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Schülerrat lud zum Sommerfest ein

Das Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall ist mittlerweile zum Treffpunkt für Jung und Alt, für neue und alteingesessene Mitbürger geworden

Kall – Es war eine schöne Überraschung, die der Schülerrat der St.-Nikolaus-Schule vorbereitet hatte. Am Samstag, 5. Mai, feiert die Schule ihr Sommer- und Sponsorenfest. Und weil die Vertreter des Schülerrats beim monatlichen Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe nicht nur „Stammgäste“ geworden sind, sondern sich dort auch richtig wohlfühlen und in den neuen und alten Nachbarn Kalls Freunde gefunden haben, wollten sie sich bedanken. Deshalb luden sie die Besucher des Begegnungscafés, das jeden dritten Freitag eines Monats im Pfarrheim St. Nikolaus stattfindet, zu der Schulfeier ein. Und weil viele der Gäste Geflüchtete aus arabischen Ländern sind, taten sie das zweisprachig.

Der Schülerrat der St.-Nikolaus-Schule verteilte beim Begegnungscafé Einladung zum Sommer- und Sponsorenfest. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die Idee dazu hatte Betreuerin Sarah Göbgen. Ihr vermittelte die Integrationsbeauftragte der Gemeinde, Alice Gempfer, den Kontakt zu Mohamad, einem jungen Mann aus Syrien. Gemeinsam besuchten sie die St.-Nikolaus-Schule, wo Mohamad den Einladungstext übersetzte und anschließend auf Arabisch einsprach. Diese Aufnahme wurde im Begegnungscafé den Besuchern vorgespielt. Die Einladung auf Deutsch sprachen die Mitglieder des Schülerrats selbst aus. Anschließend verteilten sie an die Gäste auch noch schriftliche Einladungen, die ebenfalls zweisprachig gehalten wurden.

Auch im April kam eine bunte Mischung an Menschen ins Begegnungscafé der Kaller Flüchtlingshilfe. Es wurden wieder viele Gespräche geführt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Für die Schüler der St.-Nikolaus-Schule war die Arbeit mit Mohamad aber mehr als nur ein Übersetzungsprojekt. Der Syrer erzählte den Schülern etwas über seine erste Heimat und über seine Flucht. Das warf bei den jungen Leuten Fragen auf. „Warum werden dort Bomben geworfen und wer ist schuld?“, fragten sie etwa und besprachen auch Themen wie politische Interessen und Stellvertreterkriege. „Als Mohamad uns vieles erklärt und auch von seiner persönlichen Geschichte erzählt hat, waren unsere Schüler sehr betroffen“, erzählte Schulleiterin Andrea Luxenburger-Schlösser. Der Syrer seinerseits begegnete den Schülern mit viel Interesse und Achtsamkeit.

Der Schülerrat der St.-Nikolaus-Schule Kall gehört mittlerweile zu den Stammgästen des Begegnungscafés. Wenn der Stundenplan es zulässt, kommen die Schüler mit ihren Betreuern ins Kaller Pfarrheim. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Schülerratsmitglied Jonny bedankte sich auch bei der Integrationsbeauftragten und ihrem Kollegen Paul Neufeld, dass die Vertreter der St.-Nikolaus-Schule am Begegnungscafé teilnehmen dürfen. Für die Flüchtlingshilfe ist das natürlich eine Selbstverständlichkeit, schließlich richtet sich das Café im Pfarrheim an die neuen und alteingesessenen Kaller Mitbürger gleich welchen Alters.

Wie gebannt hatten die Schülerratsmitglieder den Ausführungen des Syrers Mohamad gelauscht, der ihnen etwas über seine Heimat erzählte. Foto: Alice Gempfer/Gemeinde Kall/pp/Agentur ProfiPress

Zwar können die Kinder der Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung nicht jedes Mal kommen, schließlich geht der Unterricht vor. Für Andrea Luxenburger-Schlösser ist der Besuch des Begegnungscafés aber sehr wichtig, ist das doch gelebte Integration und Inklusion. Auf das Thema angesprochen, ist es der Schulleiterin aber wichtig, dass für sie hinter dieser Integration „kein politischer Gedanke steckt, sondern sich eine menschliche Begegnung auf Augenhöhe entwickelt hat“.

Der Syrer Mohamad übersetzt die Einladung der Schülerrats zum Sommer- und Sponsorenfest ins Arabische. Außerdem stillte er die Neugier der wissbegierigen Schüler. Foto: Alice Gempfer/Gemeinde Kall/pp/Agentur ProfiPress

Die jüngsten in der Runde waren die Nikolausschüler nicht. Einige Mütter hatten ihre Kinder mitgebracht, die von dem bereit gestellten Spielzeug ausgiebig Gebrauch machten. Die ältesten Gäste des Begegnungscafés dürften aber wieder einige Bewohner der evangelischen Pflege- und Altenheimes in Gemünd gewesen sein. Wie die Kaller Schüler gehören sie zu den Dauergästen des Angebots der Flüchtlingshilfe, das sie nur allzu gerne nutzen. Die Kurdin Jihan hatte zu Hause spontan für die Gäste gekocht. Ihre Falafel war so lecker, dass sie ihr buchstäblich aus der Hand gerissen wurde.

pp/Agentur ProfiPress

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