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Schüler erstellten Tourismuskonzept

Die Wirtschaftsfachschule für Tourismus präsentierte im Kaller Rathaus erarbeitete Großprojekte – Radwanderroute führt zu den touristischen Highlights von Kall

Kall – „Kall aktiv erleben“ – mit diesem Slogan wollen fünf Oberstufenschüler der Wirtschaftsfachschule für Tourismus am Berufskolleg Eifel in Kall für einen Radwanderweg werben und Kall touristisch nach vorne bringen. Elena Galinski, Adriana Hauck, Simon Krebs, Joshua Küppers und Nicole Nießen hatten für ein Großprojekt ihrer Schule die touristischen Gegebenheiten der Gemeinde Kall analysiert und basierend darauf ein touristisches Konzept erstellt, das sie im Rahmen eines Präsentationstages im Kaller Rathaus vorstellten.

Die Wirtschaftsfachschüler für Tourismus (in weißen Oberteilen von links) Simon Krebs, Joshua Küppers, Adriana Hauck, Nicole Nießen und Eliana Galinski stellten im Kaller Rathaus ein Tourismuskonzept für Kall vor. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

„Viele bringen Kall nicht in Verbindung mit Tourismus“, gibt Bürgermeister Hermann-Josef Esser als Auftraggeber des Projekts zu und war deshalb sehr gespannt auf das Ergebnis. Dabei hat die Gemeinde ein paar touristische Highlights zu bieten, allen voran das Kloster Steinfeld, aber auch den Römerkanal-Wanderweg, den Bunker, das Haus Dalbenden und die Mühle (alle in Urft), wie die fünf Schüler aufzählten.

Doch nur 1412 Touristen besuchten im Jahr 2017 die Gemeinde, Übernachtungen in den elf Beherbergungsbetrieben gab es 3260. Diese statistischen Werte untermauerten die Schüler mit Befragungen. Die meisten Touristen stammen aus Köln, gefolgt von den Niederlanden und Bonn. 35 Prozent der Besucher kommen wegen der schönen Natur, 25 Prozent wegen der Erholungsmöglichkeiten, 24 Prozent wegen sportlicher Betätigung. Aufmerksam geworden sind die Touristen auf Kall hauptsächlich durch Broschüren, durch Bekannte oder Verwandte sowie durch das Internet.

Joshua Küppers, Schüler an der Wirtschaftsschule für Tourismus am Berufskolleg Eifel in Kall, überreichte Bürgermeister Hermann-Josef Esser das erstellt Tourismuskonzept. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Es folgte eine SWOT-Analyse – dabei werden die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken aufgezählt. Als Stärken von Kall sehen die Schüler das große Industriegebiet, die gute Infrastruktur, weitläufige Wanderrouten, den Autobahnanschluss, das Kloster und die Vielzahl der Bildungsstätten. Schwächen sind hingegen die geringe Anzahl an Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben, der unattraktive Ortskern, der sich allerdings in der Entwicklung befindet, die eher unauffällige Vermarktung der Gemeinde und der daraus resultierende geringe Bekanntheitsgrad.

Chancen für Kall

Doch die jungen Leute sehen auch Chancen für die Gemeinde: Die Übernachtungskapazität und das Gastronomieangebot sollten ausgebaut werden (letztgenannte sollen als Kooperationspartner gewonnen werden), ein Fokus auf nachhaltigen Tourismus würde Kall gut zu Gesicht stehen und könne auch gut vermarktet werden. Das Risiko besteht aber, dass durch eine Steigerung der touristischen Möglichkeiten auch mit einer Steigerung des Preisniveaus in Kall einhergeht.

Anhand der Analyse sowie der Betrachtung der Zielgruppe und des Angebots benachbarter Kommunen kommen die Schüler zu dem Schluss, dass eine Radwanderroute für Tagestouristen am geeignetsten ist, um Kall aus dem touristischen Dornröschenschlaf zu wecken. Startpunkt ist der Kaller Bahnhof, wo laut der Schüler auch ausreichend Parkmöglichkeiten für diejenigen vorhanden sind, die nicht mit dem Zug anreisen. Am Bahnhof befindet sich auch die Nordeifel-Tourismus GmbH und es besteht die Möglichkeit, sich Fahrräder zu leihen.

Laura Kurth aus dem Team, das im Rathaus auch für Tourismus zuständig ist, erhält von Bildungsgangleiter Andreas Fuchs Blumen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Erste Station ist Golbach mit seinem direkten Anschluss an den Eifelsteig und dem Gastronomiebetrieb „Golbacher Oase“. In der Sistig/Krekeler Heide als nächster Punkt können nicht nur Botanikliebhaber die schöne Landschaft genießen. Von dort geht es nach Steinfeld mit Kloster, Labyrinth und Gästehaus. Nächstes Ziel ist Urft mit historischem Bahnhof, Urfter Mühler, Haus Dalbenden (beides in Privatbesitz), dem Römerkanalwanderweg und dem Ausweichsitz der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Von Urft aus können die Radfahrer auf dem Weg nach Keldenich einen Abstecher im Margaretenhof machen, wo sie einkehren können oder Bauerngolf spielen. In Keldenich sind der Radwanderweg und der Hubertushof Ferfer Anlaufstellen. Anschließend geht es wieder ins Ziel.

Vermarktet werden soll der Radwanderweg in Zusammenarbeit mit der Nordeifel Tourismus GmbH, etwa im Fahrradtouren-Flyer, aber auch auf einer eigenen Homepage, den sozialen Netzwerken und den Kooperationspartnern. Die Schüler haben sogar ein Logo entworfen, das an das Logo des Nationalparks Eifel angelehnt ist und das das Kloster Steinfeld inmitten von hügeliger Landschaft zeigt.

Das Logo für die Radwanderroute orientiert sich am Logo des Nationalparks Eifel. Der Slogan lautet „Kall aktiv erleben“. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

„Kall ist kein Hotspot, es hat noch Schwächen, aber eben auch Chancen“, formulierte es die Gruppe. „Sie haben gezeigt, wo diese Chancen liegen und wo wir aktiv werden müssen“, meinte Bürgermeister Esser, der selbst direkt noch Vorschläge einbrachte, etwa, dass auch Zeitungen als Vermarktung nicht außer Acht gelassen werden sollten oder auch die Eifelblicke mit in das Konzept einbezogen werden sollten.

Im Folgenden stellten weitere Gruppen der Wirtschaftsfachschule für Tourismus noch Konzepte Thema „Waldbaden“ in Nettersheim, Blankenheim und Bad Münstereifel vor, zum Jugendbildungsstätte Haus Venusberg in Bonn sowie zum Aufbau einer Taschengeldbörse für den Verein „Feder“ in Euskirchen.

pp/Agentur ProfiPress

 

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