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Rüben lassen die Ohren hängen

Getreideernte bis auf Raps im Raum Mechernich/Kall weitgehend abgeschlossen – Verluste halten sich in Grenzen – Manche Betriebe gaben bei Gerste und Weizen „Durchschnittsernte“ an – Milchviehhalter steuern auf Fütterungsprobleme zu – Kartoffeln im Stress

Mechernich/Kall – Die Getreideernte ist bis auf den Raps im Raum Mechernich/Kall weitgehend gelaufen. Die Ertragsrückgänge hielten sich mit einem Minus von 10 bis 20 Prozent beim Weizen und bei der Gerste noch in Grenzen. Es gab auch Höfe im Mechernicher Höhengebiet, die gleichgebliebene oder sogar höhere Erträge als 2017 angaben.

Der Lückerather Landwirt Stephan Schick beim Rapsdrusch mit einem Mähdrescher von „TPS“, der Thelen-Pünder-Schick GbR. Foto Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die anhaltende Trockenheit bleibt trotz einiger und leider nicht sehr ergiebiger Regengüsse am Wochenende ein großes Problem. Die Zuckerrüben lassen „die Ohren hängen“, sind als sichtbar vom Wassermangel gezeichnet. Wiesen und Weiden sind von der Sonne verbrannt, der Boden ist staubtrocken.

Besonders heikel ist die Situation für die Milchvieherzeuger, berichtet der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). RLV-Präsident Bernhard Conzen appelliert an Regierung und Verwaltung, die Bauern zu unterstützen: „Viehhalter brauchen Mais und Gras für die Fütterung. Auf vielen Flächen sieht es gar nicht gut aus!“

Einige Zuckerrüben lassen angesichts der anhaltenden Trockenheit „die Ohren“ hängen, andere, wie hier mit Bergbuir im Hintergrund, bekommen braune Blattspitzen. Foto Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Wintervorräte verfüttern

Gerade in Regionen mit leichteren Böden könne man mittlerweile die massiven Folgen des fehlenden Regens beobachten. Hüfthoher und lückenhafter Mais mit schlecht entwickelten Kolben sei das Resultat der langen Dürre. Einige Landwirte griffen bereits jetzt auf die ohnehin knappen Futtervorräte für den Winter zurück.

Viele Weiden sind vertrocknet, nicht überall gibt es Weideland mit schattenspendenden Obstbäumen wie hier bei Kall-Wallenthal. In der Milchviehwirtschaft zeichnet sich Grünfutterknappheit ab. Foto Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Probleme zeichnen sich auch im Kartoffelanbau ab, der allerdings im Ackerbau rund um den Mechernicher Bleiberg keine Rolle spielt. „Die Knollen bräuchten gerade jetzt Wasser, um größer zu werden. Doch selbst wenn es jetzt regnet, drohen noch Zwiewuchs und Kindelbildung“, fürchtet der RLV-Präsident.

Gemeint sind damit Verformungen oder kleine Knollen, die aus der großen Knolle herauswachsen. Eine Folge des Stresses, den die Pflanzen derzeit durchleiden. „Die Kartoffeln wären damit nicht mehr zu vermarkten“, so Conzen. Nur künstliche Beregnung könne das abwenden.

Nachdem das Getreide unter Dach und Fach ist, widmen sich die Landwirte nun der Strohernte wie hier bei Mechernich-Voißel. Foto Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Geld gegen Finanzengpässe

Der RLV-Präsident appelliert an die Verantwortlichen in Regierung und Verwaltung, Maßnahmen zu ergreifen, die die Bauern in der schwierigen Situation unterstützen. Dazu gehörten etwa eine vorgezogene Auszahlung der Direktzahlungen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen oder die Freigabe der Zwischenfrüchte, die im Rahmen der ökologischen Vorrangflächenbewirtschaftung demnächst eingesät würden, für die Futternutzung.

pp/Agentur ProfiPress

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