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Rotkreuzler helfen in Sri Lanka

Winfried und Mario Dederichs zum wiederholten Mal in Batticaloa – Die vom Mechernicher Rotkreuzhelfer René Böhmer entworfene Krankenstation inspiziert – 100.000 Euro gespendet

Sie hoffen, dass der Einsatz auf Sri Lanka weiterlaufen kann: (v.l.) Mario Dederichs, Winfried Dederichs, Rolf Klöcker und Erwin Doppelfeld. Foto: Johannes Mager/pp/Agentur ProfiPress

Kreis Euskirchen – Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 zerstörte ein Tsunami nahe der indonesischen Insel Sumatra weite Teile der Küsten am Indischen Ozean. Schnelle Hilfe vor Ort leisteten auch die Hilfsorganisationen im Kreis Euskirchen. Unter dem Motto „Wir bauen auf – alle helfen mit“ schlossen sie sich unter Federführung des Kreisverbandes des Roten Kreuzes zu „Eifel Aid“ zusammen.

„Es wurden rund 100.000 Euro gespendet. Das Projekt ist auf zehn Jahre angelegt“, erklärt Rolf Klöcker, Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer.  Durch den Bürgerkrieg auf Sri Lanka, wohin die Hilfsmittel gehen, sei das Geld jedoch nahezu aufgebraucht. Glücklicherweise werde jedoch noch weiterhin für das Projekt noch gespendet.

Auch die Rotkreuz-Helfer Winfried Dederichs aus Nettersheim und sein Sohn Mario Dederichs hatten sich auf den Weg gemacht, um im Ort Batticaloa auf Sri Lanka zu helfen. Vor kurzem waren sie erneut für zwei Wochen dort – Winfried Dederichs zum siebten, Mario Dederichs zum zweiten Mal. Vor Ort betreuen sie eine Krankenstation, eine Behindertenschule und zwölf Kindergärten. „Eifel Aid“ sponsert die Ehrenamtler mit 500 Euro. „Die übrigen Kosten tragen wir selbst“, betont Winfried Dederichs. „Die Spenden-Gelder werden also nur für das allernötigste bei den Helfern ausgegeben“, sagt er.

2004 entwarf der Mechernicher Dachdecker und spätere Architektur-Student René Böhmer die Krankenstation. „René hat viel Pionierarbeit geleistet“, lobt Erwin Doppelfeld, Vorsitzender des Rotkreuz-Kreisverbandes.

Nun absolvierten Vater und Sohn Dederichs unter anderem einen Überraschungsbesuch in der Krankenstation, im Gepäck einen Krankenliege, ein Blutdruckmessgerät und einen Raumteiler. „Weil wir vermuteten, dass es nicht mehr so läuft, wie es sollte“, so Winfried Dederichs. „Aber wir mussten uns eines besseren belehren lassen.“ Mütter kämen mit ihren Kindern, um Medikamente gegen Wurmerkrankungen und Grippe zu erhalten. Auch werden in der Krankenstation Koordinatoren ausgebildet, die die Bewohner der umliegenden Dörfer über Hygiene aufklären.

Das gilt auch für die unhygienischen Zustände der Trinkwasserbrunnen. „Wie die Brunnen aussehen und was darin so schwimmt, das ist ziemlich eklig. Und für uns unverständlich, daraus Wasser zu entnehmen“, berichtet Winfried Dederichs. Aus diesem Grund kümmern sie sich um Wasserfilter und den Bau neuer Brunnen.

Wichtig sind den Helfern die Kindergärten. Gerne erfüllen sie etwa den Wunsch nach CD-Playern. „Denn die Kinder tanzen sehr viel“, sagt Winfried Dederichs. Auch die Reparatur oder der Austausch von Spielgeräten gehört zu den Aufgaben der Helfer vor Ort, da sich darum niemand kümmert. „Es geschehen viele Unfälle mit den Spielgeräten“, zeigt er sich besorgt. So werden beispielsweise defekte Schaukeln durch Autoreifen ersetzt. Gegen das Wasser, das sich darin ansammelte und Moskitos anzog, wurden Löcher in die Reifen gestochen. Allerdings seien auch alte Reifen noch ziemlich teuer. „Denn die Einheimischen fahren dort damit, bis man die Felge sieht“, beobachtete der Nettersheimer.

Für 2015 hofft er, wieder mit seinem Sohn nach Sri Lanka fliegen zu können. Doch ob das Projekt weitergeführt werden kann, ist noch nicht ganz klar. „Der Vorstand hat beschlossen, dass wir eventuell weitermachen. Wir müssen nur wissen, wie“, erklärt Erwin Doppelfeld. „Wenn Ereignisse wie der Tsunami nach zwei  Jahren aus den Medien verschwinden, wird es schwer, die Leute dafür zu interessieren“, bedauert Mario Dederichs.

pp/Agentur ProfiPress

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