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Schwerfen auf Olympia-Standard

Pressegespräch bei den Sebastianern: Deutscher Bundessieger Kevin Krulikowski (16) und die bundesweit Viertplatzierte Lisa Marie Schmitz (14) standen Rede und Antwort – Geschäftsführer Franz-Josef Winkelhag kündigt Investitionen in supermoderne Schießstand-Technik an

Zülpich-Schwerfen – Es gibt Hobbys, für die nicht viele Hilfsmittel nötig sind, um sich über viele Stunden zu beschäftigen. Sei es die Förderung der eigenen Kreativität mit einem leeren Blatt Papier und einem Stift, oder sportliche Betätigung auf dem Bolzplatz, wo ein einziger Fußball ausreicht, zwei komplette Mannschaften zu begeistern.

Dank ihres unermüdlichen Trainings haben Lisa Marie Schmitz und Kevin Krulikowski (r.) von der Schwerfener Schützenbruderschaft – hier gemeinsam mit ihren Trainern Thorsten Bergheim und Thomas Strick – bei den bislang letzten Bundesmeisterschaften mit hervorragenden Platzierungen abgeschlossen. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Es gibt jedoch auch Jugendliche, die für ihre Leidenschaft deutlich mehr investieren, sowohl zeitlich, als auch finanziell. Lisa Marie Schmitz hat für ihre Sportschützen-Ausrüstung mehr als 3000 Euro eingesetzt und noch immer feilt sie an Kleinigkeiten, um ihre Technik zu perfektionieren.

„Es war mir aber sehr wichtig, alles mit eigenem Geld bezahlen zu können. Ich habe das mit Nebenjobs verdient“, betont die 14-jährige im Interview. Am teuersten schlug das Gewehr zu Buche, doch auch Handschuhe, Jacke und Werkzeug zur Justierung und Reparatur zählen zu den Ausgaben.

Hohes Engagement

Doch dieser Einsatz sollte sich auszahlen für die Schwerfenerin und ihren zwei Jahre älteren Teamkollegen Kevin Krulikowski. Beide nahmen an den Bundesmeisterschaften teil und konnten ein hervorragendes Ergebnis einfahren.

„Über die Bezirksmeisterschaften und die Diözesanmeisterschaften hinaus konnten sie sich bis in die letzte Runde durchkämpfen“, berichtete Geschäftsführer Franz-Josef Winkelhag dem Reporter der Agentur ProfiPress.

Der Schießstand in Schwerfen soll für 35.000 Euro auf Olympia-Standard modernisiert werden. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Die beiden Schwerfener Sankt-Sebastianusschützen hätten sich bundesweit gegen 7300 Starter durchgesetzt, so Winkelhag: „Lisa schaffte einen großartigen vierten Platz und Kevin stand als Erstplatzierter sogar ganz oben auf dem Treppchen.”

Inspiriert durch Vater Karl-Josef Krulikowski, der ebenfalls begeisterter Schießsportler ist, erwarb Kevin bereits mit zehn Jahren eine Sondergenehmigung, um endlich an Wettbewerben teilnehmen zu können. „Es hat immer riesigen Spaß gemacht. Wenn man dann auch noch so einen Erfolg feiern kann, gibt es kaum etwas Schöneres“, freute sich der 16-jährige.

Vater mit dem Sohne

„Ein Hobby mit seinem Sohn teilen zu können, ist wunderbar”, so Vater Karl-Josef Krulikowski: „Es ist schön, ihn zu all seinen Wettbewerben zu begleiten und seine Freude zu sehen.“ Auch Lisa Schmitz hat mit dem Lasergewehr schon im Alter von acht Jahren früh Erfahrung sammeln können und ihre Begeisterung ist bis heute immer weitergewachsen.

Um wie Kevin und Lisa unter den Top-Schützen Deutschlands mitmischen zu können, reicht jedoch selbst die beste Ausrüstung allein nicht aus. Zwei Mal in der Woche versuchen die beiden hoffnungsvollen Schwerfener Nachwuchstalente gemeinsam mit ihren Trainern Thorsten Bergheim und Thomas Strick ihre Schießtechnik weiter zu perfektionieren.

Lisa Marie Schmitz und Kevin Krulikowski von der Schützenbruderschaft Schwerfen belegten bei den Bundesmeisterschaften einen ersten und einen vierten Platz. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

„Im Jahr absolvieren wir bis zu 20 Wettkämpfe und darauf müssen sich die beiden natürlich immer vorbereiten können“, so Strick. Statt sich über den straffen Trainingsplan zu beschweren, sind die Jugendlichen selbst stets mit großem Ehrgeiz bei der Sache. „Sie wollen sich immer weiter verbessern. Wenn sie dann auch noch derart gut abschneiden, erfüllt das auch uns mit Stolz. Besser geht es einfach nicht“, so der Trainer zur Agentur ProfiPress.  

Damit man sich in Schwerfen auch zukünftig über weitere Erfolge freuen kann, plant die Schützenbruderschaft ihren Schießstand in nächster Zeit ordentlich aufzupolieren. „Die Anlage ist mittlerweile 47 Jahre alt und braucht eine Überholung“, so Geschäftsführer Franz-Josef Winkelhag.

35.000 Euro

Die Schießstände sollen digitalisiert werden und die elektrische Trefferanlage schon bald Einschläge auf den tausendstel Millimeter genau anzeigen. „Nach dem Umbau wird die komplette Anlage dem olympischen Standard entsprechen“, so Winkelhag.

Damit man sich in Schwerfen auch zukünftig über weitere Erfolge freuen kann, plant die Schützenbruderschaft ihren Schießstand in nächster Zeit für 35.000 Euro zu modernisieren. „Die Anlage ist mittlerweile 47 Jahre alt und braucht eine Überholung“, so Geschäftsführer Franz-Josef Winkelhag. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Grund genug auch für die Trainer, mit großen Plänen zu liebäugeln. „Hamburg hat die Austragung der Olympiade 2032 ja schon abgesagt. Wir stellen uns gerne stellvertretend zur Verfügung“, scherzt Thorsten Bergheim. Rund 35 000 Euro soll der für den nächsten Sommer geplante Bau kosten.

Franz-Josef Winkelhag ist sich sicher, das Geld gut investiert zu wissen: „Selbst wenn wir das Projekt komplett aus Vereinsmitteln finanzieren müssten, zahlt sich das auf Dauer für unsere Bruderschaft aus, wenn all unsere Schützen hier vor Ort unter besten Bedingungen trainieren können.“www.schuetzen-schwerfen.de

Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

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