lang war er Mitglied im Kreistag und von 1972 bis zu seiner Wahl als erster hauptamtlicher Bürgermeister im Jahr 1999 Mitglied der CDU-Ratsfraktion, deren Vorsitzender er 15 Jahre lang war.

Zwei Legislaturperioden wirkte er auch als Ortsvorsteher von Keldenich. Bis 2007 war Hans Kaiser Bürgermeister der Gemeinde Kall. Wegen der damaligen Landesgesetzgebung musste er mit Erreichen der damaligen Altersgrenze von 68 Jahren sein Amt zum 31. Dezember vorzeitig aufgeben. Selbst an Silvester, dem letzten Tag seiner Amtszeit, nahm er damals noch Termine wahr.

Bei seiner Abschiedsfeier in der Bürgerhalle am 28. Dezember 2007 bedankte sich Hans Kaiser bei seinen Vorzimmerdamen Reinhilde Kirschgens (rechts) und Karin Poth mit Blumen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Langeweile im verdienten Ruhestand hat das Jubelpaar keinesfalls. Drei Enkel- und zwei Urenkelkinder (ein drittes wird im Mai erwartet) halten Oma und Opa auf Trab. Zudem kümmert sich Hans Kaiser noch um seine vermieteten Immobilien. Das Hobby des Jagens hat er aufgegeben, obwohl er noch ein Jagdrevier gepachtet hat. „Ich habe kein Interesse mehr am Schießen, lieber beobachte ich die Tiere“, so Kaiser.

Jetzt freuen sich die beiden Ehejubilare auf die großen Feiern am Samstag. Auf Geschenke wollen beide verzichten. Stattdessen sollen die Gratulanten das Hospiz der Mechernicher Communio in Christo unterstützen.

pp/Agentur ProfiPress

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