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Restmüll, Wertstoffe und Omas Gebiss

Wilfried Jenniges und Gunter Mann: Zwei Mitarbeiter des Mechernicher Kreis-Abfallwirtschaftszentrums im Porträt – Der Alltag der Abfall-Profis – Zum Tag der Daseinsvorsorge

Mechernich – Ein großer Berg Restmüll – fast so hoch wie die große Halle. Und wieder biegt ein Müllwagen um die Ecke, um eine weitere Ladung abzukippen. Wilfried Jenniges sitzt derweil auf dem Bagger und dirigiert den mächtigen Greifer mit sanften Joystickbewegungen in den Müllberg. Eine Ladung nach der anderen landet jetzt im Container, der Berg schrumpft von Minute zu Minute. Bis der nächste Müllwagen um die Ecke fährt.

„Ich mache das gerne“, sagt der 55-jährige Frohnrather, der seit 2005 als Maschinist am Umschlagplatz des Abfallwirtschaftszentrums in Mechernich-Strempt arbeitet. Sein Job: Den Restmüll mit dem Bagger grob sortieren und zum Weitertransport in Großcontainer verladen. Nach dem Wiegen werden diese Container in die Müllverbrennungsanlage nach Weisweiler oder in die Abfallbehandlungsanlage nach Erftstadt gefahren.

Umladestation „packt“ bis zu 60.000 Tonnen Abfälle

Die Umladestation ist so ausgelegt, dass bis zu 60.000 Tonnen Abfälle pro Jahr umgeschlagen werden können. Für eine Spitzenanlieferungsstunde wurde bei der Planung mit sechs Hausmüll- und vier Sperrmüll-LKWs kalkuliert. Diese können ohne unnötige Wartezeiten entladen. „Ich habe das Gefühl, es wird immer mehr“, so Wilfried Jenniges.

Wilfried Jenniges arbeitet seit 27 Jahren beim Kreis, zunächst auf der Deponie, seit 2005 im Abfallwirtschaftszentrum. Hier steuert der Maschinist den Umschlagbagger, mit dem täglich rund 200 Tonnen Rest- und Sperrmüll bewegt werden. Foto: Wolfgang Andres/pp/Agentur ProfiPress

Gemeinsam mit seinen Kollegen hat er auch immer einen Blick für die Bürger, die mit ihren PKWs vorfahren und ihren Müll ebenfalls in der Halle abladen können. „Samstags sind es bestimmt 500 Leute, das ist unser Hauptkampftag.  Die meisten sind freundlich, aber leider gibt es auch immer den einen oder anderen, der wenig Respekt für uns und unsere Arbeit hat.“ Ein bisschen mehr Verständnis würde er sich da schon wünschen.

„Gutes Team“

Alles in allem macht ihm die Arbeit aber großen Spaß. „Ich bin morgens fast immer der Erste und abends der Letzte“, sagt er mit einem gewissen Stolz. „Das liegt natürlich auch daran, dass ich ein gutes Team habe.“

Zu diesem Team gehört auch Gunter Mann.  Der 56-Jährige aus Hellenthal-Dickerscheid arbeitet nur wenige Meter neben der Umschlaghalle am Wertstoffhof. Die Kunden können hier mit ihren Autos direkt zum Container fahren und die Wertstoffe dort abladen. Ob Elektro-Altgeräte, Tapeten von der letzten Renovierung oder Altreifen – am Wertstoffhof gibt es Container für die häufigsten Abfallarten. Gunter Mann ist dann ihr Ansprechpartner.

Gunter Mann ist gelernter Ver- und Entsorger und arbeitet seit einigen Jahren am Wertstoffhof des AWZ. Hier hilft er den Kunden mit Rat und Tat beim Einweisen bzw. Entladen der Wertstoffe. Foto: Wolfgang Andres/pp/Agentur ProfiPress

„Ich habe gerne mit den Leuten zu tun“, betont er. Er weist sie ein, gibt entsprechende Auskünfte und packt auch mit an. Er muss darauf achten, dass nur das im Container landet, was auch da rein soll. Eigentlich seien die großen Schilder nicht zu übersehen, „aber es gibt leider auch schon mal Experten, die ihren Keramikabfall in den Glasbehälter oder Leuchtstoffröhren in den Bauschutt werfen. Und wer muss es dann wieder rausholen?“, fragt er und antwortet gleich selbst: „Ich natürlich.“ Auch er wünscht sich manchmal etwas mehr Rücksicht für seine Arbeit.

Und doch macht er seinen Job sehr gerne. „Wir haben viele Stammkunden hier, die man über die Jahre kennengelernt hat“, so der gelernte Ver- und Entsorger. Und sollte doch mal ein Kunde „auf Krawall gebürstet“ sein: Gunter Mann holt die meisten mit seiner betont ruhigen Art ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen. Schließlich ist der Wertstoffhof „sein“ Revier.

Außergewöhnliche Suchaktionen gibt es auch

Hin und wieder gibt es im AWZ auch schon mal außergewöhnliche Suchaktionen. „Omas Gebiss ist mal in der Tonne gelandet. Da war die ganze Familie hier und hat den Müll durchwühlt – vergeblich“, erzählt Wilfried Jenniges und lacht. Ebenso erfolglos blieb die Fahndung nach einer Geldkassette, die angeblich 20.000 Euro enthalten sollte. Ein Happy End fand dagegen die Suche nach dem Lieblingskuscheltier eines kleinen Kindes. „Das Plüschtier konnte gefunden werden“, so Jenniges. Und der Familienfrieden gerettet.

Tag der Daseinsvorsorge

Der Tag der Daseinsvorsorge findet jedes Jahr am 23. Juni statt. Deutschlandweit zeigen kommunale Unternehmen an diesem Tag ihre Leistungen der Daseinsvorsorge – von Energie- und Wasserversorgung, über Abwasser- und Abfallentsorgung bis hin zum Ausbau von Glasfaser. Der Tag der Daseinsvorsorge wird vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) koordiniert.

pp/Agentur ProfiPress

 

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