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Risse in der Friedhofsmauer

Evangelische Kirchengemeinde Roggendorf saniert denkmalgeschützte Mauer für 29 000 Euro – Bauzäune schützen Kindergartenkinder – Drei alte Bäume müssen gefällt werden

Baukirchmeister und Presbyter Bodo Pilzecker zeigt einen doch schon stattlichen Riss, der die stellenweise Destabilisierung jener denkmalgeschützten Ziegelmauer anzeigt, die in Roggendorf das gesamte Gelände der Evangelischen Kirchengemeinde umgibt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Vier Dinge lösen in der Evangelischen Kirchengemeinde Roggendorf derzeit alles andere als Begeisterung aus. Erstens: Die alte Friedhofsmauer rund um das Gelände von Kirche, Pastorat, Friedhof und früheren evangelischer Schule bröckelt an einigen Stellen vor sich hin und muss saniert werden.

Da diese Mauer komplett unter Denkmalschutz steht, ist das zweitens nicht eben billig. 29 000 Euro hat Baukirchmeister Bodo Pilzecker vom Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde für die rund sechs Wochen dauernden und während der Sommerferien durchzuführenden Arbeiten veranschlagt.

Drittens gibt es eine Stelle in der durchgängig zwei Meter und an diesem kritischen Abschnitt sogar 2,40 Meter hohen Mauer, die theoretisch vom Umfallen bedroht ist. Dieser kurze Abschnitt befindet sich unmittelbar an der Grundstücksgrenze zu Awo-Kindertagesstätte und Familienzentrum „Kunterbunt“ der Arbeiterwohlfahrt und der Stadt Mechernich. Die Kinder dürfen einen Teil des Geländes und ihres Spielplatzes zurzeit nicht mehr betreten, bis alles saniert ist.

Viertens schließlich, und das bedauert Pfarrerin Susanne Müller außerordentlich, müssen für die Sanierungsmaßnahme drei Laubbäume und eine Douglasie aus jenem uralten Baumbestand gefällt werden, von dem das malerische Kirchengelände in Roggendorf umstanden ist.

Doch Kirchbaumeister Bodo Pilzecker, der vor seiner Pensionierung im Zivilberuf staatlicher Förster beim Forstamt Bad Münstereifel war, kennt in dem Fall keine Gnade: „Die Wurzeln haben die Mauer angehoben und so mit zur Instabilität beigetragen.“ Außerdem drücken die Stämme bereits gegen die alte Ziegelmauer aus dem 19. Jahrhundert. Küster Hartmut Trzaska: „Bei ordentlich Sturm besteht die Gefahr, dass die Mauer von den wippenden Bäumen regelrecht umgestoßen wird.“

Wie Pfarrerin Susanne Müller berichtet, steht das gesamte architektonische Ensemble der Kirchengemeinde Roggendorf mit der Kirche, der alten Schule, dem alten Pastorat und dem Friedhof sowie der alles umgebenden Mauer unter Denkmalschutz.

Müller: „Die Mauer ist ganz dringend sanierungsbedürftig. Die Risse haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Unter statischen Gesichtspunkten gibt es da zumindest im Bereich des benachbarten Kindergartens keine ausreichende Sicherheit. Das ist nicht mehr vertretbar!“

So habe die Kirchengemeinde die Sanierung der mehr als 100 Jahre alten Mauer in Angriff genommen. Die Sanierung sei mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Ein Teil der Sanierung werde über das Grundstück des Kindergartens erfolgen müssen, so dass ein Bauzaun für die nächsten Wochen das Spielgelände eingrenzt.

Der bunt angemalte frühere „Bauwagen“ der Awo-Kindertagesstätte müsse zudem für die Zeit der etwa auf sechs Wochen angesetzten Baumaßnahme versetzt werden. Einige Pflanzen an der Mauer mussten bereits gerodet werden, die drei genannten Bäume folgen.

Susanne Müller: „Bodo Pilzecker, der Baukirchmeister der Kirchengemeinde Roggendorf, hat diese Maßnahme in guter und verständnisvoller Kooperation mit Brigitte Lehmacher, der Leiterin des Kindergartens, sowie dem Elternrat, aber auch mit der Stadtverwaltung Mechernich geplant. Er begleitet jetzt auch die praktische Umsetzung.“

Die Pfarrerin bedauert, dass drei mächtige Bäume gefällt werden müssen, obwohl der absolute Löwenanteil des prachtvollen Baumbestandes rund um die Evangelische Kirche Roggendorf erhalten bleibt: „Wir müssen das machen, um die Statik der neuen Mauer langfristig zu gewährleisten. Da das Ensemble unter Denkmalschutz steht, können wir die Mauer beispielsweise nicht durch einen Zaun ersetzen.

pp/Agentur ProfiPress

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