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Rotkreuz-Helfer kämpfen gegen die Flut

Hilfskräfte aus dem Kreis Euskirchen sind in Magdeburg im Einsatz – Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker warnt vor Qualitätsverlust der Rettungsdienste

Auch ein spezielles Hochwasserboot der Dahlemer Wasserwacht kommt in Magdeburg bei der Deichsicherung und der Evakuierung der Bevölkerung zum Einsatz. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Kreis Euskirchen – Magdeburg kämpft gegen das schlimmste Hochwasser in seiner Geschichte. Die größte Sorge gilt dem Umspannwerk am Industriehafen. Würde dieses überflutet, müsste in ganz Magdeburg-Nord der Strom abgeschaltet werden. Das will man unter allen Umständen vermeiden.

Allein hier schuften 1 500 Soldaten gegen die Fluten. Unterstützt werden sie dabei von zwölf Rotkreuzlern aus dem Kreis Euskirchen, die sich am Samstagmorgen auf den Weg nach Magdeburg gemacht haben, um Helfer vor Ort abzulösen.

Am frühen Sonntagnachmittag wurde endlich der Scheitelpunkt der Elbe in Magdeburg erreicht: 7,46 Meter. Ursprünglich war man von einem Höchstwert von 7,20 Meter ausgegangen, normal sind zwei Meter. Laut Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) waren es 25 Prozent mehr Wasser als bei der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2002. In den kommenden Tagen soll der Fluss sehr, sehr langsam abschwellen, heißt es bei der Stadt.

Von Duisburg aus starteten die Rotkreuzhelfer aus Nordrhein, darunter auch die aus dem Kreis Euskirchen. Ein Wasserrettungszug wurde zusammengestellt, bestehend aus 30 Fahrzeuggespannen, neun Booten und 92 Einsatzkräften. Zum Equipment gehört auch ein spezielles Hochwasserboot aus Dahlem.

„Die Boote sind wichtig, um die Deiche von der Wasserseite aus mit Folien zu sichern. Immer wieder mussten die Hochwasserboote auch zur Evakuierung von Menschen eingesetzt werden, wenn das Hochwasser deren Häuser schneller erreichte als erwartet“, berichtete Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker. 23 000 Menschen mussten bisher in Sicherheit gebracht werden. Diese werden in Bereitstellungsunterkünften von Rotkreuzhelfern rund um die Uhr betreut.

„In der Nacht von Sonntag auf den heutigen Montag erhielten wir die Anfrage nach Betten und Decken.“, so Klöcker weiter. Da nach wie vor Menschen evakuiert werden müssen und die Landes- und Bundesvorhaltungen aufgebraucht sind, hat das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen aus seinem Bestand 90 Betten und 180 Decken zugesagt. „Sollten diese abgerufen werden, bringen unsere Leute diese in die Überschwemmungsgebiete“, sagt Klöcker.

„Das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen steht mit allen in Frage kommenden Fachdiensten und dem entsprechenden technischen Equipment zur Unterstützung der Betroffenen in den Hochwassergebieten Gewehr bei Fuß“, so der Kreisgeschäftsführer. Schon am Dienstag vergangener Woche seien 70 Rotkreuz-Experten aus dem Kreis Euskirchen als Betreuungshelfer für die Region Landau vorangefragt und in Alarmbereitschaft versetzt worden seien. Diese standen schon in den Startlöchern. Als die Pegel dort zurückgingen, wurde der Voralarm aufgehoben. Klöcker: „Aber es ist möglich, dass unser Verpflegungsdienst noch zum Einsatz kommt. Angefragt ist er bereits.“

Vor dem Hintergrund der europaweiten Ausschreibung der Rettungsdienste äußerte Rolf Klöcker die Befürchtung, dass derartige Hilfseinsätze  zukünftig nicht mehr möglich sein könnten. „Wenn die derzeit laufende Ausschreibung der Rettungswachen dazu führen sollte, dass das Rote Kreuz für seine beiden Wachen in Rescheid und Zülpich keinen Zuschlag erhält, können wir die ehrenamtlichen Einsatzhelfer nicht mehr adäquat ausbilden“, begründet Klöcker. Ein Großteil der Helfer der Wasser- und Bergwacht, des Betreuungs- und Verpflegungsdienstes habe ursprünglich eine sanitätsdienstliche Ausbildung durchlaufen. Der Rotkreuz-Chef warnt daher vor einem Preiskampf, der nur zu Lasten des heute noch qualitativ hochwertigen Hilfeleistungssystems im Kreis Euskirchen gehen könne. „An den Wachen hänge weit mehr, als mancher Politiker vermutet“, kritisiert Klöcker die derzeitige Praxis einiger Landkreise und kreisfreier Städte, Rettungsdienstleistungen europaweit auszuschreiben.

Wer den Einsatz der Euskirchener Rotkreuzler unterstützen möchte, kann dies mit Spenden auf folgendes Spendenkonto tun: 1013101 bei der Kreissparkasse Euskirchen (BLZ: 382 501 10).

pp/Agentur ProfiPress

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