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Schreibend neue Welt zaubern

Jutta Richter liest erstmals aus ihrem jüngsten Buch „Frau Wolle und der Duft von Schokolade“ – Brillante Vorlesekunst

Prüm/Eifel – Ein unvergessliches Lesespektakel erlebten rund 700 Schülerinnen und Schüler in Prüm. Alle Schularten aus Prüm und die komplette Grundschule Bleialf nahmen teil. Die renommierte Kinder- und Jugendbuchautorin, kurz vorher noch in Italien gefeiert, las beim Eifel-Literatur-Festival erstmals aus ihrem jüngsten Buch „Frau Wolle und der Duft von Schokolade“. Eigens für Prüm hatte die Autorin den Erscheinungstag vorgezogen.

Da geht es um geheimnisvolle Türen, spannende Gänge und unglaubliche Welten hinter der sichtbaren Welt. Und um Gesine Wolkenstein, die Besitzerin des schwarzen Ladens, der angeblich Kinder verschluckt. Ausgerechnet die soll nun die Nachtfrau von Moritz und Merle werden, als die alleinerziehende Mutter Spätschicht hat in der Klinik. Jutta Richter kam, erzählte spannend, las brillant, bilder- und musikunterlegt. Und sie stellte sich ausgiebig den vielen, vielen Fragen der jungen Leseratten.

Ein unvergessliches Lesespektakel erlebten rund 700 Schülerinnen und Schüler in Prüm: die renommierte Kinder- und Jugendbuchautorin Jutta Richter las erstmals aus ihrem jüngsten Buch „Frau Wolle und der Duft von Schokolade“. Foto: Harald Tittel/Eifel-Literatur-Festival/pp/Agentur ProfiPress

Die fragten nach Mann, Tochter, Eltern, Katze und Hund und nach ihrem Geburtstag. Aber auch: Wie lange schreiben Sie schon? Warum wollten Sie Bücher schreiben? Wie bekommen Sie Ihr Geld? Wie sind Sie auf die Idee zu ihrem jüngsten Buch gekommen? Die Auskunft in Kürze: Seit dem 15. Lebensjahr schreibe sie. Bis heute habe sie in 48 Jahren 43 Bücher geschrieben. Ein bis zwei Jahre schreibe sie an einem Buch. Nicht mehr als 1 bis 2 Seiten in acht Stunden täglich. Wobei es noch aufwändiger sei, sich ein Buch auszudenken und zu planen, als es zu schreiben.

Liedtexte für „Sendung mit der Maus“

Außerdem erfuhren die Kids, dass Jutta Richter schon ganz viele Liedtexte für die „Sendung mit der Maus“ geschrieben habe. Und dass das Schönste am Schreiben für Sie sei, dass sie eigene, neue Welten erfinden könne. So könne sie sich an einem tristen Novemberregentag an einen sonnigen Meeresstrand wegphantasieren. „Ich kann zaubern. Ich kann aus einem miesen Tag beim Schreiben einen wunderbaren Tag zaubern.“

Zum jüngsten Buch „Frau Wolle“ sei sie von Night-Nannies in Amerika angeregt worden. Das sei eine Art Babysitter für die Nacht, die auf Kinder aufpassen, bis die berufstätige Mutter am Morgen zurückkehrt. Ganze Stapel des neuen Buchs wurden von den jungen Leseratten gestürmt und zum Signiertisch getragen. Schlussbild auch dieser Festivalveranstaltung war ein umlagerter Signiertisch mit einer Autorin, die Buch für Buch und auch die Tickets signierte und immer wieder Selfie-Bitten erfüllen musste.

pp/Agentur ProfiPress

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