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Schäfer hat Corona-Situation genutzt

Das Mechernicher Traditions-Bus-Unternehmen hat erste Fahrzeug mit Abbiegeassistenten ausgestattet – Zahlreiche Maßnahmen im Schüler- und Linienverkehr wegen Corona

Mechernich – Auch wenn nach der schrittweisen Öffnung der Schulen die Schüler in Mechernich wieder den Linienverkehr nutzen: Normalität kehrt noch lange nicht ein. Das wird schon allein beim Blick auf die Busse von Schäfer-Reisen deutlich. Das Traditionsunternehmen hat mehr Schutzmaßnahmen umgesetzt, als vom Gesetzgeber gefordert – und das alles zum Wohl der Passagiere und der Busfahrer.

Der Fahrer sitzt abgeschottet von den Passagieren. Vor der ersten Reihe befinden sich, je nach Bustyp, ein stabiler Folienvorhang oder eine Staubschutztür, wie man sie aus dem Baumarkt kennt. Diese Abtrennung zwischen Kunden und Busfahrer ist eine besondere Maßnahme von Schäfer, um die Sicherheit zu maximieren und die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Der Vordereinstieg ist für die Passagiere gesperrt. Und auch wenn das laut Schäfer-Geschäftsführer Guido Bauer wegen der Absperrung nicht nötig ist, bleibt die erste Sitzbank frei und ist mit einer Kette abgetrennt vom restlichen Bus. „Eingestiegen wird an der zweiten oder dritten Tür.“

Guido Bauer demonstriert den stabilen Folienvorhang in den Bussen. In manchen Typen sind auch Staubschutztüren angebracht. Sie trennen den Busplatz von den Passagier-Sitzen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

An den Türen hängt ein Schild mit Regeln für Schülerinnen und Schüler. Denn es hat sich für die Passagiere einiges verändert. So sollen die Passagiere immer ganz durchgehen und die Fensterplätze auf beiden Seiten nutzen. Wenn möglich, soll jede zweite Reihe frei bleiben. Zur eigenen Sicherheit und zum Schutz der anderen Fahrgäste gilt aber auf jeden Fall Maskenpflicht.

Neu ist auch: Die Türöffnungsknöpfe an den Außenseiten der Busse sind momentan deaktiviert. „Der Busfahrer allein regelt die Türöffnung“, sagt Guido Bauer. Die Busfahrer haben außerdem Desinfektionsmittel dabei und reinigen beispielsweise die Haltegriffe nach jeder Fahrt und desinfizieren das Fahrzeug am Ende des Tages während der Grundreinigung auch.

Etwas schwierig in der Planung für die Schulen sind momentan die wechselnden Pläne, da ist eine hohe Flexibilität gefragt. Die Schülerzahl ist minimal, dennoch ist die gesamte Schäfer-Flotte am Start. „Wir haben einen hohen Anteil an Großfahrzeugen durch Gelenk- und Doppelstockbusse“, berichtet Bauer. Die außerordentlich hohe Sitzplatzkapazität in diesen Fahrzeugen helfe jetzt ganz besonders bei der Einhaltung der Abstände. Auf stärker frequentierten Strecken werden auch sogenannte „Verstärker“ eingesetzt, also Zusatzbusse.

Toter-Winkel-Assistent

Die insgesamt aber ruhigere Zeit hat Schäfer-Reisen perfekt genutzt. An den ersten drei Bussen wurden Abbiegeassistenten eingesetzt, die auf der rechten Busseite den toten Winkel im Griff haben. Zwar haben die Schäfer-Busse je nach Typ schon modernste Spiegel angebracht, die in Kombination den Fronteinstieg und die Seite zeigen. Aber genau dazwischen gibt es einen schlecht bis gar nicht einsehbaren Bereich.

Zusätzlich zu den beiden Spiegeln, die schon eine gute Übersicht bieten, gibt es jetzt noch einen Abbiegeassistenten. Hier warnt das System optisch vor einem Hindernis. Geschäftsführer Guido-Bauer ist auf den Spiegeln nur teilweise zu erkennen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Mit einer Kamera wird dieser Bereich nun überprüft und zeigt das Ergebnis auf dem Bildschirm an. Befindet sich nun beispielsweise ein Fahrradfahrer im toten Winkel, wird das auf dem Bildschirm rot angezeigt, außerdem ertönt eine akustische Warnung. Guido Bauer demonstriert das, in dem er im toten Winkel auf- und abgeht. In den beiden Spiegeln ist er kaum bis gar nicht zu erkennen. Auf dem Bildschirm allerdings schon.

„Wir haben an unseren Bussen schon seit Jahren am Heck Aufkleber angebracht, mit denen die Radfahrer und Fußgänger gewarnt werden“, erzählt Schäfer. Diese werden aber häufig auch missachtet oder schlicht übersehen. Mit dem Abbiegeassistent kann nun der Busfahrer selbst agieren, weil er aktiv sieht, ob sich jemand im toten Winkel aufhält. „Uns geht es um die Sicherheit“, berichtet Guido Bauer. Dieses Plus an Übersichtlichkeit will Schäfer-Reisen deshalb nach und nach auf die gesamte Busflotte übertragen.

pp/Agentur ProfiPress

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